«Call of Cthulhu» in der Vorschau Privatdetektiv verfällt dem Wahnsinn

Basierend auf den Büchern von H.P. Lovecraft und dem dazu passenden «Pen and Paper»-Rollenspiel erscheint nun ein Game rund um die düstere Horrorwelt. Wir habens in einer sehr frühen Version in Paris mit den Entwicklern angeschaut.

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Übersicht

Im Jahr 1928 veröffentlichte der Schriftsteller H.P. Lovecraft mit «Call of Cthulu» seine erste Horrorgeschichte rund um einen mysteriösen Kult. Allerdings stiess das Werk zu seinen Lebzeiten nur auf wenig Resonanz. So starb Lovecraft im Jahr 1937 völlig verarmt an Darmkrebs. Erst posthum stieg er zu einem der einflussreichsten Horrorschriftstellern auf. Auf seinen Werken basiert auch das «Pen and Paper»-Rollenspiel «Call of Cthulhu», das neben den zahllosen Fantasy-Szenarien wie «Dungeons & Dragons» oder «Das schwarze Auge» eine Sonderstellung einnimmt. Das französischen Entwicklerstudio Cyanide – bekannt vor allem für «Blood Bowl» und verschiedene «Tour de France»-Spiele – arbeitet nun an einer PC-Umsetzung des Stoffes. Wir konnten eine sehr frühe Version des für 2017 geplanten Games anschauen.

Protagonist des Spiels ist Edward Pierce, der als Angestellter der Detektei Pinkerton in der Umgebung von Boston Fälle löst. Ein reicher Klient beauftragt ihn, die Umstände des Todes seiner Tochter Miriam Hallows zu untersuchen. Oberflächlich scheint sie an einem tragischen Unfall gestorben zu sein. Jedoch beschuldigt der Auftraggeber die Polizei, Beweise gefälscht und die echten Umstände vertuscht zu haben. Die Untersuchungen führen den Detektiv auf die Insel Darkwater Island, wo unglaubliche und äusserst beängstigende Dinge passieren.

Screenshots zu «Call of Cthulhu»

 

Gameplay

Vom Spiel selbst gab es während einer Präsentation leider noch nicht viel zu sehen, bei dem frühen Stadium auch verständlich. Dafür waren die Entwickler umso gesprächsfreudiger. So ist «Call of Cthulhu» ganz klar ein Rollenspiel, das viele Elemente aus der «Pen and Paper»-Vorlage übernimmt. Edward kämpft im Laufe des Abenteuers zum Beispiel mit seiner geistigen Stabilität. Heisst: Je mehr fürchterliche Dinge der Privatdetektiv erfährt oder zu sehen bekommt, desto wahnsinniger wird er. Zwar kann sich Eduard zwischen den Missionen teilweise von den psychischen Strapazen erholen. Trotzdem soll das Game im späteren Verlauf immer surrealer werden, um die geistige Umnachtung des Protagonisten zu simulieren.

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Um Informationen zu beschaffen, kann Edward auch Kollegen einsetzen, die verschiedene Fertigkeiten besitzen. Dabei sollte man beachten, dass jeder Charakter eine zu ihm passende Mission erledigt. Einen Professer damit zu beauftragen, einen Schlüssel zu klauen, ist zum Beispiel eine schlechte Idee. Allerdings ist das Game so offen, dass besagter Professer zwar nicht mit dem Schlüssel, aber vielleicht mit zusätzlichen Informationen zurückkehrt. Und sollte eine Person während ihres Einsatzes verloren gehen, kann dies zu einer zusätzlichen Nebenmission führen.

Einen wichtigen Teil spielt die Befragung von Zeugen und Informanten. Dabei gilt: Je härter der Detektiv mit ihnen umspringt, desto mehr Infos erhält er. Übertreibt es Eduard allerdings bei seinen Verhören, können sich die Personen gegen ihn wenden und später als seine Gegner auftreten. Für die Kämpfe gilt: Entdecken die Feinde – Menschen und Monster –  Eduard zuerst, hat er eigentlich bereits verloren. Besser ist es, sich an die Gegner anzuschleichen oder die Kämpfe gleich komplett zu umgehen.

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Fazit

Zwar mag es enttäuschen, dass man in «Call of Cthulhu» keine eigene Figur kreieren kann. Trotzdem kann das Game bereits jetzt viele Pluspunkte verbuchen. So hat uns das ins Game integrierte Konzept der geistigen Stabilität und die Möglichkeit, Kämpfe grösstenteils zu vermeiden gefallen. Auch für eine tolle Story dürfte gesorgt sein, stammt diese doch aus der Feder von Mark Morrison, der bereits Teile für die umfangereiche «Pen and Paper»-Kampagne «Horror im Orient-Express» geschrieben hat. Ob allerdings die geplanten 10 bis 15 Stunden Umfang reichen, um ein episches Abenteuer zu entfalten, muss sich erst noch zeigen. Erscheinen soll «Call of Cthulu» im Jahr 2017 für PC, PS4 und Xbox One.

Publiziert am 14.03.2016 | Aktualisiert am 14.03.2016
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