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Die Symptome, die Sie beschreiben, treten bei rund der Hälfte der Schweizer Bevölkerung von Mitte März bis Mai auf. Mit den längeren Tagen und dem Erwachen der Natur beginnt fast zeitgleich das herzhafte Gähnen. Der Kampf gegen diese Antriebslosigkeit im Frühling ist zwar wissenschaftlich nicht exakt erklärbar. Doch existieren verschiedene Faktoren, die das Phänomen Frühjahrsmüdigkeit beeinflussen.
So bedeutet der Wechsel vom Winter zum Frühling Schwerstarbeit für unseren Organismus. Die Licht- und Wetterumstellung funktioniert nicht immer reibungslos und ist vor allem ein Machtspiel der Hormone. Mehr Licht erhöht im Körper die Produktion des «Glückshormons» Serotonin. Dieses wurde im Winter aufgebraucht. Gleichzeitig reduziert der Körper die Bildung des «Schlafhormons» Melatonin, welches uns in der Winterzeit jeweils auf mehr Schlaf vorbereitete. Mit den ersten wärmeren Tagen weiten sich zudem die Blutgefässe und der Blutdruck sinkt. Diese Umstellungen ermüden unseren Körper enorm. Dass Sie sich ausgelaugt und schlapp fühlen, ist daher nicht verwunderlich.
Müde machen uns auch die verbrauchten Vitaminspeicher. Diese wurden in der langen Winterzeit durch die Heerschar von Viren und Bakterien stark beansprucht. Helfen Sie nun gezielt mit der Ernährung nach – zu Beginn mit zwei wichtigen Massnahmen.
Setzen sie Gemüse und Früchte zuoberst auf die Einkaufliste. Mit Farbe und Frische füllen sie langsam die leeren Speicher und sorgen für stärkende Stimulation im Gehirn. Kombinieren Sie ab heute zu jeder Mahlzeit eine grosszügige Portion Gemüse und Salat oder eine frische Frucht.
Trinken Sie dazu reichlich, denn damit fördern Sie Ihre Durchblutung, steigern Ihre Konzentration und scheiden überflüssige Stoffwechselprodukte aus. Für den Powerschub brauchts mindestens 1½ bis 2 Liter Wasser, ungesüssten Tee, Gemüse- oder Fruchtsäfte.