Angespielt: «Armored Warfare» Helm auf und ab an die Panzer-Front

Seit einigen Wochen ist der Free-to-play-Titel «Armored Warfare» in der offenen Beta. Heisst: Jeder kann sich das Game runterladen und loslegen. Wir waren im kalifornischen Irvine bei Obsidian Entertainment und haben uns dort mit den Entwicklern in die neusten Panzer gesetzt.

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Übersicht
Die Geschichte rund um «Armored Warfare» ist ein Paradebeispiel für die globalisierte Welt. Die hölländische Entertainment-Firma my.com ist eine Tochter der zweitgrösste russischen Internet-Firma mail.ru, die von Obsidian Software («Fallout – New Vegas» und «South Park – The Stick of Truth») in den USA zwei Spiele entwickeln lässt. Neben dem Online-Rolllenspiel «Skyforge» ist dies der Panzer-Taktik-Shooter «Armored Warfare».

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Die Geschichte der kalifornischen Rollenspiel-Spezialisten ist nicht minder spektakulär: Nach einem  gescheiterten Projekt stand man kurz vor der Pleite. So kam man auf die Idee einer Kickstarter-Kampagne. Dabei erreichte «Pillars of Eternity» unerwartet vier Millionen Dollar. Das Old-School-Rollenspiel ist in diesem Jahr erschienen, erhielt viel Kritikerlob und bewahrte die Firma vor dem Untergang. Inzwischen arbeiten rund 100 Entwickler am Panzerspiel «Armored Warfare», das sich seit dem 8. Oktober in der offenen Beta befindet. Wir haben das Game in Irvine angeschaut und mit den Entwicklern über deren Zukunftspläne gesprochen.

Gameplay
Der Hauptteil von «Armored Warfare» macht der Multiplayer-Modus aus. Hier treten 30 Spieler in zwei Teams mit ihren ausgewählten Panzern auf bis zu zwei Quadratkilometern grossen Karten gegeneinander an. Jedes der Ungetüme hat seine eigenen Vorzüge. So gibt es kleinere und mobile Panzerfahrzeuge, die viele Projektile aufs Mal verschiessen, damit aber weniger Schaden anrichten. Oder man steigt in ein riesiges, auf Raupen fahrendes Monster, das aber nur alle rund 10 Sekunden einen einzelnen Schuss abfeuern kann. Die Rüstung wird wie in Rollenspielen in Lebenspunkten angegeben, wobei die mobileren Fahrzeuge etwa einen Drittel weniger davon besitzen, als die «ausgewachsenen» Kolosse, die dafür bei der Geschwindigkeit massive Einbussen hinnehmen müssen.

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Speziell: In den maximal 15-minütigen Gefechten hat jeder Spieler nur ein Leben. Sprich: Ist das Fahrzeug kaputt, ist die Partie vorbei. So sollte man nicht einfach blind in die Feindeshorden fahren. Stattdessen gilt es Deckungen wie Häuser oder Wälder geschickt auszunutzen, damit man dem Feind einen Schuss mitgeben kann, bevor man sich an die nächste Position begibt. Dabei gilt es auch, die Neigung der Umgebung zu beachten. So passiert es öfters, dass der Panzer etwas schräg steht und das Rohr so gar nicht mehr so tief runterkommt, dass man einen ebenerdigen Schuss platzieren kann.

Für ein Free-to-play-Spiel ist die Angelegenheit erstaunlich komplex: So kann man sowohl die Mannschaft als auch die Panzer selbst weiter entwickeln und mit Upgrades versehen. Zudem lohnt es sich, für verschiedene feindliche Fahrzeuge einen anderen Munitionstyp zu wählen. Dies gilt auch für den kooperativen Modus, bei dem man mit anderen Spielern gemeinsam gegen vom Spiel gesteuerte Fahrzeuge antreten kann.

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Egal was man spielt: Rund 90 Prozent der etwa 100 Panzer lassen sich mit der Zeit komplett ohne Geld freischalten. Nur einzelne Fahrzeuge sind zahlenden Spielern vorbehalten, die zusätzlich schneller Zugriff auf stärkere Versionen haben. Dies macht aber nicht so viel aus, da das toll funktionierende Matchmaking etwa gleich starke Spieler aufeinander loslässt.

Ab zum Spiel

Publiziert am 05.11.2015 | Aktualisiert am 05.11.2015

Fazit

Vor allem die unerwartete Komplexität und das langsame Gameplay machen die Panzerschlachten zu einer äusserst taktischen Gelegenheit. Wo finde ich die beste Deckung? Wie erwische ich einen Gegner möglichst überraschend, ohne selbst Schaden zu nehmen? Solche Überlegungen sind um einiges wichtiger als ein möglichst schneller Finger auf der Tastatur. So hatten wir beim Anspielen massig Spass und jeder erfolgreich angebrachte Schuss war ein kleines Erfolgserlebnis an. «Armored Warfare» lässt sich kostenlos bei my.com für PC herunterladen.

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Das bringt die Zukunft

Open Beta heisst bei «Armored Warfare», dass der eigene Fortschritt in Zukunft nicht mehr zurückgesetzt wird, bedeutet aber auch, dass viele geplante Features den Weg ins Game noch nicht gefunden haben. Zum einen ist der Modus gegen vom Spiel gesteuerte Panzer offenbar so erfolgreich, dass man die Gefechte nun mit einer zusätzlichen Story auflockern will. Zudem möchten die Entwickler ein Loot-System integrieren, bei dem es für zerstörte Fahrzeuge temporäre Vorteile gibt. Bereits in den nächsten Wochen sollen die bisher stärksten Panzer fürs Spiel erscheinen, darunter zum Beispiel der deutsche Leopard 2A6 oder der russische T-90MS. Diese sollen dann auch für längere Zeit die technologische Speerspitze in «Armored Warfare» bleiben.

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3 Kommentare
  • Simon  Weber , via Facebook 06.11.2015
    WoT rules ....Schweizer Brigade rockt :-P
  • Domi  Schefi , via Facebook 05.11.2015
    Klingt sehr schwer nach einem Double von World of Tanks... 15vs15, 15-minütiges Spiel, Gameplay irgendwie alles identisch.. ausprobieren werde ich es trotzdem.
    • Hypnotica  Trance , via Facebook 05.11.2015
      Habe genau das gleiche gedacht. Schade, wenns nur ein Clon von WoT ist. Dachte sie bringen eine neue Idee. Dann kann ich ja gleich bei WoT bleiben.