Ziemlich wasserscheu Die Apple Watch geht nicht gerne baden

Ausgerechnet im gefühlten Jahrhundertsommer lanciert Apple eine Uhr, mit der man nicht ins Wasser soll. Ein Langzeittest.

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Erst eine Klarstellung: Die Apple Watch ist eigentlich gar keine Uhr, sondern ein Fitnesstracker mit Zeitfunktion. Sie zeigt an, wie viele ­Kalorien ich verbrenne. Sie piepst vorwurfsvoll, wenn ich zu lange sitze, und will, dass ich aufstehe. Sie lobt mich abends, wenn ich mein Trainingsziel erreicht habe. 750 Kalorien.

Ausgerechnet am Tag der Stadtzürcher Seeüberquerung hat sie mich aber nicht gelobt. Ich habe mein Trainingsziel verpasst, obwohl ich 1,5 Kilometer pfeilschnell durchs Wasser crawlte. Die Erklärung ist einfach: Ich hatte die Uhr nicht an. Schliesslich sagt auch Apple, dass man sie zwar unter der Dusche anhaben könne – aber nicht damit schwimmen sollte.

Kollege Benny lachte mich darum aus. Seine 150-Franken-Android-Smartwatch sei tauchfähig. Apple hätte es besser machen können. Gerade weil die Uhr per Induktion geladen wird, besteht eine physische Öffnung weniger, durch die Wasser eindringen könnte.

Und sonst? Ja, die Uhr ist cool. Jedenfalls wird man reihum drauf angesprochen. Alle wollen sie sehen. Befingern. Aber lohnt sie sich auch? Jein! Denn der Feind der Apple Watch ist das iPhone. Ich habe es innert Zehntelsekunden aus der Hosentasche gezückt und bin informiert. Darum schätze ich die Uhr vor allem dort, wo ich das Handy nicht zücken kann: auf dem Velo. Ob Breaking News oder WhatsApp – alles blinkt auf dem Handgelenk auf.

Antworten kann ich über die Uhr aber nur sehr beschränkt. Und auch die Telefonfunktion ist eher mittelprächtig, da der Ton leise ist und im Verkehrslärm untergeht.

Positiv überrascht bin ich von der Akku-Laufdauer. «18 Stunden hält sie», hat Apple-CEO Tim Cook bei der Lancierung versprochen. Bei mir sinds sogar noch mehr. Wenn ich sie morgens um 6 Uhr anziehe und abends um 23 Uhr ablege, habe ich oft noch 50 Prozent Saft drin. Apple hat die Tests mit der 38-Millimeter-Damenuhr gemacht – ich habe das grössere 42-mm-Modell. Mit grösserem Akku. Im Notfall fährt die «Gangreserve» die Uhr auf die Zeitanzeige zurück – und sie hält drei Tage.

Fazit: Ein noch nicht zwingendes Gimmick für Apple-Fans, das in der 2. oder 3. Generation glänzen könnte. Wir erinnern uns an die bescheidenen Anfänge von iPhone und iPod (ab 389 Franken).

Publiziert am 14.07.2015 | Aktualisiert am 14.07.2015
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6 Kommentare
  • Horst  Schlemmer aus Einsiedeln
    14.07.2015
    Und trotzdem wird die apple uhr ein erfolg und die heimische uhrenindustrie verpennt mal wieder was der kunde will... Hätten sich besser mal den wecker gestellt...
  • Daniel  Pfund , via Facebook 14.07.2015
    Ich musste nach dem Batteriewechsel meiner Breitling Aerospace im Uhrenladen einen Zettel unterschreiben womit ich zur Kenntnis nahm, ich dürfe die Uhr nun nicht mehr ins Wasser mitnehmen. Dies zum 9 fachen Preis der teuersten Applewatch. Swiss High Quality Schrott in Luxusform! Passt sehr gut zur Breitling-Werbung.
    • Gustav  schwanider 15.07.2015
      Normalerweise wird bei solchen Breitling und auch anderen Marken ein Dichtigkeitstest und ein Dichtungswechsel durchgeführt. Kann dies das Geschäft nicht selber wird sie eingeschickt.
    • Georg  Kaiser , via Facebook 15.07.2015
      ja,ja, ein paar Fränkli gespart und den Batteriewechsel bei einem Billig-Uhrenmacher machen lassen...
  • Andy  Heller aus Hinwil
    14.07.2015
    Das ist weder eine Uhr noch ein Fitnesstracker sondern nur überteuerter Schrott, der nach spätestens zwei Jahren nicht mal mehr als Schrott durchgeht! Mein Beileid an alle, die sich sowas antun...
  • Wilma  Stöckli , via Facebook 14.07.2015
    Meine Rolex geht gerne schwimmen und kann auch tief tauchen.....