Technik-Trends 2016 Werden wir uns alle scannen?

Virtuelle Realität, Fitness-Tracker und smarte Häuser: Wir zeigen, welche fünf Technik-Trends im 2016 richtig gross werden – und nächste Woche in Las Vegas bereits einen grossen Auftritt haben.

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Nächste Woche startet die weltgrösste Messe für Technik, die Consumer Electronics Show. Die CES in Las Vegas dauert vom 6. bis am 9. Januar, 3600 Aussteller präsentieren ihre neusten Gadgets. Wir zeigen, welche fünf Trends im 2016 richtig gross werden und auch schon an der Messe zu sehen sind. Übrigens: BLICK wird direkt von der CES berichten.

Auch der Schweizer Hersteller Digitalstrom ist mit seinen Smarthome-Lösungen in Las Vegas präsent. play
Auch der Schweizer Hersteller Digitalstrom ist mit seinen Smarthome-Lösungen in Las Vegas präsent.

Trend 1: Smarter Haushalt

Gemäss einer Umfrage von Parks Associates wollen sich 43 Prozent der Haushalte nächstes Jahr ein vernetztes Haushalt-Gadget kaufen - das sind potentiell fast 50 Millionen Kunden. Kein Wunder zeigen eine Rekordzahl von Anbietern Lösungen fürs smarte Home. Einerseits werden immer mehr einzelne Haushalt-Geräte mit dem Smartphone und dem Internet verbunden - von der Zahnbürste über den Kühlschrank und die Waschmaschine bis zum Staubsauger. Zudem vernetzten sich die Geräte auch untereinander und können zentral gesteuert werden, etwa das Licht, die Heizung oder die Alarmanlage. An der CES feiern neue Standards Premiere, etwa Ultra Low Energy. Die Vernetzung braucht damit viel weniger Energie, Geräte müssen nicht dauernd am Strom hängen.

Trend 2: Fitness und Gesundheit

«Connected Health gilt in der Tech-Branche als der nächste grosse Milliardenmarkt», sagt Manuel Meister, Geschäftsführer für den Bereich Communications, Media and Technology, Accenture Schweiz. Rund 80 Millionen Fitnesstracker wurden schon 2015 abgesetzt. Bislang haben die Armbänder, Uhren oder Tracker vor allem Daten gemessen. Wieviele Schritte man gegangen ist, wie lange man geschlafen hat. Die nächste Generation, die an der CES Premiere feiert, soll nicht nur aufzeichnen, sondern auch Tipps geben, wie man sein Wohlbefinden und seine Fitness verbessern kann. Daneben wird es vermehrt tragbare Gadgets geben, die konkrete medizinische Funktionen haben. Etwa Parkinson-Patienten unterstützen, Sprachtempo und Lautstärke auf normalem Level zu halten. Oder portable Luftqualitätsmesser für Asthmatiker.

Fitness-Anwendungen sollen in Zukunft nicht nur messen, so auch Tipps geben. play
Fitness-Anwendungen sollen in Zukunft nicht nur messen, so auch Tipps geben.

Trend 3: Connected Car

Die Technik-Messe ist auch eine Automesse. Die meisten grössten Hersteller von Toyota bis VW sind in den USA präsent. Die grossen Themen dieses Jahr sind Elektromobilität und das vernetzte, selbstfahrende Auto. Während man beim ersten Thema durchaus martktreife Konzepte erwarten darf, ist der Connected Car noch Zukunftsmusik. Das Ziel: Ein Mobilitätssystem und vernetzte Verkehrsteilnehmer, die Informationen austauschen. So soll es weniger Staus und weniger Unfälle geben. Auf vielen Strecken dürften die Autos selbstständig unterwegs sein. An der Messe dürften weitere Schritte in diese Richtung zu sehen sein, intelligente Navis etwa oder vernetzte Infotainment-Systeme. Eventuell werden Ford und Google eine Zusammenarbeit bekannt geben. Und das grosse Mysterium Faraday Future soll mit chinesischem Geld einen Tesla-Konkurrenten vorstellen.

So sieht der letzte bekannte Prototyp von Google's selbstfahrendem Auto aus. (Archiv) play
So sieht der letzte bekannte Prototyp von Google's selbstfahrendem Auto aus. (Archiv) Keystone/FR155217 AP/TONY AVELAR

Trend 4: Virtuelle Realität

Schon seit rund zwei Jahren sind Brillen für virtuelle Realität omnipräsent. 2016 sollen nun wichtige Modelle endlich auf den Markt kommen. Samsungs Gear VR ist bereits erhältlich - und könnte für weitere Handymodelle ausgebaut werden. Von der HTC Vive erwartet man den Durchbruch in der Gaming-Industrie. Die virtuelle Realität dürfte also endlich Realität werden. Auch weil viele Anbieter auf günstige Brillen im Kombination mit Handys setzen dürften. So dass 360-Grad-Filme oder Rundum-Games für ein breites Publikum erlebbar werden.

Die Sony PlayStation VR im November 2015. play
Die Sony PlayStation VR im November 2015. AP Photo/Michael Sohn (Archiv)

Trend 5: Sicherheit

Die ganze Vernetzung bringt natürlich auch Probleme mit sich - vor allem im Bereich Sicherheit. «Die Verbraucher fordern neue digitale Identifikationsverfahren, denn der klassische Login mit Passwort und Nutzernamen hat bald ausgedient», sagt Analyst Manuel Meister von Accenture Schweiz. Mit möglichst sicheren Passwörtern zu arbeiten, ist aufwendig und umständlich. Alternativen könnten biometrische und datenbasierte Verfahren sein. Ein Iris-Scan etwa. Oder ein Mix aus verschiedenen Verfahren wie Gesichtserkennung, Sprachanalyse und Hand-Analyse.

Publiziert am 01.01.2016 | Aktualisiert am 01.01.2016
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1 Kommentare
  • William  Quispe aus Bellinzona
    02.01.2016
    "Die Verbraucher fordern neue digitale Identifikationsverfahren...!" Ach nö, wie niedlich das tönt. Fakt ist, dass es genügend sichere Verfahren zur Identifikation gäbe. Die Cyberindustrie möchte aber Zugriff auf ALLE Daten von uns haben. Wie war das noch im Film mit Sandra Bullock? Identitätsklau, und tschüss du liebe Welt.