Tipps zum Abnehmen Die 7 Todsünden beim Abnehmen

  • Publiziert: 21.01.2010, Aktualisiert: 02.01.2012
  • Von Lorenz Keller

Die grosse Speck-weg-Aktion von BLICK geht weiter. Denn auf dem Weg zum Idealgewicht liegen viele Stolpersteine.

Das Fazit der neuen Studie des Bundesamtes für Gesundheit ist ernüchternd. 37 Prozent der Schweizer und 23 Prozent der Schweizerinnen zeigen null Ernährungsbewusstsein und essen, was ihnen vor die Gabel kommt. Kein Wunder sind 30 Prozent übergewichtig. Aber: Gesunde Ernährung allein reicht nicht aus, um Pfunde purzeln zu lassen. Wir beschreiben die sieben grossen Abnehm-Fehler und sagen, wie sich diese vermeiden lassen.

1. Abnehmen als Sport sehen
Wer sich einmal fürs Abspecken entschieden hat, will sofort Resultate sehen. In zwei Wochen zur Bikini-Figur – eine Illusion!
So gehts richtig: «Ein halbes Kilo pro Woche ist ein realistisches und gesundes Ziel», erklärt Philippe Beissner, Stoffwechselspezialist der Zürcher Hirslanden-Klinik. Junge und sportliche Menschen dürfen sich 1 Kilo vornehmen, über 50-Jährige 0,3 Kilo. Forciert man die Diät zu sehr, kann der Stoffwechsel auf Hungerbetrieb schalten. Beissner: «Führt man sich wieder mehr Kalorien zu, setzt man subito neue Reserven an.»

2. Falsch futtern

Wer kennt das nicht: Kaum hat man gegessen, ist der Hunger schon wieder da.
So gehts richtig: Lebensmittel haben unterschiedliche Sättigungszeiten. Isst man Fettiges, Weissbrot, Kartoffeln oder weis-sen Reis, verlangt der Körper viel schneller Nachschub als bei Vollkorn-Produkten, Salat, Gemüse und Obst. Übrigens: Auch Fleisch und Fisch sättigen gut.

3. Snacks unterschätzen
Kleinigkeiten belasten die Kalorienbilanz stärker als man denkt. Eine Handvoll Nüsschen etwa mit 180 Kalorien – mehr als 100 Gramm Spaghetti!
So gehts richtig: Snacks ganz wegzulassen fällt vielen schwer. Entweder, man plant von vornherein drei bis fünf Mahlzeiten ein oder beschränkt sich auf Kalorienarmes wie Radiesli, rohes Gemüse oder Gemüsesuppe.

4. Getränke nicht kalkulieren

Wer gesüsste Getränke bevorzugt, nimmt schnell 300 Kalorien in flüssiger Form zu sich. Drei Deziliter Orangensaft wiederum haben 138 Kalorien. Ein Liter Milch fällt gar mehr ins Gewicht als eine Tafel Schoggi!
So gehts richtig: Wasser oder ungezuckerter Tee sind abnehm-tauglichere Durstlöscher. «Alles andere zählt als Nahrungsmittel und sollte sehr bewusst genossen werden», sagt Ernährungsberaterin Ruth Ellenberger von BLICK eBalance.

5. Vom Abspecken erzählen
Spielernaturen kann es zwar motivieren, wenn alle wissen, dass sie aufs Gewicht schauen. Alle anderen fühlen sich aber beobachtet und unter Druck.
So gehts richtig: Wer langsam abnimmt, bezieht am besten nur das enge Umfeld mit ein. Wenn die Kollegen dann erstaunt sagen, wie gut Sie aussehen, können Sie das still geniessen.

6. Auf Sport verzichten

Sport ist wichtig – nicht nur, um Kalorien zu verbrennen. «Wer sich öfters bewegt, bekommt schon nach ein bis zwei Wochen ein neues Körpergefühl und ist zusätzlich motiviert», erklärt Physiotherapeutin Irene Wyss von der Sportklinik Birshof.
So gehts richtig: Für Bewegung braucht es kein Fitnesscenter. Zügige Spaziergänge, tanzen oder Turnübungen auf einem Mätteli reichen völlig aus.

7. Zu grosse Kleider behalten

Sobald der Gürtel enger geschnallt werden muss, darf man jubeln. Zu grosse Hosen oder Shirts im Schrank hängen zu lassen, ist aber ein Fehler.
So gehts richtig: «Die alten Kleider sind eine Art Rückversicherung, verstärken die Selbstzweifel und sind schlecht für die Motivation», sagt Ruth Ellenberger. Darum weg damit in die Altkleidersammlung.

Top 3

1 Diät-Fallen Die 7 Todsünden beim Abnehmenbullet
2 Schrittzähler als Fitness-Motivator So kommen Sie in die Gängebullet
3 Chat-Protokoll «Mein Bauch sieht aus wie aufgeblasen»bullet

Life