Alles im grünen Bereich Darum sollten Sie jetzt Spinat essen!

Geschmacklich bringt Freilandspinat mehr als der aus dem Tiefkühlpack. Die Inland-Saison dauert noch bis in den November.

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Zwei Vorurteile zuerst: Spinat darf man nicht aufgewärmt essen. Zweitens: Er enthält enorm viel Eisen.

Im ersten Fall heisst die Antwort: Jein. Für Erwachsene ist, sofern der Spinat im Kühlschrank aufbewahrt wurde, das beim Erwärmen freigesetzte Nitrit ­unproblematisch. Aber auf­gewärmtes Blattgemüse schmeckt sowieso nicht.

Punkt zwei stimmt nicht. Vor 100 Jahren hat ein Forscher sich mit dem Komma vertan und dem Spinat den zehnfachen Eisenwert zugeschrieben.

Wie gesund ist Spinat?

Im Spinat stecken jede Menge C-Vitamine und Minerale. Der Freiland-Spinat, den es jetzt gibt, hat festere Blätter als der Jungspinat im Frühling, schmeckt aber «spinatiger» und hat mehr Biss als der aus der Tiefkühltruhe. Dafür lohnt sich das relativ lästige Rüsten. Frischer Blattspinat soll möglichst gleich nach dem Kauf zubereitet werden, denn er kriegt schnell lappige, gelbe Blätter. Erst mit viel kaltem Wasser gründlich waschen, am besten handvollweise. Nicht lang im Wasser lassen, damit die Vitamine erhalten bleiben. Danach abtropfen lassen und die holzigen Blattspiele abschneiden (geht praktisch mit der Küchenschere).

Wie kocht man Blattspinat?

Blattspinat ist ein idealer Küchen-Kumpel für ­Feierabendköche. Genial einfach: Spinat mit Olivenöl. Dazu Olivenöl in der Pfanne auf mittlere Hitze bringen, Spinatblätter hineingeben, Deckel auf die Pfanne und etwa fünf Minuten erhitzen. Als Würze liebt Spinat: Knoblauch (-Salz), Koriandersamen, Muskatnuss, Curry, Parmesan, Pfeffer, eventuell Pinienkerne oder Berberitze. Spiegelei dazu servieren!

Faule machen husch, husch Pasta mit Spinat: Rohe Spinatblätter zusammen mit gekochter Pasta (Fettuccine) in eine heisse Pfanne geben, umrühren, warten, bis die Blätter schlapp werden, würzen, rausnehmen, essen. Ist zwar nicht grad die Super-Profi-Zubereitung, aber für den Hausgebrauch reichts.

Wer lieber comme il faut kocht, sollte, statt ihn zu (ver-)kochen, den Spinat sautieren, also leicht, vor allem aber kurz, anbraten. Am besten nicht alle Blätter auf einmal in die Pfanne werfen, damit sie nicht verklumpen. Den richtigen Garpunkt erkennt auch der Laie. Soll der Spinat eingefroren werden, wird er erst blanchiert (kurz heissem Wasser ausgesetzt; aber bitte nicht zu Brei kochen). Danach Blätter kalt abschrecken, ausdrücken und ab ins Gefrierfach.

Gerade der etwas «bissigere» Freilandspinat eignet sich auch für rustikale Salate mit Speckwürfeli, Parmesan oder gerösteten Zwiebeln und einem kräftigen ­Essig. Oder man legt ihn – mit Parmesan und/oder Sardellen – auf eine Pizza. Etwas länger, 30 Minuten, dauert eine Quiche (Rezept: chefkoch.de).

Und noch was: Der ­berühmte Rahm-«Blubb» macht Spinat sämiger, hat aber auch eine ernährungswissenschaftliche Berechtigung. Gerade Herbst-Spinat enthält Oxalsäure, die das für den Knochenaufbau wichtige Kalzium ausschaltet. Der «Blubb» bindet die Oxalsäure, der Körper kann sie ausscheiden.

Publiziert am 16.10.2015 | Aktualisiert am 02.12.2016
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