Frauenblick Deppen-Wettbewerb: CH vs. UBS

  • Publiziert: 02.02.2009, Aktualisiert: 19.01.2012
  • Von Marianne Weissberg

Vorher, am 31.12.2007, war die Welt angeblich noch in Ordnung. Ich ass an Silvester bei Nachbars Raclette, ging dreimal schlafen, wachte auf, und es war Finanzkrise. Das Nachher hatte begonnen. Was war passiert? Ich wette, niemand weiss das so genau.

Ist es schlimmer, wenn ein Milliardenvermögen um die Hälfte schrumpft wie bei den Hayeks? Oder wenn das Altersguthäbchen atomisiert wird wie bei mir? Soll ich Schadenfreude wegen der verarmten Milliardäre empfinden oder besser Panik, weil ich mich womöglich eines AAA-Ratings rühmen muss?

AAA: Arbeitslosigkeit (bald?), Altersarmut (vielleicht), Alzheimer (ziemlich sicher). Immerhin: Viele Banker besitzen nur noch einen A(rschloch)-Rating-Punkt.

Apropos UBS: Wenn ich einen Kredit bei der UBS will, muss ich mich splitterfasernackt ausziehen: Die geben nix, wenn sie nicht checken, was ich habe, ausgebe, wie emsig ich arbeite.

Handkehrum schmeissen wir der UBS, deren Aktien ich nun als Tischsets benutze, einen Milliarden-Blankokredit nach. Wer ist blöder: Die CH-Obrigkeit – vorwiegend Kerle –, die zu dumm ist, sich in die Crash-Bank zu setzen und aufzupassen, was die Kader-Deppen – alles Kerle – da treiben? (Die Swiss lässt grüssen: teuer «gerettet», dann an Deutschland verscherbelt.) Oder die UBS, die sich benimmt wie vorher: Juhu, wir verputzen wieder alles – nach uns die Sintflut!

Jetzt freue ich mich aufs Nachher-Nachher. Hoffentlich sage ich dann nicht: Damals, nachher, da war alles noch gar nicht so schlimm. Sondern:

Yes, we could – uns aus dem Schlamassel ziehen und die UBS auch! Die uns KundInnen zum Dank nun Vorzugszinsen bietet. Dann wäre endlich wieder vorher. Oder noch besser: vorher-vorher?

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