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Leo Wundergut, wie verwöhnen Sie sich kulinarisch?
Grossmutters Fleischvögel beflügeln meine kulinarischen Sinne. Gemüse-Tartar mag ich auch. Das Vegi-Rezept ist übrigens streng geheim und kann nur in der Zürcher Kronenhalle eingesehen werden. Unter dem Stichwort «Leo Wundergut» wird das Rezept meistens herausgegeben.
Was kochen Sie für Ihre Gäste?
Immer das Gleiche. Zuerst eine klassische Consommé double mit Stracciatella-Ei und einem kräftigen Schuss trockenem Cherry. Anschliessend Nüsslisalat «Ida» mit Croutons und ein paar Tropfen Sesamöl. Und als Hauptgang mein Entrecôte Casale mit Sauce Café de Paris, Spinat und hauchdünnen Pommes allumettes.
Wo essen Sie am liebsten?
Zum Lunch gerne in Zürich in der Öpfelchammer oder in der Bodega Española. Oft pilgere ich auch ins italienische Restaurant Birchegg, wobei die Stimmung immer vom Chef und seiner entsprechenden Tageslaune abhängig ist.
Und was ist Ihr Lieblingsgetränk?
Cynar, Schwarztee oder Kalte Ente. Letzteres ein Getränk aus der Jahrhundertwende, erfunden in der gehobenen Grand-Hotellerie, aus Champagner, Riesling und Zitronenschale.