«Civilization 6» angespielt Hier kommen Strategen auf ihre Kosten

Der erste Eindruck mag aufgrund der etwas comic-haften Grafik täuschen: «Civilization 6» übertrifft seine Vorgänger in Sachen Komplexität. Wir konnten mit einer fast fertigen Version eine komplette Partie durchspielen.

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«Civilization 6» vorbestellen

«Civilization 6» für PC bei Digitec vorbestellen (59 Franken)

Das ist «Civilization 6»

Seit dem ersten «Civilization» aus dem Jahr 1991 ist die Rundenstrategie-Reihe bei vielen Gamern nicht mehr vom PC wegzudenken. So hat sich zum Beispiel die letzte Ausgabe «Civilization 5» aus dem Jahr 2010 weltweit satte acht Millionen Mal verkauft. Sechs Jahre später steht uns nun die nächste Version des Völkerwettstreits bevor. Und dieser hat es in sich. Denn auch bei dieser Ausgabe muss man seine strategische Ausrichtung wieder komplett anpassen.

Civilization 6 angespielt: Strategiespiel auf hohem Niveau play

 

Gameplay: So spielt sich «Civilization 6»

Das Grundziel ist immer noch das Gleiche: Mit einer einzelnen Siedlereinheit gründet man in den ersten Runden eine Stadt, die sich im Verlauf von maximal 500 Zügen – zumindest im Standardtempo – zu einem Weltreich entwickelt. Die vom Computer gesteuerten Konkurrenten versuchen natürlich das Gleiche, was im Verlauf des Spiels zu handfestem Knatsch bis hin zum Krieg führen kann. Dabei kann man neben der Welteroberung auch einen religiösen, einen kulturellen und einen wissenschaftlichen Sieg erringen. Gelingt dies nach 500 Runden keiner der bis zu zehn Zivilisationen, gewinnt die mit der höchsten Punktzahl.

Der Weg zum Endspiel hat sich dabei ziemlich radikal verändert. So muss man nun verschiedene Distrikte rund um die eigentliche Stadt anlegen, wobei die meisten Gebäude dann nur in diesen gebaut werden können. Während im Forschungs-Distrikt zum Beispiel die Universität zu stehen kommt, liegen Kirchen und Kathedralen künftig im Religions-Viertel und viele militärische Einheiten lassen sich nur mit einer Kaserne bauen. Dabei basiert die Anzahl der möglichen Distrikte auf der Bevölkerung der entsprechenden Stadt.

Civilization 6 angespielt: Strategiespiel auf hohem Niveau play

 

Die Planung spielt ebenfalls eine wichtige Rolle: So erhalten verschiedene Viertel einen Bonus, je nach der Art der Felder in der Umgebung. Und gewisse Weltwunder lassen sich nur bauen, wenn sie zum Beispiel einen Forschungsdistrikt und einen Fluss gleichzeitig als Umgebungsfelder besitzen. Hier lässt sich dann wohl erst nach einigen Partien das Optimum aus den eigenen Städten herausholen. Zuletzt haben die Distrikte auch im Krieg einen wichtigen Einfluss. So können diese von feindlichen Einheiten geschliffen werden und bedürfen nachher einer Reparatur, bevor die Viertel und die darin stehenden Gebäude wieder funktionsfähig sind.

Ebenfalls neu sind technologische und gesellschaftliche Errungenschaften in zwei verschiedenen Bäumen zu finden. So benötigt man nun zum Beispiel viele Kulturpunkte, um fortgeschrittenere Regierungsformen wie die Demokratie zu entwickeln. Dazugekommen sind in beiden Bäumen die sogenannten Heureka-Momente. Erfüllt man gewisse Voraussetzungen wie den Bau einer Hafenstadt, lassen sich Technologien wie der Schiffsbau in der halben Zahl der Runden entwickeln.

Civilization 6 angespielt: Strategiespiel auf hohem Niveau play

 

Apropos Regierungsformen: Jede der neun verschiedenen Arten schaltet neben Boni auch verschiedene Plätze frei, in die sich viele weitere Vorteile einsetzen lassen. So lohnt es sich zum Beispiel, in der Expansionsphase zu Beginn neue Siedler mit nur 50 Prozent der benötigten Ressourcen zu erstellen. Im späteren Verlauf des Spiels hingegen ist es eher von Vorteil, mit einer kleinen Menge an Geld die Zufriedenheit in den Städten zu erhöhen.

Eine neue Bedeutung erhalten auch die Stadtstaaten. In diese lassen sich nun Gesandte schicken, die man mittels auf der Regierungsform basierenden Einflusspunkten erhält. Mit einem, drei und sechs Gesandten gibt es in jedem Stadtstaat einen Bonus. Den grössten Vorteil gibt es allerdings nur, wenn man mehr Gesandte vor Ort hat als die komplette Konkurrenz. Da man die Stadtstaaten auch erobern oder zerstören kann, kann man so einem Gegner auch indirekt einen empfindlichen Schlag versetzen, wenn er zum Beispiel besonders viele und nun wertlose Gesandte dorthin geschickt hat.

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Fazit und Releasedate von «Civilization 6» für PC

Bei all den ineinandergreifenden Spielmechanismen könnte man zu «Civilization 6» locker eine 100-seitige Arbeit verfassen. So lassen sich zusätzlich grosse Persönlichkeiten rekrutieren. Oder man kann mit Kunstwerken den Tourismus ankurbeln, mal ganz abgesehen von den vielen religiösen und diplomatischen Möglichkeiten im Spiel. Sogar die Archäologie spielt nun eine wichtige Rolle.

Allgemein lässt sich aber sagen, dass sich sowohl die anfängliche Expansion durch Siedler als auch das Führen eines Kriegs sich nicht mehr ganz so nachteilig auswirken wie im Vorgänger. Auf jeden Fall bietet «Civilization 6» bereits in der Grundversion extrem viele Möglichkeiten, sein Volk aufzubauen und den anderen Zivilisationen ans Bein zu pinkeln. So freuen wir uns auf den Release, wenn wir das fertige Spiel auch auf einem etwas höheren Schwierigkeitsgrad als den in der Demoversion vorgegebenen in Angriff nehmen können. Erscheinen soll «Civilization 6» ab 21. Oktober 2016 für den PC.

Publiziert am 04.10.2016 | Aktualisiert am 04.10.2016
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