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Nun geht es Schlag auf Schlag: Im April bringt Samsung als erster Hersteller 3D-Fernseher und passende Blu-ray-Abspielgeräte auf den Markt. Ab rund 2600 Franken (TV inkl. 1 Brille plus Player) beginnt das dreidimensionale TV-Abenteuer. Hersteller wie Sony, Panasonic, LG oder Philips ziehen bis im Sommer nach.Danach wird die dritte Diemension omnipräsent sein. Denn auch andere Geräte stossen in diesen Bereich vor: mit Kameras, Beamer, Computer oder Gamekonsolen. Für die Playstation 3 etwa kündigte Sony bereits ein 3D-Software-Update an. Damit man mit räumlichen Erlebnis zocken kann.
Längerfristig wird jedes Gadget mit Display 3D-fähig sein – auch ohne lästige Brille. Das deutsche Fraunhofer Heinrich Hertz Institut etwa präsentierte letzte Woche auf der Computermesse Cebit in Hannover einen Bildschirm, der ohne jegliche Hilfsmittel dreidimensionale Videos spielt. TV-Geräte von Samsung & Co setzen leider noch auf die lästige Shutter-Brillen. Diese decken ultraschnell und abwechselnd das linke resp. rechte Auge ab – und erzeugen so einen räumlichen Effekt. Das funktioniert richtig gut, wie ein Selbsttest mit serienreifen TV-Modellen zeigt.
Scharfe Bilder, knackige Farben, ein starkes Raumgefühl: Das Erlebnis auf dem Fernseh-Sofa ist genauso eindrücklich wie auf der grossen Leinwand, bei den 3D-Blockbustern «Alice im Wunderland» oder «Avatar». Faszinierend, wie einem die Bilder entgegenfliegen – oder man im Display zu versinken glaubt. Teuer wirds leider, wenn die Familie mitschauen will. Zusatzbrillen kosten 199 bis 299 Fr. pro Stück!
Gut zu wissen: Auch das Angebot von 3D-Filmen fürs Pantoffel-Kino wächst ständig. Bis Ende dieses Jahres sollen rund 80 bis 100 Blu-ray-Discs mit 3D-Filmen auf den Markt kommen – darunter speziell aufbereitete Klassiker.
Samsung überbrückt die Wartezeit clever: Die TV-Geräte können 2D in 3D umwandeln. Mit schwächerem Raum-Effekt, aber durchaus sehenswert.
Sony wird übrigens einige Spiele der Fussball-WM in 3D aufzeichnen, in Kinos zeigen und als Blu-ray-Disc veröffentlichen. In ein bis zwei Jahren sollen 3D-Programme sogar über normale TV-Kanäle zu empfangen sein. «Sex in the City» oder «CSI» in 3D – nur noch eine Frage der Zeit.