«Battlefield 1» angespielt So wirkt sich das Wetter auf den Shooter aus

Während es zeitweise Zweit-Weltkriegs-Shooter wie Sand am Meer gab, diente der Erste Weltkrieg bisher kaum als Vorlage für eine Game-Umsetzung. Nun haben sich die schwedischen Entwickler von Dice hinter das Thema geklemmt. Wir konnten den Multiplayer-Modus von «Battlefield 1» an der E3 anspielen und dabei auch einen Zeppelin durch die Lüfte steuern.

Trailer zu «Battlefield 1»

Aktuell auf Blick.ch

Top 3

1 Nintendos neue Konsole 14 Fragen und Antworten zur Switch
2 Nintendo Switch ab 3. März 2017 «Zelda» zum Start, «Mario» im Herbst
3 Vorschau 17: Torment – Tides of Numenera Das perfekte Spiel für...

Games

Immer informiert - Abonnieren Sie den Blick-Newsletter!
Bitte geben Sie eine gültige E-Mail-Adresse ein.
Schön, dass wir Ihnen unsere BLICK News des Tages senden dürfen. Möchten Sie zusätzlich den BLICK Sport Newsletter erhalten?
teilen
teilen
2 shares
Fehler
Melden

Übersicht

Bereits einige Wochen vor der E3 gab EA bekannt, dass man an einem neuen «Battlefield» arbeitet. Die Überraschung war vor allem das Szenario. Nach vielen Shootern in aktuellen und Zukunfts-Szenarien geht «Battlefield 1» wieder weit zurück in der Zeit. Das Szenario ist der Erste Weltkrieg, der hier historisch wenig akkurat, dafür umso spektakulärer in Szene gesetzt wird. Die Erfolgsformel der Reihe bleibt über weite Strecken unangetastet. So hat man wieder die Auswahl zwischen unzähligen Waffen sowie Fahr- und Flugzeugen. Das bisherige Highlight des Spiels ist aber der Zeppelin, dem in den 64-Spieler-Schlachten eine spezielle Bedeutung zukommt.

Screenshots zu «Battlefield 1»

 

Gameplay

An der E3 konnten wir bei Microsoft eine Runde des Shooters spielen. Hier standen sich zwar nur je 20 Spieler gegenüber, was die Karte in einem ländlichen Dorf etwas leer wirken liess. Trotzdem bekamen wir von den Neuerungen einen guten Eindruck. So spielt diesmal zum Beispiel das Wetter eine wichtige Rolle. So kann eine Partie bei Sonnenschein beginnen und danach bei Regen oder im Nebel enden. Dies hat vor allem Auswirkungen auf die Scharfschützen. Besonders im Nebel können sie ihre Gewehre wegpacken und müssen zum Sturmgewehr greifen. Aber auch aus der Luft mit Flugzeugen und Bombern lassen sich Ziele nur noch auf gut Glück attackieren. So lohnt es sich, auch während der Schlacht die Strategie und vielleicht auch die Klasse – Assault, Medic, Scout und Support sind dabei – zu wechseln.

Die spektakulärste Neuerung ist aber das Luftschiff. Dieses kommt rund fünf Minuten vor dem Ende einer Runde des «Conquer»-Modus zum Einsatz. Und zwar auf der Seite des bisher unterlegenen Teams, damit dieses eventuell nochmals Boden gutmachen kann. Glücklicherweise waren beim Anspielen alle schlechten Spieler in unserem Team vereint, so dass wir tatsächlich das Luftschiff über das Schlachtfeld pilotieren durften. Dabei handelt es sich wohl um den gemächlichsten Job des ganzen Spiels. So gibt es nicht viel mehr zu tun, als das Riesending über einen der vom Gegner besetzten Orte zu lenken. Da es aber für jeden Abschuss der Mitspieler aus dem Luftschiff auch für den Steuermann Punkte gibt, waren wir zum Schluss der Runde trotz miesem Kill-/Death-Verhältnis im ersten Viertel der Rangliste platziert.

play

 

Natürlich kann auch der Gegner den Zeppelin attackieren, und so ist es nur eine Frage der Zeit, bis das Fluggerät in Flammen aufgeht und abstürzt. Dies sieht nicht nur spektakulär aus, sondern hat auch Einfluss aufs Gameplay. Das Luftschiff begräbt alles unter sich und bringt zum Beispiel auch Häuser zum Einsturz. Als Spieler sollte man darauf achten, dass einem der Himmelsgigant nicht direkt auf den Kopf fällt. Zudem kann sich das Schlachtfeld ziemlich stark verändern. Wo vorher Häuser und damit Deckungsmöglichkeiten vorhanden waren, sind auf einmal nur noch Luftschiff-Überreste zu finden. Der Absturzort ist dabei nicht vom Spiel festgelegt, sondern richtet sich einzig danach, wo das Luftschiff am Himmel in Feuer aufgeht.

Das Infanterie-Gameplay erinnert stark an frühere Ausgaben, wobei die Waffen allgemein etwas weniger präzise wirken als sonst. Dies hat auch damit zu tun, dass sich zum Beispiel die Schussbahn der Projektile aus einem Scharfschützengewehr realistisch eine leichte Krümmung beschreibt. In den Panzern und Flugzeugen fühlt sich das Game etwa gleich an wie in älteren Spielen – nur dass hier natürlich auch das Wetter Einfluss darauf hat, ob es sich überhaupt lohnt, in die Luft abzuheben.

play

 

Fazit

Vor allem optisch sieht «Battlefield 1» grandios aus, was auch am weiter verbesserten Zerstörungssystem liegt, das noch umfangreicher ausfällt als im erst im letzten Herbst veröffentlichten «Star Wars – Battlefront» der gleichen Entwickler. Zudem haben die Wettereffekte einen massiven Einfluss auf die Taktik. Der Zeppelin ist zwar ein nettes und äusserst spektakuläres Gimmick. Allerdings kommt das Luftschiff in der angespielten Version zu spät zum Einsatz, als dass es noch gross Einfluss auf das Ergebnis hätte. Gespannt sind wir auf die Single-Player-Kampagne, die in früheren «Battlefield»-Spielen – falls überhaupt vorhanden – jeweils relativ mies ausgefallen ist. Erscheinen soll «Battlefield 1» am 21. Oktober 2016 für PC, PS4 und Xbox One.

Leak

Seit einigen Tagen läuft der Closed-Alpha-Test zu «Battlefield 1». So war es nur eine Frage der Zeit, bis die ersten Spieler entgegen des mit EA eingegangenen Vertrags weitere Informationen zum Spiel auf Reddit veröffentlichten. So soll die Einzelspieler-Kampagne aus sieben Episoden mit insgesamt 20 Kapiteln bestehen. Zudem sind im Spiel momentan 35 verschiedene Feuerwaffen vorhanden. Hier denken wir allerdings kaum, dass dies bereits die endgültige Anzahl ist. Für Multiplayer-Anhänger stehen zehn verschiedene Karten zur Auswahl. Den ganzen Leak gibt es hier auf Reddit. Die Angaben sind aber nicht offiziell und deshalb mit Vorsicht zu geniessen.

«Battlefield 1» vorbestellen

«Battlefield 1» für PC bei Digitec vorbestellen (64 Franken)
«Battlefield 1» für PS4 bei Digitec vorbestellen (74 Franken)
«Battlefield 1» für Xbox One bei Digitec vorbestellen (74 Franken)

Publiziert am 04.07.2016 | Aktualisiert am 06.07.2016
teilen
teilen
2 shares
Fehler
Melden