Test: Wipeout 2048 Gleiten mit 500 Sachen

Das schnellste Racing-Game kommt auch auf die PS Vita. In «Wipeout 2048» dürfen wahnsinnige Piloten über drei Saisons hinweg zu waghalsigen und temporeichen Rennen antreten.

  • Publiziert: 22.02.2012, Aktualisiert: 15.05 Uhr
  • Von Martin Steiner

Übersicht
Mit «Wipeout 2048» feiert das wohl schnellste Rennspiel der Wekt eine weitere Ausgabe. Auf der PS Vita dürfen Spieler in den serientypischen Gleitern in halsbrecherisch schnellen Rennen gegeneinander antreten. Doch der Bleifuss alleinereicht nicht zum Sieg. Nur wer auch die zur Verfügung stehenden Waffen wie Raketen und Minen zum richtigen Zeitpunkt einsetzt, kann zum Schluss mit einem Platz auf dem Siegertreppchen rechnen.

[+] Fantastisches Tempogefühl
Wenn die Gleiter mit 500 oder noch mehr Sachen über die Piste brettern, schiesst einem die Umgebung auch auf der kleinen PS Vita in horrendem Tempo entgegen. Dabei fühlt man sich zunächst eher wie ein Passagier als wie ein Pilot, wenn man mit Vollgas auf die nächste Haarnadelkurve zurast. Die Steuerung und das Timing benötigen einiges an Eingewöhnungszeit. Hat man aber mal den Bogen raus, lassen sich die ultraschnellen Vehikel auf dem neuen Handheld sehr präzise navigieren.

[+] Satte Grafik
Bleibt zu hoffen, dass die Welt im tatsächlichen Jahr 2048 nicht so durchgeknallt aussieht wie in «Wipeout». Die gigantischen Städte mit ihren Häuserschluchten bieten aber den perfekten Hintergrund für die Strecken, die als Untergrund mal normalen Asphalt, mal virtuelle Gitternetzlinien zu bieten haben. Dazu zieren riesige Neonröhren und gigantische Werbebildschirme den Streckenrand. Bei einzelnen Events fährt man durch mit Falschfarben und wenigen Linien dargestellten Abschnitte. Die Optik wirkt tatsächlich wie aus der Zukunft und ist äusserst detailliert, auch wenn man während der actionreichen Rennen kaum ein Auge dafür hat.

[+] Motivierende Karriere mit massivem Umfang
Das neue Spiel umfasst die Jahre 2048 bis 2050 und beinhaltet dementsprechend drei Saisons. Die einzelnen Events sind in Sechsecken angezeigt. Erreicht man bei einer Veranstaltung den dritten Platz, werden die benachbarten Hexagone freigeschaltet. Dabei gibt es in der Übersicht viele Abzweigungen, an deren Ende neue Gleiter oder Trophäen für die PS Vita warten.

[+] Verschiedene Rennmodi
Neben normalen Rennen und Zeitfahren gilt es, bei speziellen Veranstaltungen in einer gewissen Zeit möglichst viele gegnerische Fahrzeuge abzuschiessen. Witzig ist auch jener Modus, bei dem das Spiel den Gleiter nach jedem Abschnitt beschleunigt und der Spieler das Vehikel zum Schluss in wahnwitzigem Tempo uüber die Strecke lenken muss, ohne in die nächste Wand zu krachen. Zusammen mit dem nichtlinearen Karriereaufbau bietet das Spiel viel Abwechslung.

[+] Fordernder Schwierigkeitsgrad
Während man als alter «Wipeout»-Hase noch locker durch das erste Jahr flutscht, zieht der Schwierigkeitsgrad im mittleren Teil der Karriere an. Das Spiel wird aber bis zum Schluss nur selten unfair.

[–] Unsägliche Ladezeiten
Neue Hardware, alte Probleme: Auch auf der PS Vita leidet das Spiel unter viel zu langen Ladezeiten. So wartet man schon mal bis zu 40 Sekunden, bevor es beim nächsten Rennen an den Start geht.

Fazit

«Wipeout 2048» erfindet das Rad nicht neu, bietet aber mit der neuen Hardware einen optisch opulenten Temporausch. Die Kampagne bietet einiges an Abwechslung, und die freischaltbaren Gleiter bieten genug Motivation, um weiterzuspielen. Trotzdem hätten wir uns gegenüber den PSP- und PS3-Ausgaben den einen oder anderen neuen Modus gewünscht. Geschwindigkeitssüchtige kommen aber auch so auf ihre Kosten.

Wertung: 8 von 10 verfehlten Haarnadelkurven

Wipeout 2048, für PS Vita, ab 7 Jahren

Wie ist «Wipeout 2048»?»

Top 3

1 Vorschau 12 Dust 514bullet
2 Sorcery Die Helden der Zauberorgiebullet
3 Sorcery Zaubern mit Movebullet

Games