Die einfachste Sache der Welt Boutefas auf Rahmsauerkraut

  • Publiziert: 07.01.2010, Aktualisiert: 03.01.2012
  • Von Michael Merz

Diese Wurst ist ein Monster an Umfang und Geschmack. Wer sie einmal genossen hat, möchte diesen Genuss mit Familie und Freunden teilen.

Für 4 bis 8 Personen

• 1 Boutefas à ca. 1,8 bis 2 kg (der Rest lässt sich wunderbar kalt essen oder auf dem Kraut noch einmal aufwärmen)
• 500 g Sauerkraut, allenfalls kurz warm abspülen und erst dann verwenden
• 2 frische Lorbeerblätter
• 1 Kaffeelöffel schwarze Pfefferkörner
• 5 Gewürznelken
• 5 Wacholderbeeren
• Wasser oder Bouillon oder beides je zur Hälfte gemischt
• 2,5 dl Rahm
• Salz und Pfeffer aus der Mühle

Das Rezept

1. Den Boutefas im Wasser auf ca. 80° C erwärmen und danach 1,5 Stunden garen, ohne dass das Wasser zum Sieden kommt. Die Wurst darf auf gar keinen Fall kochen! 10 Minuten vor dem Anrichten aus dem Sud heben und in ein feuchtes Tuch eingeschlagen durchziehen lassen.

2. Währenddessen das Sauerkraut abwaschen. Gut abgetropft, aber nicht ausgedrückt weiterverarbeiten.

3. Die Gewürze auf ein kleines Stück Baumwolltuch legen, dieses zu einem Beutel formen und mit Küchenschnur zubinden. Zum Sauerkraut in eine Kasserolle oder Pfanne legen.

4. Alles mit Wasser oder Bouillon oder einer Mischung aus beidem gut bedecken, während 1 Stunde und 20 Minuten weich schmoren. Die Flüssigkeit soll zum Schluss fast völlig verdampft sein. Das Gewürzsäcklein entfernen.

5. Das fast trockene Sauerkraut abschmecken und mit dem Rahm auffüllen. Nochmals 10 Minuten leicht köcheln lassen. Allenfalls mit Salz und Pfeffer abschmecken.

6. Boutefas aufschneiden und auf dem Rahmsauerkraut anrichten.

7. Dazu nach Belieben Bratkartoffeln oder auch Rösti servieren.

Gewusst wie: Der perfekte Boutefas

• Der Boutefas darf auf keinen Fall angestochen werden, weil sonst das Fett ausläuft. Er würde dann trocken und fad schmecken.

• Einen erstklassigen Boutefas bekommen Sie beim Lieferanten von Arno Abächerli, der Pauli-Metzg in Murten FR.

• Ein Gewürzsäcklein setzt man immer dann ein, wenn es gilt, die Gewürze nach dem Garen komplett aus dem Gericht zu entfernen. So verbleiben keine ausgekochten Gewürzreste.

• Zu salziges Sauerkraut wird mit warmem Wasser leicht abgespült. Nachsalzen können Sie am Schluss immer.

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