Angespielt: Yo-Kai Watch Sind das die besseren Pokémon?

Das 3DS-Rollenspiel «Yo-Kai Watch» ist in Japan eines der erfolgreichsten Games der letzten Jahre. Nun kommt der Titel mit den seltsamen Geisterwesen am 29. April auch zu uns. Wir haben es bei Nintendo in Frankfurt am Main angespielt.

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Übersicht
Die Yokai entspringen der japanischen Folklore, wobei sie dort eine Mischung aus Geistern und Monstern darstellen. Die haben auch in vielen bekannten Anime-Filmen einen Auftritt, wie zum Beispiel im Oscar-prämierten «Chihiros Reise ins Zauberland», wo sie im Badehaus herumschwirren. Von diesem Mythos haben sich auch die Entwickler von Level-5 («Professor Layton») für ihr neues Rollenspiel inspirieren lassen. Auf den ersten Blick könnte man das Spiel mit einer Pokémon-Ausgabe verwechseln. Trotzdem gibt es genügend Gründe, auch «Yo-Kai Watch» eine Chance zu geben.

Gameplay
Im Spiel treiben die Yo-Kai zunächst versteckt in einer Stadt ihr Unwesen. Kommen sie einem Menschen zu nahe, können die Opfer zum Beispiel müde oder depressiv werden. Jedes der Wesen hat dabei andere Auswirkungen auf die Umgebung. Während der Demo mussten wir drei Yo-Kai in einer Stadt auftreiben. Dank Gesprächen mit den Einwohnern wussten wir von zwei Exemplaren bald, wo sie sich befinden. Auf das dritte stiessen wir auf dem Weg zu den beiden anderen. Sobald man am entsprechenden Ort angekommen ist, muss man das Yo-Kai auf dem Touchscreen mit einer Lupe suchen und auf diese Weise einfangen. Sobald dies geschehen ist, lässt es sich in künftigen Abenteuern einsetzen.

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Die in Echtzeit stattfindenden Kämpfe sind ziemlich raffiniert: Die sechs zum Einsatz kommenden Geisterwesen sind unten auf einem Rad angeordnet, an dem man drehen kann, wobei die drei oberen effektiv am Kampf teilnehmen. Steckt ein Yo-Kai zu viel Schaden ein, muss man es auf die untere Hälfte des Rads drehen und dort durch eine Reinigung wieder auf Vordermann bringen. Mit den Monstern auf der oberen Hälfte kann man hingegen Spezialattacken ausführen. Beide Aktionen benötigen allerdings Zeit, weil man in verschiedenen Minispielen Linien nachzeichnen oder auf sich bewegende Punkte tippen muss. So muss man klar seine Prioritäten setzen, damit man nicht auf einmal mit sechs lahmgelegten Yo-Kai den Kampf verliert.

Wie bei den Pokémon steigen auch die bis zu 200 Yo-Kai individuell im Level auf und erwerben so neue Fertigkeiten. Dabei erhalten sie für erfolgreiche Aktionen oder wenn man sie reinigt innerhalb des Kampfes Erfahrungspunkte. Zusätzlich ist auch die Platzierung auf dem Rad wichtig, da sich benachbarte Yo-Kai gegenseitig verstärken können.

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Auch der optische Auftritt ist gelungen. Zwar erinnert auch hier das Spiel mit seiner Vogelperspektive auf die Stadt an die Pokémon. Allerdings sind die Umgebungen um einiges detaillierter gezeichnet. Und auch die Yo-Kai selbst sind ziemlich liebevoll gestaltet und heben sich so von den teils recht generisch wirkenden Pokémon ab.

Fazit

Zwar richtet sich «Yo-Kai Watch» an Kinder, trotzdem dürften wie bei den Pokémon auch Erwachsene ihren Spass haben. So ist das Kampfsystem relativ raffiniert, und die Inszenierung trägt klar die Handschrift des Entwicklerstudios Level-5, das unter anderem auch für das optisch starke Rollenspiel «Ni no kuni – Wrath of the White Witch» verantwortlich war. Ob das Spiel auch über längere Zeit Vergnügen bereiten kann, wird sich am 29. April 2016 zeigen, wenn das Spiel für den 3DS erscheint.

Publiziert am 23.02.2016 | Aktualisiert am 23.02.2016
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