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Ein Schock gleich am ersten Tag. Trotz einer halben Stunde Strampeln auf dem Hometrainer (minus 270 Kalorien) kommt die Tagesration von Fredy Bickel auf deutlich mehr als 1900 Kalorien. Das ist die Menge, die der FCZ-Sportchef höchstens zu sich nehmen darf, wenn er Gewicht verlieren will.
Seit zwei Wochen füllt Fredy Bickel das Tagebuch auf BLICK eBalance aus, das Herzstück des Online-Abnehm-Programms. Nach dem ersten Einloggen berechnet die Anwendung automatisch den maximalen täglichen Kalorienbedarf. Danach gibt der Benutzer minutiös an, was er isst, trinkt und wie er sich bewegt – und sieht sofort, welche Faktoren das Budget belasten. Was die Sache enorm erleichtert: Eine Datenbank mit mehreren Tausend Nahrungsmitteln und Sportarten hilft, Kalorien zu zählen.
Bickel dokumentiert wie alle Einsteiger erst seinen Ess-Alltag. «So merkt man ganz schnell selber, wann und warum man über die Stränge schlägt», weiss Ernährungsberaterin Ruth Ellenberger. Bei Bickel belastet das geliebte Znacht die Bilanz übermässig: Käseplättli, Brot, Trockenfleisch und ein Glas Wein – damit ist mehr als der halbe Tagesbedarf weg. «Ganz darauf verzichten? Kommt nicht in Frage», findet Fredy Bickel.
«Soll er auch nicht», sagt Ruth Ellenberger, «denn Bickel ist ein typischer Entspannungsesser.» Will heissen: Er sitzt gerne gesellig am Tisch, langt immer wieder zu und isst viel über eine längere Zeit. Schraubt er nun einfach die Menge zurück, geht das Ess-Erlebnis verloren. Der Tipp der Fachfrau: «Eine Platte mit Gemüse gehört künftig zu Käse und Fleisch auf den Tisch.» Zum Beispiel mit Rüebli, Radiesli, Fenchel, Sellerie, Gurken, Silberzwiebeln oder kurz im Ofen gebackenen Zucchetti. Gemüse hat wenige Kalorien und sättigt gut.
So greift man automatisch weniger zu Fleisch oder Käse. Und hat nicht erst das Gefühl, vom Tisch flüchten zu müssen, nur um nicht der Versuchung zu erliegen. «Wichtig ist, im Abnehm-Alltag nicht zu viel auf einmal zu verändern. Sonst verleidet einem das Abnehmen rasch», rät Ellenberger.
Manchmal zeigt das Ess-Tagebuch auch kleine Veränderungsmöglichkeiten, die erst mit der Zeit ins Gewicht fallen. «Ich trinke drei bis vier Tassen Kaffee pro Tag – Milchkaffee ungesüsst, damit es weniger Kalorien hat», erzählt Fredy Bickel. «Leider eine Fehlüberlegung», sagt die Fachfrau. Und tatsächlich, als der FCZ-Sportchef den Vergleichsrechner des Programms konsultiert, sieht er: Milchkaffee hat 35 Kalorien pro Deziliter, Café crème aber nur deren 9 (ohne Zucker). «Erstaunlich, das wusste ich nicht», sagt Bickel.
Gemüseplatte auf den Tisch, mehr Bewegung, Café crème statt Milchkaffee, Fitnessteller zum Zmittag: Schritt für Schritt verändert Fredy Bickel Alltagsgewohnheiten – damit er im Sommer wirklich 10 Kilo weniger auf die Waage bringt.
Gibt Fredy Bickel Tipps zum Abnehmen: Ernährungsexpertin Ruth Ellenberger.