Swisscom eSIM im Test Telefonieren mit der ersten digitalen SIM-Karte

Das ist der Anfang vom Ende der SIM-Karte: Die Swisscom verbindet die Smartwatch von Samsung mit dem Mobilfunk. Einfach, schnell und ohne Gefummel.

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Hat die Smartwatch eine eSIM integriert, kann man damit mit eigener Nummer telefonieren und surfen.

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Mit der Smartwatch telefonieren ist keine Neuheit mehr. Und trotzdem hat die Samsung Gear S2 Classic 3G eine Weltneuheit zu bieten, nämliche eine digitale SIM-Karte.

Sprich: Statt eine echte SIM-Karte in einen Slot zu schieben, ist die gesamte Mobilfunktechnik bereits fix verbaut. Sie muss nur noch mit einem Provider verbunden werden.

Das geht eigentlich ganz einfach. Mit der kostenlosen Gear-App muss man nur den Code auf dem von der Swisscom gelieferten Voucher einscannen. Schon wird man auf der Uhr aufgefordert, den passenden Pincode einzutippen. Kurz darauf ist die Smartwatch einsatzfähig, man kann also telefonieren und surfen ohne Verbindung zum Handy.

SIM-Karte direkt in die Hardware verbaut

Bei der Samsung Gear S2 Classic 3G ist der Vorteil, dass man keinen Deckel aufschrauben muss wie etwa bei der LG Watch. Sonst kann man momentan nicht mehr oder nicht weniger als bei einer smarten Uhr mit normaler SIM-Karte.

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Einfach mit der App den Code einscannen und nach 30 Sekunden ist die Uhr mit dem Netz verbunden.

Es gibt sogar gewisse Einschränkungen. So sind die Uhr und die eSIM bisher nur bei der Swisscom erhältlich. Und zwar als Ergänzung zu einem bestehenden Abo. Zwar erhält man eine eigene Nummer, ist aber an den bisherigen Vertrag gebunden.

Was natürlich auch Vorteile hat, da man so die Flatrates nutzen kann. Aber das ist natürlich erst der Anfang. Bald schon dürfte es möglich sein, die eSIM von unterschiedlichen Anbietern zu nutzen und bei Bedarf auch unkompliziert zu wechseln.

Smartphones und Smart Home mit eSIM

In den nächsten Jahren dürften auch die grossen Handy-Hersteller auf den Zug aufspringen. Die eSIM ist aber auch für den gesamten Smart-Home-Bereich interessant, wo ganz viele Geräte auf einen Internetzugang angewiesen sind.

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SMS kann man sehr gut mit der recht genauen Spracherkennung schreiben - auch ganz ohne Handy.

Unser Fazit: Die eSIM hat unseren Alltagstest mit Bravour bestanden. Sie ist einfach zu handeln und zeigt das Potenzial, das in dieser Technik steckt. Die Kosten sind mit 15 Franken pro Monat für einen Zusatz zum Abo aber nicht gerade klein.

Ob eine separate Telefonnummer immer sinnvoll ist, muss jeder selber wissen. Eine Wahl hat man bislang nicht. Übrigens: Die Samsung Gear S2 Classic 3G an sich hat auch im zweiten Test übereugt. Sie kostet bei der Swisscom mit Abo 299 Franken, ohne sind es 449 Franken.

Telefonieren aus dem Handgelenk 

Publiziert am 11.07.2016 | Aktualisiert am 07.11.2016
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3 Kommentare
  • Sebastian  Henze aus Zürich
    12.07.2016
    Ich sehe da absolut keinen Vorteil.
    Heute hat jedes China-Handy einen Dual-SIM-Slot und man kann es dann mit SIM-Karten des Providers seiner Wahl bestuecken.
    Hier geht es lediglich darum, dass die Provider noch mehr Kontrolle ueber die Nutze bekommen...
  • Konrad  Stoll aus Buengkan
    12.07.2016
    Die eSIM ist ein Rückschritt ins letzte Jahrhundert. Damals musste man auch Tagelang auf die Daten des Providers warten bis man das Telefon benutzen konnte. Heute kann man die SIM ins Telefon stecken und los gehts, keine 5 min dauert die Prozedur, jeder kann das selbst erledigen.
  • Robert  Roger 11.07.2016
    Die eSIM macht für mich erst Sinn, wenn die eSIM auf mehreren Geräten installieren kann und jedes Gerät, welches aktiv im Netz ist, klingelt. Das selbe natürlich auch umgekehrt, also mehrere Nummern auf einer eSIM. Bin auf die Weiterentwicklung gespannt.