Angespielt: «Project Cars» Hier kriegen Racing-Fans feuchte Augen

105 Strecken an 30 Orten: Sowohl beim Umfang als auch bei den Einstellungsmöglichkeiten zeigt «Project Cars» der Konkurrenz locker die Heckstange. Wir haben den Racer angespielt.

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Übersicht
Eigentlich sollte der realistische Racer «Project Cars» schon längst in den Läden stehen. Da man den Entwicklungsaufwand offenbar unterschätzt hat, musste das Game aber mehrere Male verschoben werden. Am 7. Mai soll es nun doch soweit sein. Wir konnten bei einem Event im deutschen Frankfurt am Main einige Proberunden drehen – wobei das Drehen zunächst öfters vorkam, als uns lieb war.

Gameplay
Eine Lektion lernt der Spieler in «Project Cars» schnell: Gleichzeitig Lenken und Gas geben ist mit vielen Fahrzeugen keine gute Idee. So passierte es uns bei den ersten Versuchen mit einem Prototypen-Boliden des öfteren, dass das Fahrzeug auf einmal übersteuerte und wir fröhlich kreiselnd in den Sand oder in die nächste Mauer donnerten. Kein Wunder: Das Game setzt auf eine realistische Steuerung und verzeiht nur wenige Fehler. Ausser man schaltet eine der vielen Fahrhilfen zu und lässt sich auf der Strecke die Ideallinien und Bremszonen anzeigen.

Alternativ kann man zunächst auch auf ein langsameres Fahrezug umsatteln. Das Spezielle an «Project Cars»: Sämtliche Strecken und Autos sind bereits von Beginn weg freigeschaltet. Mühsames Freispielen entfällt damit. Besonders bei den Strecken hat man dabei die Qual der Wahl. Insgesamt sind im Spiel 30 Lokalitäten mit insgesamt 105 Streckenführungen zu finden: von der Nordschlaufe des Nürburgrings, über verschiedene Formel-1-Strecken wie Spa, Monza, Monaco und Silverstone bis hin zu den US-Strecken in Sonoma und Laguna Seca. Ovale habe es leider keine ins Spiel geschafft.

Ebenfalls am Spieler liegt es, die Anzahl Konkurrenten und die Länge der Rennen einzustellen. So können ausdauernde Wohnzimmer-Piloten die ganzen 24 Stunden von Le Mans fahren – oder bei jedem Kurs bis zu 250 Runden einstellen. Wer dann doch nicht ganz so viel Zeit vor der Konsole verbringen will, kann natürlich auch kürzere Distanzen festlegen. Wer echtes Rennflair will, kann vor dem eigentlichen Rennen auch die Trainings und die Qualifikation fahren. Als Gegner stehen maximal 45 vom Spiel gesteuerte oder 32 Online-Piloten zur Verfügung. Auf den Konsolen können nur 16 Gamer gegeneinander antreten.

Da sämtliche Autos und Strecken sofort zur Verfügung stehen, ist auch die Karriere etwas anders aufgebaut. Zu Beginn kann der Spieler direkt in jede der 16 verfügbaren Rennserien einsteigen, die von einfachen Kart-Events bis hin zur Prototypen-Reihe LMP1 reichen. Daneben gibts im Spiel auch Formel-Sport oder Tourenwagen-Rennen zu finden. Sobald man sich für eine Serie entschieden hat, unterzeichnet man mit einem Team einen Vertrag und bekommt danach sofort den künftigen Rennkalender zu sehen. Dabei lassen sich sämtliche Trainings und Qualifyings selber fahren oder vom Game simulieren, sofern man nur an den Rennen interessiert ist.

Optisch hinterlässt «Project Cars» vor allem auf dem PC einen fantastischen Eindruck. Besonderes im Regen, inklusive sich spiegelndem Asphalt und Tropfen auf der Windschutzscheibe, lässt das Spiel grafisch seine Muskeln spielen. Aber auch die Automodelle sehen höchst detailreich aus und sind mit einem realistisch wirkenden Schadensmodell ausgestattet. Die Konsolenausgaben fallen etwas zurück, sehen im Vergleich zu anderen Titeln aber immer noch höchst solide aus. Einzig «Forza 5» dürfte «Project Cars» auf der Xbox One optisch noch leicht übertrumpfen.

Publiziert am 23.04.2015 | Aktualisiert am 23.04.2015

Fazit

«Project Cars» entwickelt sich zum echten Leckerbissen für Rennsport-Fans. Der Umfang bietet so viele Asphaltkilometer wie kaum ein anderes Game. Mit Einstellungsmöglichkeiten bei den Events und bei den Autos dürften sowohl Anfänger als auch Profis auf ihre Kosten kommen. Zudem entfällt das nervige Freispielen zusätzlicher Strecken und Autos. Ob die verschiedenen Karrieren aber auch ohne diese Mechanik über längere Zeit motivieren können, muss sich erst noch zeigen. Zusätzlich hätten wir uns über ein Oval im Spiel gefreut.

Project Cars, für PC, PS4 und Xbox One, ab 7. Mai 2015, ab 3 Jahren

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