«Deus Ex – Mankind Divided» im Test Adam Jensen als Doppelagent in Prag im Einsatz

Zwar sind der Anfang und das Ende in «Deus Ex – Mankind Divided» eher enttäuschend. Trotzdem hat uns das Agenten-Spiel bestens unterhaltet. Warum, erklärt unser Test.

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Übersicht

Nach einem Einsatz in Dubai kehrt Agent Adam Jensen nach Prag zurück. Dort soll er als Doppelagent eine Organisation namens Task Force 29 infiltrieren. Seine Auftraggeber, die Juggernauts, befrüchten, dass es sich nur um eine vorgetäuschte Anti-Terror-Einheit handelt, die nach der Pfeife einer düsteren Vereinigung mit dem klingenden Titel Illuminati tanzt. Doch gerade als Adam in Prag ankommt, geht im Bahnhof eine Bombe hoch – was die Situation noch komplizierter macht, als sie bereits ist.

Gameplay: So spielt sich «Deux Ex – Mankind Divided»

Das hat uns gefallen

Prag als offene Welt und Hauptumgebung des Spiels ist zwar nicht riesig gross, dafür aber umso detaillierter ausgestaltet. So gibt es an allen Ecken und Enden etwas zu finden, seien es hackbare Computer, Händler, Waffen und Munition oder sonstige Gegenstände, die den Weg in Adams Inventar finden. So lassen sich in Wohnungen meist unzählige Schränke oder Kisten durchsuchen. Ganz zu schweigen von den Geheimnissen, die es in der Kanalisation zu entdecken gibt. So entsteht der Eindruck einer stimmigen und mit vielen Inhalten gefüllten Welt.

Deux Ex – Mankind Divided im Test: Gameplay des Agenten-Thrillers play

 

Dazu tragen auch die zwölf von der Hauptstory losgelösten Nebenmissionen bei. Zwar ist die Anzahl auch hier nicht besonders hoch, dafür erzählen viele von ihnen eine hervorragende Geschichte. Egal ob es einen durchgeknallten Kult auszuheben, den Nachschub einer Designerdroge zu unterbinden oder gefälschte Ausweispapiere zu beschaffen gilt: Die Aufträge machen Spass und liefern wichtige Erfahrungspunkte, mit denen man neue Fertigkeiten freischaltet.

Apropos Fertigkeiten: Von denen gibt es im Vergleich zum Vorgänger einige neue. Diese sogenannten geheimen Augmentationen lassen sich zunächst nur freischalten, wenn man eine andere sperrt, die dann über einen Teil des Spiels nicht nutzbar ist. Dies hat allerdings keinen grossen Einfluss. Zum einen wird der Nachteil im Verlauf des Spiel aufgehoben, zum anderen ist unter den neuen Fähigkeiten mit dem «Fernbedienungs-Hacken» nur eine dabei, die zum Agenten-Pflichtprogramm gehört. Ansonsten dürften sich viele Spieler an die Möglichkeiten des letzten Spiels halten. Wie zum Beispiel einige Schritte unsichtbar zurückzulegen. Oder sich verbesserte Hacking-Möglichkeiten anzueignen und den Sichtbereich der Feinde auf der Minikarte anzeigen zu lassen.

Deux Ex – Mankind Divided im Test: Gameplay des Agenten-Thrillers play

 

Spielerisch überzeugt das Spiel. Adam hat oft die Wahl, ob er seine Gegner umschleicht, sie nach und nach mit einer Betäubungspistole schlafen legt oder ob er wild um sich ballernd auf Actionheld macht. Für die letzte Methode dürfte aber auf Dauer die Munition knapp werden. Und so ist es die lohnendste Methode, so lange es geht zu schleichen und erst, wenn Adam entdeckt wird, zu den schweren Waffen zu greifen. Das Spiel ist aber so ausgelegt, dass man es auch komplett durchspielen kann, ohne einen Alarm auszulösen und ohne einen Gegner zu töten. Sogar beim Endgegner gibt es eine unblutige Art.

Das hat uns genervt

Spielerisch hat das Game mit der linearen Dubai-Mission einen sehr schwachen Auftakt. Und erzählerisch enttäuscht das Ende, das eigentlich mitten in der Geschichte erfolgt und mehr Frage offen lässt, als es aufklärt. Wer für ein Spiel auch einen befriedigenden Schluss benötigt, dürfte hier mehr als enttäuscht werden. Allgemein fällt die Hauptstory im Vergleich zum Vorgänger etwas ab.

Deux Ex – Mankind Divided im Test: Gameplay des Agenten-Thrillers play

 

Das Hacking-Minigame zum Öffnen von Saves oder Türen erscheint zunächst relativ komplex. Allerdings hat man nach rund fünf Versuchen den Kniff raus und die nächsten geschätzt 495 Hacking-Vorgänge verkommen zu einer reinen Pflichtübung. Hier hätte man sich ruhig etwas Unterhaltsameres einfallen lassen können.

Fazit

Auch wenn die Story nicht mehr so packend ist, überzeugt «Deus Ex – Mankind Divided» mit seiner interaktiven Welt und dem ständigen Freischalten neuer Fertigkeiten, was durchaus zu motivieren vermag. Kommt dazu, dass auch die Grafik, besonders bei den Gesichtsanimationen, äusserst gelungen ist. Allerdings hätten wir uns einen befriedigenden Schluss gewünscht. Denn der aktuelle riecht stark danach, als ob man die Geschichte noch in künftigen zu bezahlenden Zusatzinhalten oder in einem Nachfolger zu Ende erzählen will.

Wertung von «Deux Ex – Mankind Divided»

8 von 10 Agenten, die Agenten ausspionieren

Publiziert am 26.09.2016 | Aktualisiert am 02.10.2016
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