«Gwent – The Witcher Card Game» angespielt Der Hexer hat ein tolles Blatt in der Hand

Trotz epischer Missionen verbrachten Spieler in «The Witcher 3 – Wild Hunt» viel Zeit mit einer Nebenbeschäftigung: dem Kartenspiel Gwent oder Gwint in der deutschen Version. Nun veröffentlichen die Entwickler einen Ableger, der aber mehr ist, als nur das simple Duell zweier Spieler.

Trailer zui «Gwent – The Witcher Card Game»

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Übersicht

Im Rollenspiel «The Witcher 3 – Wild Hunt» aus dem Jahr 2015 ist Gwint oder Gwent in der englischen Version das liebste Hobby von Geralt von Riva. Nachdem er gefährliche Monster erledigt oder ein knifflige Mission gelöst hat, spielt er gerne mit Händlern und Gastwirten eine Runde des Ingame-Kartenspiels. Dabei sind die Regeln so simpel und gleichzeitig raffiniert, dass schon bald die Frage nach einem separaten Gwint-Spiel aufkam. Wohl auch mit dem Erfolg des «Warcraft»-Ablegers «Hearthstone» dürfte den Entwicklern der Entscheid nicht ganz so schwer gefallen sein. So erscheint nun tatsächlich «Gwent – The Witcher Card Game» als Free-to-play-Titel, der aber einiges zu bieten hat.

Screenshot zu «Gwent – The Witcher Card Game»

 

Gameplay

«Gwint» funktioniert etwas anders als andere Kartenspiele. Jede Seite erhält zehn Karten, die es möglichst geschickt einzusetzen gilt, um zum Schluss die höchste Punktzahl zu erreichen. Im Falle des «Witcher»-Spiels geht eine Partie über drei Runden, ohne dass viele zusätzliche Karten dazu kommen. So steht man dauernd vor der Entscheidung, ob es sich lohnen könnte, eine Runde absichtlich zu verlieren, damit man mit den gesparten Karten im nächsten Duell einen entscheidenden Vorteil erringt. So ist das Game auch aufs Bluffen und aufs Ausführen von taktischen Finten ausgelegt. Dies führt dazu, dass nicht zwangsweise jener Spieler mit den stärksten Karten gewinnt.

Bei «Gwent – The Witcher Card Game» geht es aber nicht nur um die Duelle zwischen den Spielern. Stattdessen hat man dem Ableger auch eine rund 10-stündige Einzelspieler-Kampagne spendiert. In dieser erlebt Geralt ein eigenständiges Abenteuer, abseits der Story des Hauptspiels. Im an der E3 gezeigten Beispiel heuern zum Beispiel Söldner den Hexer an, um eine junge Frau sicher durch einen Wald zu geleiten. In Comic-ähnlichen Szenen mit sprechenden Köpfen wird die Geschichte erzählt, inklusive Geralts charismatischer englischen Original-Stimme.

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Die Umgebungen lassen sich aus der Vogelperspektive erkunden. Zwar zeigt eine blaue Linie den Weg zum nächsten Story-Ziel an, allerdings muss man sich nicht daran halten. Im gezeigten Ausschnitt erkundet der Hexer lieber eine alte Ruine, wobei es dort zum Kampf kommt, der natürlich mit den Karten ausgefochten wird. Als Belohnung gibt es dann eine neue Karte fürs eigene Deck. Allerdings soll es auch möglich sein, Karten zu verlieren. Und wie im Hauptspiel kann der Held Entscheidungen treffen, die den künftigen Verlauf der Geschichte verändern. Zum Release ist eine dieser Kampagnen geplant. Später sollen weitere Abenteuer hinzukommen. Zum Start des Spiels sind vier der fünf Decks (Northern Realms, Monster, Scoia’tel, Skellige) von «The Witcher 3» spielbar. Wann das Imperium von Nilfgaard dazu kommt, ist noch nicht bekannt.

Auch abseits des Abenteuer-Modus hat man das bekannte Gwint renoviert. Die Spieloberfläche ist um einiges farbenfroher, die Bilder der Heldenkarten besitzen nun kleine Animationen. Auch beim Balancing hat man angesetzt. Die bisher viel zu starken Spione geben jetzt nur noch eine neue Karte ins eigene Deck anstatt wie bisher zwei. Dafür darf man vor der Partie nun drei nicht benötigte Karten austauschen, eine mehr als zuvor. Kurzum: Auch das eigentliche Spiel ist nicht einfach eine Eins-zu-eins-Umsetzung, sondern wurde nochmals in vielen Bereichen verbessert.

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Fazit

Trotz der Veränderungen ist Gwint immer noch das Spiel, wie wir es aus «The Witcher 3» kennen. Eine Runde ist bei schnellen Kartenlegern nach angenehmen zehn Minuten vorbei. Dennoch besitzt das Spiel genug Tiefgang, dass auch raffinierte Taktiken zum Einsatz kommen. Dabei helfen auch die Regeländerungen, zumal das Spiel vorher nur eine einzige gewinnbringende Grundstrategie – möglichst viele Spione und Köder – ermöglichte. Bei unserer Anspielpartie war das Duell dann auch relativ ausgeglichen. Ob dies auch so bleibt, zeigt sich spätestens im September während der Beta. Offen bleibt auch noch die Frage, wie nützlich die gegen Echtgeld erhältlichen Zusatzpakete sind. Ein Releasetermin steht noch nicht fest und richtet sich danach, wieviel man nach der Beta noch verändern muss. Erscheinen soll «Gwent – The Witcher Card Game» für PC, PS4 und Xbox One.

Publiziert am 21.06.2016 | Aktualisiert am 21.06.2016
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