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Übersicht
Die Welt von Amalur leidet unter einem uralten Krieg, welche die sterblichen Menschen und Elfen gegen die übermächtig scheinenden Tuatha Deohn führen. Diese unsterblichen Wesen wollen die Welt für sich beanspruchen und sind im Kampf kaum zu besiegen. Allerdings besteht Hoffnung für die Sterblichen. Denn auch hier ist ein Held von den Toten zurückgekehrt. Und dieser hat das Potenzial, wie Welt zu verändern.
Gameplay
Der Tod ist erst der Anfang: Dies gilt speziell für «Kingdoms of Amalur – Reckoning». Nachdem der Held zu Beginn in einem Berg von Leichen wieder erwacht, geht es zur Charaktergenerierung. Hier hat man die Wahl zwischen je zwei Menschen- und Elfenvölkern, die jeweils verschiedene Vorteile beinhalten. Ansonsten wird der Charakter aber innerhalb des Spiels weiterentwickelt. Aus drei Bäumen lassen sich verschiedene Talente aussuchen, die den Helden weiter in Richtung Krieger, Schurke oder Magier oder in eine Mischklasse entwickeln. Mit weiteren Talenten wie Alchemie, Edelsteine schleifen oder verbesserten Gesprächsoptionen bekommt der Charakter eine weitere individuelle Note.
Die Kämpfe sind actionlastig wobei sich hier gleichzeitig Schwert, Dolch, Pfeil und Bogen oder ein Zauberspruch zum Einsatz bringen lassen, ohne gross im Inventar rumfummeln zu müssen. So kann auf einen Fernkampfzauber nahtlos ein Pfeilhagel folgen, bevor man den Gegner mit dem Zweihänder eins über die Rübe zieht. Bei erledigten Gegnern lassen sich neue Waffen oder Rüstungen finden, die mit der Zeit immer bessere Boni geben. Während dem Kampf füllt sich zudem eine Anzeige, mit der man – sobald sie gefüllt ist – seine Gegner in Zeitlupe erledigen kann. Falls man sich dabei bis zum letzten Feind durchstechen kann, gibt es als Belohnung ein spektakuläres Abschlussmanöver und die doppelte Anzahl an Erfahrungspunkten.
Erzählt wird die Geschichte mit vielen Gesprächen. Dabei bleibt der Held stumm. Stattdessen kann er sein Gegenüber nach der Meinung von oft bis zu zehn Stichworten befragen. Die missionsrelevanten Gesprächsoptionen sind dabei speziell markiert. So passierte es uns in den ersten Stunden nie, dass eine neue Aufgabe aus einem zufällig nachgefragten Stichwort entstand. Wenn es so bleibt, sind die Stichworte neben den storyrelevanten Optionen reines Beigemüse. Bei diesem gibt es zwar viel zur Welt von «Kingdoms of Amalur – Reckoning» zu erfahren, einen Einfluss auf den weiteren Verlauf des Games ist aber nicht zu erkennen.
Grafisch erinnert das Spiel ein wenig an «Fable», wobei der märchenhafte Look durchaus gut umgesetzt wurde. So sind weder die Monster noch die Umgebung besonders detailreich, dafür überzeugen aber die Animationen während den Kämpfen gegen die vielen menschlichen und monsterartigen Gegner.
Nein, ein zweites «Skyrim» wird «Kingdoms of Amalur – Reckoning» nicht. Dafür fehlt dem Spiel bereits in den ersten Stunden der epische Ansatz. Dafür kann das Spiel mit anderen Qualitäten punkten. Selten liessen sich bei den Kämpfen verschiedene Waffenarten so elegant zum Einsatz bringen. Zudem wirkt die Welt ähnlich märchenhaft wie Albion in «Fable» und dank des hervorragenden Charaktersystems und den umfangreichen Gesprächen kommt auch die Komplexität und die Individualisierung des eigenen Helden nicht zu kurz. Bleibt abzuwarten, ob das Spiel auch über die ersten Stunden hinweg motivieren kann. Erscheinen soll das Action-Rollenspiel am 9. Februar für PC, PS3 und Xbox 360.