Für Sie degustiert: Deutschschweiz-Reise, Teil 2 Der mythische Berg im Thurgau

Der geheimnisvolle Ottenberg bei Weinfelden. Vier Winzer keltern dort majestätische Pinot Noirs. Tolle Blauburgunder gibts auch aus einem stillgelegten Eisenbergwerk in Sargans. Und wir räumen mit Zweifeln an der Qualität von Stadtzürcher Weissweinen auf.

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Naja. Wie ein «richtiges» Schloss sieht das Gut Bachtobel nicht mehr unbedingt aus. Früher stand da tatsächlich eine Burg. Das aktuelle Haus stammt aus dem 16. Jahrhundert und sieht eher aus wie ein altes herrschaftshaus. Was es eigentlich auch ist. Unbestritten ist hingegen das Alter der beiden Torkel. Sie stammen aus den Jahren 1584 und 1729. Und da sind wir schon beim für uns interessanteren Teil.

Diese Story, jene des bedingungslosen Qualitäts-Weinbaus, geht zurück auf Hans Ulrich Kesselring, den Gutsherren bis zum tragischen Jahr 2008, in welchem er sich das Leben nahm. Klar: Weinbau wurde hier schon immer betrieben. Doch erst dank des feinsinnigen Denkers und Tüftlers Hans Ulrich erlebte das Gut veritable Höhenflüge.

Der beste Rotwein aus der Schweiz: der majestätische Pinot Noirs play
Eher Herrschaftshaus denn Schloss: Der Bachtobel am Ottenberg. Alain Kunz

Er selbst wohnte im Haupthaus. Etwas, das für den aktuellen Gutsherren, Johannes Meier, Hans Ulrichs Neffen, nie in Frage kam: «Wir haben uns gleich nebenan eingenistet. Hier ist mir dann doch zu viel Museum.» Johannes führt das Anwesen, in welchem alles noch so ist wie vor 230 Jahren, als die Kesselrings das Anwesen erwarben, nun in achter Generation. Schlossherr kann aber jedermann spielen. Das Haus kann tageweise gemietet werden für Anlässe jedwelcher Art.

Der beste Rotwein aus der Schweiz: der majestätische Pinot Noirs play
Gutsherr Johannes Meier in seinem Schloss. Kann man tageweise mieten.

 

Zurück zum Wein. Johannes schmeisst den Laden zusammen mit der Önologin Ines Rebentrost, die verantwortlich ist für die Produktion und den beiden Winzern Philipp Gfeller und Fazli Llolluni. Und wie! Seit Jahren gehören die schlicht mit eins bis vier durchnummerierten Pinot Noirs zu den aufregenderen und ganz bestimmt elegantest-feingliedrigsten in der Schweiz.

Der beste Rotwein aus der Schweiz: der majestätische Pinot Noirs play
Unglaublich aber wahr: Der Pinot Noir No 3 von Bachtobel wird noch heute mit diesem Uralt-Torkel aus dem 18. Jahrhundert gekeltert.

 

Eine besondere Story ist diejenige der beiden Torkel. Denn selbst derjenige aus dem Jahr 1584 ist kein Museumstück, wie Gfeller erklärt. «Der Pinot Nummer drei wird komplett hier gemacht. Wichtig dabei ist, dass das Torkelhaus im Schatten bleibt und über einen feuchten, gepressten Lehmboden verfügt.» Das Ding aus dem 16. Jahrhundert beschreibt Gfeller als höchste Ingenieurskunst. «Auch der Barriquekeller darunter ist uralt. Ich kann Ihnen sagen: Es ist ganz schön mühsam, die Fässer über die Treppen rauf- und runterzuschleppen.» Hier ist alles feucht und schimmlig. 78 Prozent. Und 4 Grad kühl. «Die Lebensmittel-Inspektoren haben keine grosse Freude daran», sagt Gfeller schelmisch.

Der Ottenberg ist aber nicht bloss Bachtobel-Revier. Auch die Brogers, Burkharts und Wolfers machen am Weinfelder Hausberg Blauburgunder, die Klasse sind. Eine schon spezielle Lage. Mehr noch. Wohl eine mythische Lage, die das Zeug zu einer Grand-Cru-Lage nach burgundischem Vorbild hat. Gfeller versucht zu erklären: «Es gibt zwar viel Niederschlag hier. Aber der skelettierte Untergrund, Moränenlandschaft aus Gletscherschwemmland, schluckt das Wasser sehr gut. Durch den Nebel reifen die Pinot-Noir-Trauben langsam, was eine späte Ernte ermöglicht.»

Der beste Rotwein aus der Schweiz: der majestätische Pinot Noirs play
Historischer Plan der Rebberge des Guts Bachtobel.

Martin Wolfer, einer der «Big Four» am Ottenberg, fügt hinzu, dass die Lagen steil seien. «Aber nicht zu steil. So ist eine mechanische Bewirtschaftung noch möglich.» Sechs Winzer arbeiten hier hauptberuflich. Kommen die gemischten Landwirtschafts-Betriebe hinzu und Einige, die bloss für den Familienbedarf keltern. «Das Spezielle aber», sagt Gfeller, «ist, dass hier alle Winzer zusammenarbeiten und sich echt gut verstehen. Das ist einmalig!»

Haben wir den Ottenberg entmystifiziert? Noch nicht ganz. Was die übrigen Winzer zu ihrem Lebenselixier-Berg sagen – schauen Sie sich das Video an.

Hier widmen wir uns den Tropfen vom Ottenberg. Ganz konkret den besten Blauburgundern der vier Herren. Eine Degustation auf höchstem Niveau!

Johannes Meier, Besitzer des Schlossguts Bachtobel. Alain Kunz

SCHLOSSGUT BACHTOBEL PINOT NOIR NO. 3

2007: Verschlossen, im Gaumen schmalbrüstig, kräuterig, elegant, mittleres Finish. Score: 16/20

2009: Ausladende Nase, Chriesi, Würze, herbal, filigran, elegant, frisch und lang. Score: 17/20

2011: Schöne Nase, Frucht, Röstaromen, im Gaumen elegant, burgundisch karg, frisch und lang. Score: 18/20

2012: Etwas holzige Nase, Pflaumen, enorme Kraft und Wärme im Gaumen, bleibt dennoch filigran, vor allem im zweiten Gaumen, reife Tannine, eukalyptisches, langes Finale. Score: 18/20 (CHF 34.—für Jahrgang 2013. www.bachtobel.ch)

Und noch die No. 2, Jahrgang 2012: Chriesige Nase, würzig und teerig, im Gaumen elegant, rund, leichter Schmelz, kräuterig, feingliedrig bis hin zu allzu grosser Leichtigkeit, frisches Finish. Score: 16,5/20 (CHF 28.—für Jahrgang 2013. www.bachtobel.ch)

 

Michael Burkhart keltert neben tollen Pinot Noirs auch einen wunderbaren Kernling. Alain Kunz

WEINGUT BURKHART SCHLOSS WEINFELDEN BURGUNDER

2007: Minime Tertiäraromatik, im Gaumen recht spitz, vegetal, einfach gestrickt, relativ kurz. Score: 15,5/20

2010: Tolle Nase aus Frucht- und Röstkomponenten, Parfüm, hoch elegant, stringent, gegen Ende leicht grün, tolle Länge. Score: 17/20

2011: Verschlossene Nase, im Gaumen filigran-elegant, rechte Tannine, schöne Länge. Viel Potenzial! Score: 17,5/20 (CHF 39.—für Jahrgang 2013, ab Jan. 2016. www.weingut-burkhart.ch)

Und noch ein weisser Tipp: Kernling Spätlese 2013: Schöne fruchtige exotische Nase, zitronig, Ananas, im Gaumen knackige Säure, etwas Schmelz, Frische, mittleres Finish. Wunderbarer Sommerwein! Score: 16/20 (CHF 18.—für Jahrgang 2014. www.weingut-burkhart.ch)

Martin Wolfer hat es in jungen Jahren bereits zum (inoffiziellen) Pinot-Noir-Weltmeister gebracht. Alain Kunz

WEINGUT WOLFER PINOT NOIR GRAND VIN

2007: Viel Beerenfrucht, aber auch etwas Leder und Pilz, Portnoten, rund, grünlich, mittleres Finish. Score: 16/20

2009: Ausladende, wuchtige Nase, Toastaromen, aber auch Frucht wie Chriesi, Fülle, dennoch Eleganz, schöne Länge. Score: 18/20

2011: Zurückhaltend in der Nase, etwas Frucht, im Gaumen dann Kräuteraromen, Eleganz, Schmelz, burgundische Finesse, Frische und Länge. Score: 17,5/20

2013: Extrem dunkle Farbe für einen Blauburgunder, rote Beeren in der fruchtigen Nase, Unterholz, Harz, Wachs, Power, sehr dicht, konzentriert, mittleres Finale. Ein eigentümlicher Grand Vin... Das waren die Notizen vom März 2015. Dafür gabs 16 Punkte und den Ruf nach einer Nachdegustation. Die erfolgte im August: Da war der Wein ungleich schöner: Ausladende, kräuterige Nase, leichte Teer- und Röstaromatik, viel rote Fülle, Kirschen, im Gaumen kräftig und dennoch elegant, wirkt ausbalanciert, nochmals herbal, superfrisch, tolle Länge. Grossartig! Was mag in diesem halben Jahr passiert sein? Egal. Der Wein ist nun gross, wie der Name es verspricht. Score: 18/20 (CHF 31.--. Ausverkauft. Wieder ab März 2013. www.wolferwein.ch)

Michael Broger: Tolle Qualitätskonstanz in seinem Pinot Ottenberger Blauberg. Alain Kunz

BROGER WEINBAU OTTENBERGER BLAUBERG ALTE REBE

2007: Schöne fruchtige Nase, im Gaumen erstaunlich frisch, elegant, hat Power und Saft, tolle Länge. Score: 17,5/20

2009: Tolle Nase, beerig-kräuterig, rechte Tannine, Kraft, dennoch feingliedrig, wunderbare Frische und Länge. Score: 17,5/20

2011: Recht kräftige, beerige Nase, im Gaumen Kräuteraromen, Eleganz, mittleres Finale. Score: 16,5/20 (CHF 33.—für Jahrgang 2013. www.broger-weinbau.ch)

 

Nächster Halt: Nachbarkanton St. Gallen. Wir sind jetzt in Sargans, wo ein stillgelegtes Eisenbergwerk verantwortlich zeichnete, dass mitten im Dorf heute noch wunderbare Rebanlagen liegen. Die erstmalige Erwähnung der Verarbeitung von Trauben zu Wein geht auf das Jahr 1919 zurück. Der Aufkauf durch die Eisenbergwerke geht darauf zurück, dass die es irgendwann leid waren, dauernd Entschädigungen dafür  zahlen zu müssen für die von der Seilbahn auf die Reben fallenden  Gesteinsbrocken. Und sie brauchten neue Gebäude. Also kauften sie das Land und waren so seit 1948 urplötzlich Winzer. Mittlerweile wird in Sargans kein Eisenerz mehr abgebaut. Die Anlagen werden nur noch touristisch genutzt. Aber der Weinbau lebt! Seit zwanzig Jahren heisst der Winzer Stefan Hörner.

Diese Süd-Ost-Lage auf 500 bis 700 Metern, fast schon eingeschlossen durch die umliegenden Gebirge und vor allem den nahen Gonzen, der dem Gut den Namen gab, profitiert – wie die nahe Bündner Herrschaft – vor allem von einem guten Alliierten: dem Wind. Ein Sprichwort lautet deshalb auch: Haben wir keinen Wind, haben wir kein Wetter. Hörner: «Weil wir viel Niederschlag haben, brauchen wir den Föhn. Die Winde jagen dabei voll durch die Rebberge, teils mit unglaublichen Stärken. Da kommt es schon vor, dass es einzelne Blätter wegwindet.»

4,5 Hektaren Rebberg gibts am Gonzen. Dazu 1,5 in Sax im Rheintal. Insgesamt keltert Hörner – einer von gerade mal sechs hauptberuflichen Winzern in Sargans - 30 000 bis 35 000 Flaschen jährlich. In der Mehrheit Rotwein, vor allem Pinot Noir. Der Pinot Barrique ist denn auch ein beeindruckender Wein. Ebenso der Sauvignon Blanc. Spannend auch die einzelne neue Blauburgunder-Barrique, die Hörner zu Testzwecken mal abgefüllt hat. Ein Wein, der käuflich erworben werden kann, aber nur inoffiziell. Im Moment präsentiert sie sich gar etwas holzlastig, aber die Edelholzaromen, die Säure, die Frische und der schlanke Körper lassen erahnen: Daraus kann etwas werden! Hier die Weine im Detail:

DIE WEINE VON GONZEN

Sauvignon Blanc Gonzen 2014: Enorm mineralisch, Stachelbeeren, floral, hoch aromatische Nase, im Gaumen knackige Säure, Agrumen, Grapefruit, Schmelz, im Finish leicht vegetal, Spargeln, mittellang. Score: 16,5/20 (CHF 19.50. www.weingut-gonzen.ch)

Assemblage Blanc Sax (Pinot Blanc, Müller-Thurgau) 2014: Leichte Pfirsichnoten, weisse Blüten, Tee, leichtes CO2, im Gaumen karg, Würze, vegetal, wirkt unharmonisch, endet bitter und ist relativ kurz. Score: 14,5/20 (CHF 17.--. www.weingut-gonzen.ch)

Pinot Noir Sax 2014: Teerig-kirschige Nase, rotbeerig, sortentypisch, im Gaumen viel Frucht, leichter Schmelz, rechte Säure, mittleres, minziges und frisches Finale. Score: 15,5/20 (CHF 17.--. www.weingut-gonzen.ch)

Pinot Noir Barrique Gonzen 2013 (Foto): Komplexe Nase, kirschig, minime Röstaromen, beerige Noten, im Gaumen Schmelz, sehr harmonisch, minimes Parfüm, Power, mundfüllend gegen Ende, ist aber trinkig und schön lang. Score: 17/20 (CHF 26.--. www.weingut-gonzen.ch)

 

So. Und nun gehts zurück nach Zürich. Genauer nach Höngg. Dort dominiert ein Name: Zweifel. Seit fast 600 Jahren keltert die Winzerfamilie mit Leidenschaft und dem nötigen Innovationsgeist. Die ersten Höngger Reben wurden 1440 urkundlich erwähnt. Die Firma wird 1898 gegründet, womit die Zweifels zu den ältesten Zürcher Weinhändlern gehören.

16 Hektaren sind heute noch am Zürcher Stadtberg angepflanzt. Alles begann Ende der 60er-Jahre mit der Wiederbelebung des Rebbergs Chilesteig unterhalb der Höngger Kirche. Seither keltert die Familie auch den offiziellen Zürcher Stadtwein. Die eigenen Lagen Klingen und Riedhof ergänzen das Angebot. Zudem werden Trauben aus neun Hektaren eigenen Parzellen am Zürichsee, dem Zürcher Unterland und aus dem Aargau sowie von befreundeten Weinbauern verarbeitet. Macht unter dem Strich rund 100 Tonnen. Ergibt zirka 100 000 Flaschen.

Der beste Rotwein aus der Schweiz: der majestätische Pinot Noirs play
Urs und Walter Zweifel haben gut lachen: Sie sind Herren über wunderbare Sauvignons und Chardonnays.

 

2011 wurde die Kellerei totalmodernisiert. Seit 2004 ist Urs Zweifel als Önologe verantwortlich für die vier Linien Klassik, Assemblagen, Reserve und Centenaire. Sein Bruder Walter schmeisst den Laden, bei dem es nicht bloss um den Verkauf der 100 000 Flaschen geht. Mit Vinarium zusammen sind die Zweifels auch klassische Weinhändler.

Zehn Jahre Urs Zweifel. Grund genug, sich diese Jahrgänge – und einige ältere – genauer anzuschauen. Das Ergebnis von ein zwei spannenden Weisswein-Vertikalen. Here we go:

SAUVIGNON BLANC

Blanc Fumé 2012: Score 16/20

Sauvignon Blanc Lattenberg (Stäfa) 2011: Score: 16/20

Blanc Fumé 2011: 16,5/20

Blanc Fumé 2012: 16,5/20

Sauvignon Blanc Lattenberg 2013: Score 16,5/20

Sauvignon Blanc Lattenberg 2014: Nasses Gras, exotische Noten, schöner Schmelz, floral, elegant, knackig-frisch, vegetales Finish.  Score 17/20 (CHF 28.--)

Fumé Blanc 2014: Dezente Holznoten, rauchig, Zigarre, Exotik, Schmelz, Harmonie, Mineralität, Feuerstein, mittleres Finale. Score: 17/20 (CHF 33.--)

Der beste Rotwein aus der Schweiz: der majestätische Pinot Noirs play
Spannende Sache: Die Chardonnay-Vertikale bei Zweifel.

CHARDONNAY OTELFINGEN BARRIQUE

1994 (dreijährige Reben!): Score 14/20 (Game over…)

1995: Score 14,5/20 (over the top…)

1996: Score 15,5/20

1997: Score 16/20

1998: Score 15,5/20

1999: Score 14,5/20 (vorbei…)

2000: Score 16,5/20

2002: Score 16,5/20

2006: Score 16/20

2007: Mandarinen, Aprikose, dezente Vanille, im Gaumen schöne Struktur, leicht vegetal, Fenchel, Säure, die ihn frisch halt, gute Länge.  Score: 17/20

2009: Rauchig-mineralische Nase, rechte Toastnoten, Feuerstein, leicht vegetal, frisch, Grapefruit, Schmelz, Power, tolle Länge. Score: 17,5/20

2010: Mineralische Nase mit Röst- und Toastaromen, vegetal, Spargel, leicht prickelnd, Litschis, Frische, tolle Länge. Score: 17,5/20

2011: Score 16/20

2012: Score 16,5/20

2014: Schöne Frucht in der Nase, die eher zurückhaltend daherkommt, Agrumen, im Gaumen knackige Säure, ausgewogen, minime Vanille, super frisch und recht lang. Score: 17,5/20 (CHF 29.80)

DREIMAL ROTE ZWEIFEL

Pinot Noir Barrique 2013: Leichte Holznoten, erdbeerig, Weichselkirschen, Kräuter, im Gaumen recht austrocknend, schmelzige Tannine, Power, Eleganz, mittleres Finale. Score: 16,5/20 (CHF 28.80)

Malbec Centenaire 2013: Dezente Nase, etwas Zigarrenaromen, auch ein bisschen Frucht, im Gaumen minim parfümiert, leicht medizinal, enorm frisch, eukalyptisch, Power, tolle Länge. Score: 16,5/20 (CHF 36.--)

Pinot Noir Centenaire VII 2012: Aristokratische Nase, Chriesi, fast rotbeerig, macht auf totales Understatement, im Gaumen komplex, viel Frucht, Power, aber auch Eleganz, reife Tannine, mundfüllend, dezente Säure, Mineralität, schöne Länge. Score: 17,5/20 (CHF 59.—für Jahrgang 2011)

(Alle Weine gibts bei www.zweifelweine.ch)

Nächste Woche gehts zuerst nach Sargans, in ein Eisenbergwerk, das nicht nur ab-, sondern auch anbaut. Der Abschluss unserer kleinen Deutschschweiz-Weinreise bildet aber Zürich. Wir widmen uns dem Räuschling, jener regionalen Spezialität, die ein unglaubliches Alterungspotenzial hat. Und wir stellen Ihnen die Top-Winzerin aus dem Weinland vor. Wer das ist? Nächste Woche. Reinklicken!

WO GIBTS WAS ZU DEGUSTIEREN?

  • 21. November. 17-22 Uhr. Salon du Champagne. Rund 30 Produzenten laden zur Verkostung von 150 Champagner-Cuvées. Mehrere Masterclasses. Tickets: CHF 59.--. Swissôtel Metropole, Genf. www.salon-du-champagne.ch.
  • 21. November. 11-19 Uhr. Herbstdegustation am Küferweg mit 150 Bio-Weinen. 11-12 Uhr Geführte Degu Tenuta San Pietro und Brezza. Ab 13 Uhr Tischgespräche mit den anwesenden Produzenten. 12-19 Uhr Katharina Galizias Leckerbissen. Gratis. Weinhandlung am Küferweg, Seetalstrasse 2, Seon. www.kueferweg.ch.
  • 21. November. 10-18 Uhr. Gereifte Weine. Degustieren Sie Weine aus den letzten 15 Jahren des Weinschaffens am Kap. Kapweine, Rütibüelstrasse 17, Wädenswil. www.kapweine.ch.
  • 30. November. 16-20 Uhr. Vini d'Italia-Tour 2016 von Gambero Rosso. Die 29. Ausgabe der italienischen Weinbibel wird im Beisein vieler hochdekorierter Winzer vorgestellt. Gratis. Swissôtel, Schulstrasse 44, Zürich-Oerlikon. Anmeldung unter trudibruelhart@bluewin.ch.
Publiziert am 20.11.2015 | Aktualisiert am 24.10.2016
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