«Assassin’s Creed – Syndicate» Dolchstösse mit Darwin und Dickens

Das im Herbst erscheinende «Assassin’s Creed – Syndicate» geht in London zur Zeit der Industriellen Revolution über die Bühne. Publisher Ubisoft hat das Game vorgestellt.

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Story
Wir schreiben das Jahr 1868: Das Zwillingspaar Jacob und Evie Frye, beide im Londoner Vorort Crawley als Assassinen erzogen worden, ziehen in die grosse Stadt, um dort ihre Träume zu verwirklichen. Zum Höhepunkt der Industriellen Revolution befindet sich dort auch die grösste Baustelle der Welt. Häuser schiessen wie Pilze aus dem Boden, und auch unterirdisch buddeln die Arbeiter, um die Londoner Metro zu fahren zu lassen. Im gesellschaftlichen Untergrund bilden sich zudem verschiedene Gruppierungen, die sich gegenseitig bekämpfen. Eine davon sind die Assassinen, die sich im Umfeld des aufkommenden organisierten Verbrechens zu behaupten versuchen. Besonders die «blutige Nora», die der Fraktion der Templer angehört, hat es auf unsere Helden abgesehen. Mit im Spiel sind auch wieder historische Figuren wie etwa der Schriftsteller Charles Dickens oder Charles Darwin, der Begründer der Evolutionstheorie.

Gameplay
Obwohl seit der Französische Revolution in «Unity» nur rund 70 Jahre vergangen sind, dürfte sich das neue Action-Abenteuer dank des rasanten technischen Fortschritts zu jener Zeit komplett anders spielen. So besitzt Jacob neben seiner obligatorischen versteckten Klinge ein Seil mit Greifhaken. Mit diesem kann sich der Held sofort von den Strassen auf die Dächer schwingen und so zum Beispiel schnell aus brenzligen Situationen verschwinden. Dafür gibt es im neuen Spiel weniger Schusswaffen, so dass das heimliche Anschleichen und Meucheln im Nahkampf wieder eine wichtigere Rolle spielt. Zu diesem Zweck schwingt Jacob auch ein Kukri, ein nepalesisches Krummschwert.

Beim Schleichen muss man nicht mehr zwingend auf Büsche, Heuwagen und Menschenmengen achten. Stattdessen gilt es öfters, einfach die Sichtline zu unterbrechen oder sich kniend oder kriechend an die Feinde anzunähern. Auch Attacken aus luftiger Höhe dürften dank des Greifhakens eine wichtigere Rolle spielen. Mit dem Wurfmesser kann Jacob zudem auch aufgehängte Frachtnetze auf den Boden krachen lassen und so für eine kurzzeitige Ablenkung sorgen.

Obwohl die Fertigkeiten von Evie noch nicht gezeigt wurden, ist bereits jetzt klar, dass man im Verlaufe des Spiels jederzeit zwischen den Geschwistern hin und her wechseln kann. Auch die Missionsstruktur ist anders als in früheren Spielen. So ist das Ziel, sämtliche konkurrierenden Verbrecher-Syndikate im Londoner Untergrund auszuschalten. Mit einer ähnlichen Mechanik wie in «Saint’s Row 4» bekommt man mit jeder gelösten Haupt- und Nebenmission einen kleinen Teil von London unter seine Kontrolle. Zudem müssen die beiden Protagonisten zusätzliche Assassinen rekrutieren, um bei grösseren Gang-Kämpfen nicht in Unterzahl antreten zu müssen.

Eine wichtige Neuerung könnte direkt aus «GTA» stammen. So können die Helden nun auch Pferde und Kutschen abgreifen, indem sie deren vorherige Besitzer mit einem Schlag oder Kick auf die Strasse befördern. Sollte die Polizei allerdings dabei zuschauen, nimmt sie die Verfolgung auf. Dies gilt auch, wenn man sich nicht an die (damals noch wenigen) Verkehrsregeln hält. So lohnt es sich, brav auf der linken Seite zu reiten, um keine Unfälle oder Staus zu provozieren.

Publiziert am 13.05.2015 | Aktualisiert am 13.05.2015

Fazit

Mit den vielen Veränderung könnte der «Assassin’s Creed»-Reihe nach dem enttäuschenden «Unity» tatsächlich der lange benötigte Neustart gelingen. Viele der neuen Elemente klingen toll und lassen auf ein grosses Spiel in einer faszinierenden Zeit schliessen. Bleibt zu hoffen, dass die Entwickler bis im Herbst nicht die gleichen Fehler wie letztes Jahr – technische Probleme, lahme Story, zuviele Bezahl- und App-Inhalte – machen. Erscheinen soll das Spiel am 23. Oktober 2015 für PS4 und Xbox One und zu einem noch unbestimmten Zeitpunkt in diesem Jahr auch für den PC.

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