Wie tickt die Mondaine Helvetica? Erste Schweizer Smartwatch im Test

Nun steigen die Schweizer gegen Apple und Co. in den Ring: Die smarte Mondaine punktet beim Design. Und Swatch startet morgen mit seiner Sport-Uhr.

Aktuell auf Blick.ch

Top 3

1 Amazon Alexa erklärt Das kann die neue Super-App von Amazon
2 Samsung und LG machens vor Diese Handys kann man falten!
3 Comeback mit neuen Phones HTC erfindet Touchbar fürs Handy

Digital

Immer informiert - Abonnieren Sie den Blick-Newsletter!
Bitte geben Sie eine gültige E-Mail-Adresse ein.
Schön, dass wir Ihnen unsere BLICK News des Tages senden dürfen. Möchten Sie zusätzlich den BLICK Sport Newsletter erhalten?
teilen
teilen
29 shares
6 Kommentare
Fehler
Melden

Mondaine hat die Nase vorn. Der kleine Uhrenhersteller, bekannt für die Bahnhofsuhr, hat als erstes Schweizer Unternehmen dieses Jahr eine neue Smartwatch vorgestellt – und ist auch beim Verkaufsstart schnell. Seit wenigen Tagen kann man die Mondaine Helvetica bestellen.

Und wie schlagen sich die Schweizer im Vergleich zu Giganten wie Apple oder Samsung? Mondaine setzt ganz bewusst eigene Akzente. Die Helvetica hat kein Display, sondern ein normales Zifferblatt. Trotzdem sind Sensoren und ein Bluetooth-Modul verbaut.

Stärken: Das klassische Uhrendesign hebt sich wohltuend von den vielen Smartwatches ab, die wie kleine Mini-Computer aussehen. Die Helvetica wird ganz sicher nicht so schnell aus der Mode kommen. Ein grosses Plus ist auch die Batterielaufzeit von rund zwei Jahren - und dass die Uhr mit Android und iPhone kommunizieren kann. Schrittzähler, Schlaftracking, Fitnesscoach, Wecker und so weiter funktionieren tadellos und sind über die schön gemachte App gut abrufbar. Vielversprechend sind auch die Designvariationen in Schwarz und Gold, die wohl im Herbst auf den Markt kommen.

Schwächen: Wer Apps auf seine Smartwatch laden will oder Benachrichtigungen erhalten möchte, der ist bei Mondaine fehl am Platz. Die Helvetica ist auf einem beschränkten Gebiet smart, der Funktionsumfang eingeschränkt. Und leider gibts bislang keine Version für Frauen.

Preis: Die ersten 1957 Exemplare gibts als limitierte Sonderversion mit kleinen Designanpassungen - die Zahl erinnert an das Geburtsjahr der Helvetica-Schriftart. Bei Galaxus ist die Helvetica Smart Limited Edition 1957 für 795 Franken erhätlich. Die normale Version kommt im Herbst und wird 100 Franken teurer sein.

Unser Fazit: Eine schöne Uhr, die man auch ohne smarte Funktionen gut tragen kann. Wer Freude an Schweizer Zeitmessern hat und Fitness-Funktionen oder Schlaf-Tracking nutzt, der findet bei Mondaine eine durchdachte und ausgereifte Lösung. Allerdings ist der Spass bewusst auf einige Bereiche einschränkt.

Übrigens: Die gleiche Technik in anderem Design (und zu etwas teureren) Preisen steckt in zwei weiteren Schweizer Preisen. Nämlich den Retro-Modellen von Frederique Constant und den sportlichen Uhren von Alpina. Hier sind die Smartwatches auch mit Metallarmbändern und dunklen Zifferblättern vorbestellbar.

Swatch startet morgen Donnerstag

Auch Swatch bringt seine erste Sensor-Uhr auf den Markt. Die Touch Zero One ist ab morgen in der Schweiz in den Stores erhältlich, zum Preis von 135 Franken. Auch die zweite Schweizer Smartwatch spezialisiert sich auf einen Bereich: Swatch setzt voll auf Volleyball. So zählt die Touch Zero One nicht nur Schritte oder Kalorien, sondern auch die Schlagstärke oder die Zahl der Ballberührungen. Als Gag für die Fans wird auch die Stärke des Klatsch-Applauses gemessen.

Die Uhr wird per Bluetooth mit dem Android-Telefon oder dem iPhone verbunden. Auf der bunten App kann man dann alle Daten ablesen. Im Unterschied zu Mondaine hat die Swatch einen monochronen Touchscreen, auf dem sich Schritte oder die Zahl der Schläge ebenfalls anzeigen lassen. Auch hier stark: Die Batterie hält rund neun Monate.

Messages oder weitere App-Anwendungen integriert aber auch Swatch nicht. Auch fehlt noch der NFC-Chip, der zum drahtlosen Bezahlen genutzt wird. Der soll in späteren Varianten der smarten Swatch folgen. Denn die Touch Zero One ist erst der Anfang. Weitere Ableger mit ähnlicher Technik sollen folgen, etwa für Snowboarder und Skifahrer, Surfer oder Köche.

Publiziert am 05.08.2015 | Aktualisiert am 13.10.2016
teilen
teilen
29 shares
6 Kommentare
Fehler
Melden

6 Kommentare
  • Nino  dos Santos aus Barcelona
    05.08.2015
    Was, 795CHF? Das ist ja total daneben für einen Fitnesstracker! Das Design ist auch sowas von hässlich und uncool, die will ich nicht mal geschenkt!
  • Graziella  Hutter 05.08.2015
    Das ist keine Smartwatch sondern ein Fitness-Tracker, da werden Äpfel mit Birnen verglichen. Eine Smartwatch zeigt Benachrichtigungen des Handys und ist ständig damit verbunden. Dies kann diese Uhr nicht. Und ist sie tatsächlich schöner als die Withings Activity Pop, die das alles schon seit 1.5 Jahren beherrscht?
    • Reto  Petitprince aus Binningen
      06.08.2015
      und Sie definieren also, was eine Smartwatch ist und was nicht ? Ich empfinde meine Polar M400 als sehr smart, egal was Sie dazu sagen.
  • Sebastian  Henze aus Zürich
    05.08.2015
    Ich kann die Pebble Time waermstens ans Herz legen.
    Die Uhr ist zwar nur bedingt smart, hat aber eine Akkulaufzeit von bis zu einer Woche. Sie hat aber alle noetigen Funktionen dabei:
    Benachrichtigungen für alle Apps auf dem Smartphone, Mit Spracherkennung auf eine Message antworten, Apps, Musikplayer-Steuerung, Fitness-Tracker und jede Menge Notifications. So bleibt einem der Griff in die Hosentasche zum Smartphone rausholen in vielen Fällen erspart.
  • Markus  Thomas aus Wittenbach
    05.08.2015
    Ich denke, man muss das als reine Spielerei sehen denn wenn man sich sagen lassen muss ob man genug geschlafen hat oder ob das Fitnesslevel erreicht wurde, so läuft etwas gewaltig falsch.
  • Kai   Fiesling 05.08.2015
    Keine Ahnung was mit "Nase vorne" gemeint ist, wenn man mit einer Smartwatch Jahre hinter der Konkurrenz auf den Markt kommt. Das klassische Uhrendesign hebt sich auch nicht ab, das gibts schon bei der Konkurrenz. Da sie weder die Nachrichten anzeigt noch Apps mit ihr funktionieren verdient diese Uhr den Namen Smartwatch überhaupt gar nicht und hat mit selben auch gar nichts zu tun. Da war meine Casio mit Taschenrechner in den 80ern noch bedeutend mehr Smartwatch.