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Übersicht
Auf Wunsch seines Kumpels Jason Dante begibt sich Nathan Drake nach Mittelamerika, um dort archäologische Funde zu beurteilen. Mit von der Partie ist auch Marisa Chase, deren Vater die Forschung leitete, bevor er verschwand. Doch die drei Glücksritter bewegen sich auf dünnem Eis. Möchtegern-General und Drogenhändler Roberto Guerro möchte sich ebenfalls an den historischen Funden bereichern. Dabei schrecken er und seine Privatarmee vor nichts zurück.
[+] Sensationelle Grafik
Bereits beim umfangreichen Tutorial fällt die grandiose Optik auf. Der dichte Dschungel ist bis ins kleinste Detail ausgestaltet und beispielsweise auch bei Nacht perfekt ausgeleuchtet. Die Charakteranimationen der Figuren wirken flüssig und in den Gesichtern ist jede kleine Gefühlsregung abzulesen. «Uncharted – Golden Abyss» ist so nicht nur der bestaussehende Starttitel der PS Vita, sondern wohl auch das schönste Spiel für eine portable Plattform überhaupt.
[+] Gelungene Steuerung
Das Game benutzt viele der neuen Steuerungsmöglichkeiten der PS Vita. Dies kommt besonders den Schiessereien zu Gute. So kann man mittels Bewegen des Handhelds Feinde ins Visier nehmen. Dies funktioniert so gut, dass man mit den Analogsticks meist nur die ungefähre Richtung angibt, und danach mittels Bewegen des Geräts auf den Gegner und bei genügend Zeit auf den Kopf zielt. Bei den Kletterpartien besteht zudem die Möglichkeit, die von Nathan zu absolvierende Route mittels Ziehen einer Linie auf dem Touchscreen vorzugeben. Verschiedene Aktionen mit dem Touch-Pad auf der Rückseite des Geräts sind hingegen weniger präzis. Glücklicherweise kommt man bei den meisten Aktionen auch mit der konventionellen Tastensteuerung weiter.
[+] Satter Umfang
Die ganze Geschichte umfasst 32 Kapitel, die mal in fünf Minuten absolviert sind, mal auch eine halbe Stunde dauern können. Wer hauptsächlich der Story folgt, kommt auf rund neun Stunden Spielzeit. Wer sich auf die unzähligen zu findenden Items konzentriert, kann locker die doppelte Zeit mit dem Action-Abenteuer verbringen.
[+] Viele Betätigungsmöglichkeiten
Neben der Hauptgeschichte gibt es im mittelamerikanischen Dschungel unzählige Dinge zu finden. So liegen zum Beispiel je 40 Türkis- und Jade-Steine in der Gegend herum. Mittels fotografieren bestimmter Sujets, dem Abpausen von Steinreliefs, dem Reinigen von Gegenständen oder dem Zusammensetzen von Puzzles kann Nathan elf sogenannten Mysterien nachgehen. Mit den vielen Gegenständen fühlt man sich tatsächlich ab und zu wie ein Schatzsucher. Wer sich hingegen voll auf die Action konzentrieren will, kann auch dies tun. Die Belohnung für die gefundenen Items besteht einzig aus PS-Vita-Trophäen.
[–] Überladene Geschichte
Mit den vielen Handlungssträngen und dem komplizierten geschichtlichen Hintergrund wirkt die erzählte Geschichte völlig überladen. Dies zeigt sich bereits daran, dass verschiedene Fachsimpeleien zwischen Nathan und Marisa auch mal zehn Minuten dauern können. Hier hätte eine gewisse Straffung dem Spiel durchaus gut getan.
[–] Kein Multiplayer-Modus
Wer in Nathans neuem Spiel ähnliche Multiplayer-Action erwartet wie in den PS3-Ausgaben, dürfte enttäuscht sein. Ein Mehrspieler-Modus existiert nicht.
Mit «Uncharted – Golden Abyss»
feiert die Abenteuer-Reihe auf der PS Vita mit einer eher auf Action
ausgelegten Episode einen gelungenen Einstand. Technisch braucht das
Game auch den Vergleich zu den PS3-Games nicht zu scheuen. Eine
kompaktere Geschichte und ein Mehrspieler-Modus hätten das Spiel
locker in den Handheld-Olymp gehievt. Aber auch so ist Nathans
jüngster Einsatz der beste Starttitel für die PS Vita.
Wertung: 9 von 10 ausgegrabenen
Onyx-Steinen
Uncharted – Golden Abyss, für PS
Vita, ab 16 Jahren