Spanischer Weingenuss Das müssen Sie über Rioja wissen

Was für den Franzosen das Bordelaise ist, ist für den Spanier das Rioja. Unbestritten handelt es sich um die Anbauregion Spaniens, die international über am meisten Prestige verfügt. Der Vergleich zum grossen Nachbar über der Grenze muss schon lange nicht mehr gescheut werden. Lesen Sie, was einen typischen Rioja-Wein ausmacht.

Was ist Roja-Wein? Das müssen Sie über Rioja wissen play

Hier gedeiht der Rioja.

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Das spanische Rioja-Gebiet erstreckt sich über den Norden des Landes und umfasst auch das autonome Baskenland und Navarra. In der gesamten Anbauregion greift man gerne auf ähnliche Ausbaumethoden und Reifeprozesse wie im Anbaugebiet Bordeaux zurück. Nur die Rebsorten sind meist gänzlich andere, als es über der nördlichen Grenze der Fall ist.

Die Tempranillo-Traube ist unangefochten die Rebsorte Nummer Eins im Rioja. Von den insgesamt weit über 60'000 Hektar Anbaufläche, sind circa 60 Prozent mit Tempranillo bestückt. Rotweine stehen ohnehin im Vordergrund. So umfasst der Anteil weisser Reben gerade einmal 15 Prozent der Gesamtanbaufläche.  Zu den wichtigsten roten Sorten, die auch gerne in klassischen Rioja-Cuvées verarbeitet werden, zählen ausserdem Garnacha, Mazuelo und Graciano.

Was ist Rioja-Wein?

Rioja ist ein Weingebiet in Spanien. Jeder hat sie schon einmal gehört, die Bezeichnungen Rioja, Crianza, Reserva und Gran Reserva. Doch was bedeuten sie eigentlich? So viel sei gesagt: Die Bezeichnungen orientieren sich an der Ausdauer und ob der Wein im Fass lagerte oder nicht. Lesen Sie, was die klangvollen Namen genau bedeuten:

  • Rioja: Ein Wein, der die Bezeichnung Rioja ohne weiteren Zusatz trägt, lagerte für ein bis zwei Jahre. Jedoch nicht im Fass. Wer einen typischen Rioja-Wein mit den authentischen Holzanklängen kredenzen möchte, sollte zu den folgenden Varianten greifen:
     
  • Crianza: Diese Weine lagerten ein Jahr im Fass aus amerikanischer oder französischer Eiche und ein weiteres Jahr in der Flasche. Crianzas eignen sich sehr gut als Einsteigerweine in die Welt der Riojas.
     
  • Reserva: Ein Reserva aus dem Rioja lagerte ein Jahr im Fass und zwei weitere Jahre in der Flasche. Die Weine bringen die unverwechselbare Typizität mit, für die das Anbaugebiet steht. Hierbei handelt es sich auch um die Ausbauart, die bei Geniessern aus aller Welt am beliebtesten ist. Das ist nicht weiter verwunderlich, denn oft sind die Weine ein gutes Stück günstiger im Vergleich zu den noch länger gelagerten Gran Reservas. Trotzdem hält man einen typischen Rioja in den Händen, der die Besonderheiten des Ausbaus in die Flasche bringt.
     
  • Gran Reserva: In Bezug auf den Ausbau versteckt sich hinter dieser Bezeichnung die Crème de la Crème der Region. Ein Wein, der dieses Gütesiegel trägt, lagerte mindestens zwei Jahre im Fass und drei weitere Jahre in der Flasche. Dass die Weine meist eine Lagerkapazität mitbringen, die sehr deutlich darüber hinausgeht, versteht sich von selbst.

Geniesser, die eine klassische Rioja-Cuvée probieren möchten, sind mit einer Reserva stets gut beraten. Hier erhält man Weine im ansprechenden Preis-Genuss-Verhältnis und muss zeitgleich nicht auf die klassischen Aromen eines Weins aus dieser Region verzichten. Grund genug, vier dieser Weine einmal genau zu beleuchten.

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Diese vier Reservas haben uns besonders gut gefallen.

 

Baron de Ley Reserva 2011

Das Haus Baron de Ley gehört zu den renommiertesten im gesamten Rioja-Gebiet. So ist es nicht verwunderlich, dass auch der Reserva der Bodega absolut zu empfehlen ist. Tatsächlich zeigt er sich in einem ausserordentlich guten Preis-Genuss-Verhältnis. Ein sehr moderner Rioja, mit einer mediterranen Seele.

Ins Glas fliesst der Baron de Ley Reserva 2011 im knalligen kirschrot. Bis das Bouquet sich in seiner ganzen Pracht offenbart, muss man dem Wein etwas Zeit einräumen. Nach dem zweiten oder dritten Schwenken ist es dann aber soweit. Die Nase wird durchflutet von den Aromen roter Früchte, die von Anklängen nach diversen Rauch- und Graphitnoten begleitet werden. Am Gaumen dann sehr fein und lange anhaltend. Ins besondere die mineralische Ader des Weins kommt hier sehr schön zur Geltung.

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Luis Cañas Reserva 2011

Der WineSpectator und Rober Parker jr. sind sich einig: Beide vergaben 91 Punkte an diesen herrlichen Reserva aus dem Hause Luis Cañas. Ein ausserordentlich kräftiger und würziger Wein, den man gut und gerne noch weitere zehn Jahre in den Keller legen kann. Trotzdem ist der Gerbstoff schon jetzt weich und rund. Zu begeistern weiss nicht zuletzt das lange Finale.

Das Gewand rubinrot, das Bouquet intensiv und vielschichtig. So zeigt sich uns dieser schöne Reserva. Dominant sind auch hier die Aromen nach roten Früchten. Deutlich zu erkennen sind dabei die Anklänge nach dunklen Kirschen, Himbeeren und Brombeeren. Nuancen von Tabak sowie dezente balsamische Noten komplettieren das duftige Gesamtbild.

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Roda Reserva 2010

Auch für diesen Wein mit renommiertem Namen gab es von Robert Parker jr. 91 Punkte. Samtig und weich geschliffen wirkt schon jetzt der Gerbstoff. Zehn Jahre kann man den Wein trotzdem noch bedenkenlos lagern. Sehr schön ist auch die harmonisch integrierte Säure. Sie wirkt erfrischend und beeindruckend galant zugleich.

Ein sattes, dunkles Rot leuchtet im Glas, während hellere Reflexe am Rand im Licht spielen. Die Geruchssinne werden von den Aromen nach roten und schwarzen Johannisbeeren belegt. Hinzugesellen sich Noten von trockener Eiche und dezente Rauchanklänge. Der Abgang ist lange und herrlich aromatisch. Besonders erwähnenswert ist das voluminöse Fruchtspiel am hinteren Gaumen.

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Bodegas Muga Reserva Seleccion Especial Rioja D.O.Ca. 2010

Eine echte Rarität ist dieser Wein, der nur in aussergewöhnlich guten Jahrgängen und unter strenger Selektierung des Leseguts überhaupt auf den Markt kommt. 2010 war ein solches Jahr. Das wusste auch Robert Parker jr. zu schätzen – 93 Punkte gab es für diesen Reserva.

Feinste Aromen roter Früchte und diverser mediterraner Gewürze umschmeicheln die Nase. Hinzugesellen sich diverse Röstaromen und ein zarter Anklang nach Kakao. Am Gaumen dann sehr viel konzentrierte Frucht und eine wunderbare mineralische Note, die auch im langen Finale stilvoll das Terroir widerspiegelt. Der Gerbstoff ist weich und im besonderen Masse geschmeidig.

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*Bei diesem Artikel handelt es sich um kommerziellen Inhalt. BLICK kann an Verkäufen via der aufgeführten Links beteiligt sein.

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Publiziert am 03.05.2016 | Aktualisiert am 20.10.2016
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1 Kommentare
  • Roger  Berger 03.05.2016
    Was meiner Meinung nach einmalig ist, ist die Tatsache, dass ein RIOJA meistens bereits trinkreif ist, wenn er in den Handel kommt. Dies durch die vorgeschriebene Lagerung, wie beschrieben. Leider werden heute Weine verkauft, und auch in Restaurants ausgeschenkt, die ihre TRINKREIFE noch nicht erreicht haben. Das darf nicht sein. Ein Entrecôte muss ja auch gelagert werden, ehe man es serviert.