Trotz Rekordgewinn kein Jubel Die vier grössten Apple-Sorgen

Apple erzielt zwar weiterhin Milliarden-Gewinne. Doch der Konzern hat Probleme. Vom schwächelnden iPhone bis zur unsicheren Autosparte.

Apple-CEO Tim Cook im Dezember in einem Apple-Store in New York.  play
Apple-CEO Tim Cook im Dezember in einem Apple-Store in New York.  Reuters/Archiv

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18,4 Milliarden Dollar Gewinn kann Apple ausweisen. Nicht etwa für ein gesamtes Jahr, sondern schon nur für das Quartal von Oktober bis Dezember. Trotz 1 Milliarde Apple-Geräten auf der Welt, trotz Rekord-Absätzen beim iPhone - die Experten und Analysten jubeln nicht. 

Schuld sind die Zukunftsaussichten. Apple hat gleich mehrere Sorgenkinder im Portfolio und verschweigt spannende Zahlen zur Apple Watch. Zudem prognostiziert Apple-Chef Tim Cook fürs nächste Quartal den ersten Umsatzrückgang seit mehr als einem Jahrzehnt. Statt 58 Milliarden nur noch 50 bis 53 Milliarden Dollar. Die Börse hat das Unternehmen dafür schon in den letzten Monaten abgestraft. Seit Mai 2015 verlor Apple 219 Milliarden Franken an Wert.

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So könnte das iPhone 7 aussehen.  handy-abovergleich.ch

iPad und Mac schrumpfen: Die Tablets trifft es bei Apple besonders hart - und das trotz neuem iPad Pro. Um 25 Prozent schrumpfen die Verkäufe im Vergleich zum Vorjahr. Und auch im PC-Markt muss Apple Federn lassen: Die Sparte Mac hat vier Prozent weniger Laptops und Computer verkauft. Für den Profit ist aber sowieso das iPhone wichtiger, es generiert vier Mal mehr Umsatz als alle Macs und iPads zusammen. 

Abhängigkeit vom schwächelnden iPhone: Über 51 der 75 Milliarden Umsatz erzielte Apple im letzten Quartal mit Smartphones. Apple ist total abhängig vom iPhone-Erfolg. Doch die Verkäufe stagnieren. Es gibt nur noch einen Mini-Zuwachs von 0,4 Prozent. Der Markt scheint gesättigt zu sein. «Der iPhone-Absatz wird zurückgehen», räumte auch Cook in der Telefonkonferenz ein. Und: Dieses Jahr kommt das iPhone 7 auf den Markt, das auch bestehende Kunden überzeugen muss. Denn rund 60 Prozent nutzen nicht die neusten 6- und 6s-Modelle, sondern ein älteres iPhone. Eine grosse Chance, aber auch ein Risiko. Passt den Besitzern von älteren iPhones das Modell 7 nicht, könnten sie zu Android-Geräten abwandern.

Was ist mit der Apple-Watch? Die erfolgreichste Sparte bei Apple heisst «Other Products». Im Vergleich zum Vorjahr legte sie um 62 Prozent zu und trägt jetzt 4,3 Milliarden Dollar zum Umsatz bei. Unter der Sammelrubrik versteckt sich die Apple Watch, aber auch AppleTV, iPod und die Beats-Kopfhörer sind dabei. Apple-Chef Tim Cook spricht zwar von Rekordverkäufen der smarten Uhr, sagt dasselbe aber auch über die TV-Box. Weitere Details geben die Amerikaner nicht bekannt. So bleibt unklar, ob die Apple Watch Wachstumspotential wie das iPhone oder das iPad hat - oder ein Nischenprodukt ist. 

Im Herbst gibt es eventuell die zweite Generation der Apple Watch.  play
Im Herbst gibt es eventuell die zweite Generation der Apple Watch.  Reuters/Archiv

Beim Auto auf die Bremse: Entscheidend für die Zukunft von Apple sind neben dem iPhone auch ganz neue Geschäftsbereiche. Ein offenes Geheimnis ist, dass Apple an einem selbstfahrenden Elektroauto arbeitet. Doch das Projekt scheint ins Stocken geraten zu sein. So soll Projektleiter Steve Zadesky laut «Bloomberg» und «Wall Street Journal» kurz vor dem Absprung stehen, weil der für 2019 vorgesehene Serienstart des Autos in Frage steht. Laut anderen Quellen gilt zudem ein Einstellungsstopp fürs iCar-Projekt - bereits 1000 Angestellte sollen dafür arbeiten.

Die heissesten Gadgets von der CES 

Publiziert am 27.01.2016 | Aktualisiert am 31.10.2016
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7 Kommentare
  • Pius  Minder 28.01.2016
    Die Geräte werden immer teurer und bieten immer weniger, hinzu kommt schlechte Servicefähigkeit, die von Apple bewusst so eingebaut wird, das OSX lässt auch zu wünschen übrig, der Updatewahn und der Datenklau sind mindestens gleich übel wie bei Windows... Erinnert mich alles an Apple aus den 90ern kurz vor dem Aus!
  • Hermann  Winter 27.01.2016
    Es ist nicht ganz fair, jetzt Tim Cook vorzuwerfen, dass es seit ihm keine Innovationen mehr gegeben habe. Die Smartphones sind mittlerweile si ausgereifte Geräte, dass für viele Anwender selbst ein "Billig Smartphone" für 100 CHF alles bietet, was sie brauchen. Der Kreis derjenigen, die sich dann tatsächlich alle 2 Jahr ein neues Gerät kaufen, beschränkt sich auf eingefleischte Fans oder Technik-Nerds. Davon gibt es aber viel zu wenige, als dass Apple davon zukünftig noch profitieren würde.
  • stan  laurel 27.01.2016
    ich finde die preise vom monopol apfel grauenhaft - ok die Leistungen sind mehr als gut für die ganze Welt, das ist leider so und ein politisches Problem und hat leider mit dem Apfel sehr viel zu tun.
  • Leinad  Mollman 27.01.2016
    Der Preiszenith ist längst überschritten! iPhones kosten drei mal mehr (900 Fr. gegenüber 300 Fr.) als Android Geräte, die eigentlich das selbe können und auch nicht schlechter aussehen. Das gilt leider für die restlichen Apple-Geräte genauso. Deshalb schauen sich selbst die Fanboys mittlerweile nach alternativen um.
  • Heinz  A. 27.01.2016
    Seit Steve Jobs weg ist, gibts keine Innovationen mehr! Jobs war der Kreative und Tim Cook, der Buchhalter. Seit Cook am Ruder ist, sind auch die Betriebs-Systeme ein grössere Katastrophe – bald wie Windoof! Nur noch ein Aergernis – nichts funktioniert mehr richtig! Be Jobs, ging kein Betriebssytem als Update, dass nicht 100 Prozentig funktioniert hatte. Kein Wunder wandern die Benutzer zu Android usw., ab! Buchhalter können halt nicht kreativ sein!
    • Rees  Keller aus Basel
      27.01.2016
      Windows ein einziges Ärgernis? Testen Sie mal für einen Monat zum Beispiel ein Surface Pro wie auch ein Lumia 950 - Sie werden staunen, wie flüssig und stabil das nun unter Win 10 läuft. Windows ist für mich der klare Aufsteiger der letzten 14 Monate wohingegen Apple eher abgebaut hat. Auch Android hat seine Schwachstellen ...

      Ach ja, nur so nebenbei: ich habe in den letzten Jahren auf sämtlichen verfügbaren Betriebssystemen gearbeitet und, am meisten war ich überrascht von Windows ...
    • Horwald  Blattmann 27.01.2016
      Wer Windows als "Windoof" bezeichnet, lebt noch in den 90ern...