Es gibt Dinge, die passen einfach nicht zusammen.
Sex und Schach beispielsweise. Ein niederländischer Spielehersteller wagt nun doch die unheilige Symbiose.Sex passt ungefähr so sehr zu Schach, wie Deathmetal zur katholischen Kirche. Vielleicht war gerade das die Herausforderung, welche die Mannen von «Interstudio» dazu trieb «Lovechess» zu entwickeln.Beim dreidimensionalen Schach stehen sich griechische Gottheiten gegenüber – und zwar grösstenteils so, wie sie sich selber geschaffen haben. Welcher Adonis würde da nicht beim Anblick einer knackigen Nike ins Schwärmen kommen. Und dass Zeus und seine fidelen Konsorten recht triebgesteuert gewesen sein müssen, lässt sich nicht zuletzt am grenzensprengenden Stammbaum ablesen.So kommt es, dass sich die göttlichen Schachfiguren in «Lovechess» mehr säftemässig denn kräftemässig messen und es im Falle eines Duells hemmungslos auf dem Felde treiben. Nach dem Motto «Make love, not war» – hätten sich doch bloss auch die alten Griechen und Trojaner daran gehalten... aber auf Kybele wollte ja niemand hören.Das Spiel «Lovechess» ist als PC-Spiel im Fachhandel erhältlich.