«Härdöpfel» machen schlank Eine Knolle für jede Gelegenheit

Der «Härdöpfel» ist eines der wichtigsten Nahrungsmittel der Welt. Und die Kartoffel ist gesünder, als viele glauben würden.

Aktuell auf Blick.ch

Essen & Trinken

Immer informiert - Abonnieren Sie den Blick-Newsletter!
Bitte geben Sie eine gültige E-Mail-Adresse ein.
Schön, dass wir Ihnen unsere BLICK News des Tages senden dürfen. Möchten Sie zusätzlich den BLICK Sport Newsletter erhalten?
teilen
teilen
56 shares
1 Kommentar
Fehler
Melden

Der Amerikaner Chris Voight, Chef der «Washington State Potato Commission», ass zwei Monate lang nur Kartoffeln – als Protest gegen den Plan des US-Landwirtschaftsministeriums, Kartoffeln vom Speiseplan in Schulkantinen zu streichen. In den zwei Monaten nahm er etwa zehn Kilo ab, fühlte sich aber pudelwohl. Seine Blutzucker- und Cholesterinwerte waren gesunken.

Top: Gschwellti

Gschwellti: Pure Gesundheit. play

Gschwellti: Pure Gesundheit.

Arco Images

Am gesündesten sind Gschwellti. Sie enthalten viele B- und C-Vitamine und 15 verschiedene Mineralstoffe und Spurenelemente sowie viel Kalium. Dazu machen sie satt. Bei einer Untersuchung der Universität Sydney, in der nach dem Genuss verschiedener Lebensmittel nach deren Sättigungsfaktor gefragt wurde, schnitt die Kartoffel am besten ab. Grund sind die langen Kohlenhydratketten der Knolle, die nur langsam verdaut werden können.

Dabei ist der Kaloriengehalt der Kartoffel erstaunlich gering. 100 Gramm Gschwellti enthalten 77 Kalorien. Dagegen kommen Beilagen wie Reis (93 Kalorien), Nudeln (150 Kalorien) oder Brot (265 Kalorien) nicht an. Dass Kartoffeln als Dickmacher gelten, kommt davon, dass sie heute für viele ein Synonym für Pommes sind. 100 Gramm Pommes enthalten 312 Kalorien. Man muss natürlich zugeben, dass niemand Kartoffeln pur isst. Ein Kartoffelstock – der mit viel Butter am besten schmeckt – enthält pro Portion auch etwa 300 Kalorien. Auch die Butter oder der Käse, die man zu Geschwellten isst, schlagen kalorienmässig zu Buche. Aber Nudeln oder Brot verspeist auch niemand «ohne».

Edelkartoffel: La Ratte

Dabei sind Kartoffeln auch kulinarisch interessant. Rezepte gibt es ohne Ende: Suppe, Gnocchi, Knödel, Kroketten, Ofenkartoffeln, Aufläufe, Rösti oder Salzkartoffeln. Feinschmecker leisten sich Edelkartoffeln wie die französische La Ratte, die in kleinen Betrieben oft noch von Hand geerntet wird und entsprechend teuer ist.

Blaukartoffel

In letzter Zeit ist die Blaukartoffel populär geworden. Sie ist länglich, eher klein und hat eine sehr dünne Schale. Die Blaufärbung besorgt das Anthocyan, ein natürlicher Farbstoff, der, wie in Trauben oder Beeren, gesund sein soll. Blaue Kartoffeln sind auch gekocht sehr bissfest und schmecken weniger süss als andere Sorten – eher wie Esskastanien. Wie diese passen sie also gut zu Wintergerichten wie Wild mit Sauerkraut.

Darüber, ob man die Schale mitessen soll, sind sich Experten nicht einig. Die Älteren behaupten, sie sei wertvoll, moderne Forscher warnen, sie sei giftig. Das Problem ist, dass heute kaum noch jemand Kartoffeln kühl, trocken und dunkel lagern kann, und im Supermarkt werden sie mit Neonlicht bestrahlt. Solche Bedingungen können den Anstieg des giftigen Alkaloids in den Schalen fördern. Übrigens lassen sich ungewaschene Kartoffeln länger lagern.

Gute, preiswerte Info: 1 Kartoffel – 50 Rezepte. Von Cornelia Schinharl und Jörn Rynio. Gräfe & Unzer, bei amazon.de, ca. 19 Fr.

Mehr zum Thema

 

Publiziert am 18.11.2016 | Aktualisiert am 14.12.2016
teilen
teilen
56 shares
1 Kommentar
Fehler
Melden

1 Kommentare
  • Robert  Metzger aus Kaiseraugst
    18.11.2016
    Beilagen wie Brot? Brot ist keine Beilage sondern gehört zu den Hauptnahrungsmitteln.