Der Schweizer Daniel Graf lanciert heute sein Social-Media-Projekt «kyte.tv» Youtube fürs Handy ist online

  • Aktualisiert am 14.01.2012
  • Von Thomas Benkö

SAN FRANSICO. Jeder ein Superstar – dank kyte.tv. Mit einem neuen Projekt will der Schweizer Daniel Graf das Fernsehen revolutionieren. Er zählt auf die Hilfe von potenten Investoren.

Die «kyte.tv»-Idee ist einfach: Jeder läuft mit einem Kamerahandy rum. Also fotografiert er oder filmt sein Leben. Dann kann er das Material in Echtzeit ins Internet hochladen. Dort wird die Ego-Show von allen bewundert.

«Kyte bringt die drei Megatrends des Internets zusammen», erklärt Daniel Graf. «User Generated Content, Social Networking und mobile Dienste.» Über eineinhalb Jahre werkte der gebürtige Schweizer in San Francisco an dieser neuen Art des Fernsehens, an deren Erfolg auch potente Investoren glauben.

Promis der Tech-Szene wie Skype-Gründer Niklas Zennström oder der Venture-Kapitalist Tim Draper stellten Graf über 2,25 Millionen Dollar Startkapital zur Verfügung.

«Das einzige Problem sind momentan noch die horrenden Datengebühren in Europa», sagt Graf zu heute. «In den USA ist das Problem gelöst, bei uns gibts für 20 Dollar pro Monat eine Flatrate.»
Ausnahme: Schweiz. Dank einem Testbetrieb bei Swisscom ist der Datenverkehr für Swisscom-Kunden gratis. Hier haben schon über 350 «Kyter» einen eigenen Ego-TV-Kanal.

Wer ist Daniel Graf

Daniel Graf (32) wuchs in Marbach im St. Galler Rheintal auf. Mit 23 zog er in die USA, studierte und gründete mit Kollegen die Firma ReQuest. Sie entwickelten den ersten MP3-Spieler mit Festplatte (iPod lässt grüssen). Im Jahr 2001 wechselte Graf zum Elektronikriesen Philips und entwickelte dort die Online-Hifi-Anlage Streamium. 2005 gründete er dann Decentral.tv. Hier entwickelte er mit tatkräftiger Unterstützung von Investoren kyte.tv.
Safari-Kanal eines Schweizer Paares in Afrika.

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