«Civilization 6» angespielt Forscher sollten sich mit Genf verbünden

Nachdem wir an der E3 bereits einen kurzen Ausschnitt des Strategie-Titels «Civilization 6» anschauen konnten, nutzen wir nun die Gelegenheit, das Game bei einer Präsentation in München anzuspielen. Leider kamen wir während den knapp drei Stunden nicht so weit, wie wir eigentlich geplant hatten.

Trailer zu «Civilization 6»

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«Civilization 6» vorbestellen

«Civilization 6» für PC bei Digitec vorbestellen (68 Franken)

Übersicht

Eigentlich hätten wir während unserer Anspielsession satte 150 Züge von «Civilization 6» spielen können. Allerdings kamen wir während der rund 170 Minuten nur auf deren 80. Dies liegt vor allem daran, dass es so viele neue Mechaniken im Spiel gibt, dass jede Entscheidung gut abgewogen sein will. Alleine schon bei der Auswahl der eigenen Zivilisation hat man die Qual der Wahl zwischen 18 verschiedenen Optionen. Und auch sonst hat sich seit dem fünften Teil einiges verändert.

Screenshots zu «Civilization 6»

 

Gameplay

Zu Beginn des Spiels entscheiden wir uns für die Franzosen unter Catherine de Medici, die im 16. Jahrhundert über unser westliches Nachbarland herrschte. Jede Zivilisation hat ihre eigenen Vorteile. So verfügen die Franzosen exklusiv über die Imperiale Garde, die stärker im Kampf ist, wenn sie auf dem Kontinent der Hauptstadt zum Einsatz kommt. Im Vergleich dazu erhalten die Japaner die Samurai, die nicht an Kampfkraft einbüssen, wenn sie zuvor Treffer einkassieren. Auch einzelne Wunder können nun nur von einem Volk erbaut werden. Die Grosse Mauer steht nur den Chinesen zur Verfügung, während nur die Ägypter die Sphinx aus dem Boden stampfen können.

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Grosse Veränderungen erfährt auch die Forschung. So sind die Fortschritte nun in einen Technologie- und in einen Gesellschaft-Baum unterteilt. Während im ersten klassische wissenschaftliche Fortschritte wie Schreiben, Astrologie oder Segeln zuhause sind, dürfen im zweiten soziale Errungenschaften wie das Gesetzbuch, Aussenhandel oder verschiedene Staatsformen wie die Autokratie, die Monarchie oder die klassische Republik entwickelt werden. Für beide Bäume gilt: Erfüllt man gewisse Voraussetzungen, lässt sich die Entwicklungszeit halbieren. Beim Segeln passiert der sogenannte «Heureka»-Moment, indem man eine Küstenstadt gründet, beim Schreiben hilft das Treffen auf eine andere Zivilisation, bei der Bewässerung sollte man bereits ein Feld mit einer Farm aufgewertet haben.

Wichtiger werden die insgesamt 24 Stadtstaaten. Bereits während der ersten Züge treffen wir auf Brüssel und Genf. Wenn man Diplomaten in die entsprechende Stadt entsendet, gibt es verschiedene Belohnungen. Im Falle von Genf sind es zum Beispiel Boni für die Forschung – und zwar sowohl für die Hauptstadt als später auch für jeden Universitätsdistrikt. Hat man zusätzlich mehr Diplomaten geschickt als die Konkurrenz-Zivilisationen, gibt es nochmals einen massiven prozentualen Forschungsbonus – allerdings nur, wenn man keinen Krieg führt. Diese Mechanik kann später im Spiel zu massiven diplomatischen Kämpfen um einzelne Städte führen. Andere Stadtstaaten verfügen über andere Boni. So ist zum Beispiel Sansibar die einzige Quelle für das Luxusgut Zimt.

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Komplett neu ist der Städtebau: Zwar gibt es immer noch ein Hauptfeld. Darum herum muss man aber Distrikte anordnen, die dann einzelne Gebäude freischalten. So darf man zum Beispiel Bildungseinrichtungen nun im Universitätsdistrikt errichten. Gleiches gilt zum Beispiel für Kirchen und Kathedralen im Religionsdistrikt. Dabei lohnt es sich, die Städte neben Naturwundern wie dem Kilimandscharo zu gründen, da man für sämtliche umliegenden Felder zum Beispiel einen Bonus auf Nahrungsmittel erhält, wodurch die Stadt viel schneller wächst als andernorts. Natürlich können auch Arbeiter die einzelnen Felder wieder mit Bewässerungen, Strassen und Minen aufwerten. Allerdings kann man die Arbeiter nur noch drei Mal zum Einsatz bringen, bevor sie ihren Dienst aufgeben.

Fazit

Über die Neuerungen von «Civilization 6» könnte man eine halbe Doktorarbeit schreiben. Im Gegensatz zum Vorgänger ist es dank Regeländerungen zum Beispiel nun wieder eher möglich, gleich zu Beginn mehrere Städte zu gründen, ohne massive Nachteile in Kauf nehmen zu müssen. Auch die künstliche Intelligenz der anderen Völker funktioniert nun anders und ist viel zielgerichteter als in früheren Ausgaben. Kurzum: In «Civilization 6» sind die Veränderungen wohl noch einschneidender als im Vorgäger – und der bot immerhin den Wechsel von Quadraten zu Sechsecken als Welteneinteilung. Ob alle Neuerungen zum Schluss perfekt ineinandergreifen, wie es zu Beginn den Eindruck macht, erfahren wir am 21. Oktober 2016, wenn das Spiel für PC erscheint.

Publiziert am 03.08.2016 | Aktualisiert am 03.08.2016
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