Der Heisse Draht Ist mediterrane Kost wirklich so gesund?

  • Publiziert: 00.00 Uhr, Aktualisiert: 19.01.2012
  • Von Helena Kistler-Elmer

Vor kurzem machte ich einen Krankenbesuch im Spital. Auf der Menükarte meines Bekannten wurde explizit darauf hingewiesen, dass der Essplan auf Grundsätzen der Mittelmeerkost basiere. Ich frage mich: Ist denn die gute Schweizer Küche nicht mehr angebracht oder sogar ungesund? Gabriel N.

Die Grundsätze der mediterranen Ernährung gelten tatsächlich als Musterbeispiel für gesunde Ernährung. Verschiedene Studien zeigen, dass sie auch medizinisch eine Herzenssache ist. Denn in Mittelmeerländern treten Herz-Kreislauf-Erkrankungen weit weniger öfters auf als in nördlichen Ländern.

Gemäss neuen Erhebungen zeigt mediterrane Kost sogar präventive Wirkung: Das Risiko, dass Herzinfarkt-Patienten einen zweiten erleben, fällt dadurch drei Mal kleiner aus. Darauf reagieren nun Spitäler oder Altersheime und passen die Speisepläne entsprechend an.

Das Geheimnis der mediterranen Küche liegt in den Komponenten: Besonders wichtig ist Olivenöl mit seinen ungesättigten Fettsäuren. Diese beeinflussen das Cholesterin positiv, senken das Arteriosklerose-Risiko. Auch Fisch enthält besondere Fette. Fettreiche Arten, wie Sardinen und Thun, bringen Omega-3-Fettsäuren auf den Teller. Diese sind entzündungshemmend und verbessern den Blutfluss in den Arterien. Gemüse und Früchte schützen das Herz-Kreislauf-System ebenfalls.

Auch in der mediterranen Küche gilt: Je farbiger und aromatischer die Speisen, desto höher sind die stärkenden Schutzstoffe. Zwiebeln, Knoblauch und Kräuter sind folglich in den Speisen herzlich willkommen.

Wer Schweizer Küche lieber mag, kann zumindest Erkenntnisse aus dem Süden integrieren: gesättigte Fette (also rotes Fleisch und Milchprodukte) mit Bedacht essen; mehrmals Geflügel und Fisch einplanen. Konsumieren Sie ebenfalls reichlich Früchte, Gemüse und Salat.

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