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Es sind gegen 100 Bio-Produzenten aus ganz Europa, die sich die Ehre geben. Sie zeigen über 300 Gewächse, alle gekeltert nach strengen biodynamischen Grundsätzen. Umgarnt wird „New11“, der erste Bio-Grossanlass dieser Art in Zürich von diversen Vorträgen, darunter von jenem von Isabelle Legeron, Master of Wine. Ihr Credo: „Einzig natürliche Weine vermögen Terroir auszudrücken und uns mit ihrer Erde durch ihre Authentizität, Vitalität und Emotionen verbinden können.“
Zeit für Weiterbildung
Organisiert wird „New11“ durch Vinnatur, die neueste Vereinigung natürlicher Weinmacher. Spannende Weine, oft fernab von geschliffenen 08/15-Massenprodukten. Manchmal gar skurril und schräg – eben anders. Manchmal aber auch schlicht Klasse! Nur: Das Publikum bleibt weitgehend aus. Schade um den gewaltigen Organisationsaufwand, um die Weinmacher aus Österreich, Portugal, Kroatien, Spanien, Serbien, Slowenien, Frankreich, Italien und der Schweiz nach Zürich zu bringen. „Da muss im Vorfeld halt Werbung machen“, bedauert Sandro Barosi von der Cascina Corte in Dogliani – und macht mangels Kundschaft halt auf Kollegenbesuch. Zeit für Weiterbildung ist reichlich vorhanden.
Ohne Marketing geht nichts
Für einen anderen Umstand können die Organisatoren nicht: Nämlich jenen, dass die Mehrheit der Produzenten (noch) keinen Schweizer Importeur hat. Bei einigen war das bedauernswert. Bei anderen weniger… Quintessenz: „New11“, das zudem während der Expovina stattfand, muss unendlich besser vermarktet werden, um eine Chance zu haben. Wir stellen dennoch zwei Weine vor, die uns besonders aufgefallen – und in der Schweiz erhältlich sind.