Sound aus dem Netz holen

  • Publiziert: 05.02.2008, Aktualisiert: 20.01.2012
  • von Roman Neumann und Thomas W. Enderle

ZÜRICH – Die CD-Verkäufe sind rückläufig. Viele kaufen sich Musik digital bei Download-Portalen wie iTunes oder Exlibris, den Schweizer Branchenführern. Oder sie laden Songs über illegale Internet-Tauschbörsen herunter. Es gibt Möglichkeiten, wie Sie legal & gratis an Ihre Lieblingsmusik kommen. BLICK hat 5 Wege geprüft und verrät, welche Abstriche Sie für den Gratis-Sound in Kauf nehmen müssen.

<a href="http://www.mp3.ch">Schweizer Sound</a>

Die Schweizer Seite MP3.ch bietet Musik aller Genres gratis zum Anhören und zum Download an – sogar ein eigener Mundart-Channel steht zur Verfügung. Testberichte und Tipps für Podcasts runden das Angebot ab. Eine Registrierung ist nicht nötig. Leider ist der Katalog beschränkt: unbekannte Künstler, unbekannte Stimmen, unbekannte Klänge. Justin Timberlake, Rihanna und Robbie Williams sucht man vergebens. Trotzdem – oder gerade deswegen – ist die Seite einen Besuch wert: Hier warten einige Musikperlen auf ihre Entdeckung.
Fazit: Fundgrube für neugierige Musikliebhaber, die gerne neue Schweizer und internationale Künstler entdecken wollen.

www.mp3.ch

<a href="http://www.we7.com">Talente gesucht</a>

Auch bei We7.com wollen neue Talente entdeckt werden. Zwar findet man im grossen Katalog durchaus bekannte Namen wie Bob Marley, Uriah Heep und Ramones, doch Unbekanntes hat Vorrang. Downloaden ist nach einer simplen Registrierung gratis. Einziger, aber grosser Wermutstropfen: Jeder Song beginnt mit einem 10-sekündigen Werbespot. Dafür erhalten die Künstler Tantiemen auf ihr Konto. Hinweis für Nachwuchstalente: Jeder kann seine Musik einschicken. Wer von der Gemeinschaft für gut befunden wird, schaffts auf die Seite – und verdient bald sein eigenes Geld.
Fazit: Warum eigentlich nicht? Wer werberesistent ist, soll zuschlagen.

www.we7.com

<a href="http://www.remlapsoftware.com/clickster.htm">Der Allesfinder</a>

Wer verzweifelt nach einem Lied sucht, sich aber nicht auf illegales Terrain begeben will, ist mit Clickster bestens bedient. Diese Software steht zum Gratisdownload bereit. Wer sie auf dem Rechner installiert, kann mit einer Suchmaske nach seiner Lieblingsmusik suchen. Das Programm durchstöbert das Internet nach MP3-Dateien, die auf öffentlichen Servern angeboten werden. Mit einem Klick können die Lieder angehört oder gleich runtergeladen werden. Das Beste daran: Das Gratis-Programm findet nach eigenen Angaben 25 Millionen Songs und hält seinen Katalog ständig aktuell. Da ist garantiert für alle etwas dabei.
Fazit: Genial.

Clickster

<a href="http://www.last.fm">Radio-aktiv</a>

Bei Last.fm und Deezer.com ist jeder sein eigener Radio-Macher. Denn die beiden Web-Radio-Dienste stellen ihr Programm nach den Wünschen des Hörers zusammen. Deezer.com spielt jeweils den gesuchten Titel ab. Last.fm geht einen anderen Weg: Der Dienst versucht den Geschmack des Users zu treffen. Statt des gesuchten Titels spielt Last.fm Songs ähnlicher Künstler. 3,5 Millionen Songs hat Last.fm in der Bibliothek – darunter auch die grossen Musiklabels EMI, Universal, SonyBMG und Warner. Die Songs gibts allerdings bei beiden Diensten nur als Stream gratis. Wer downloaden will, zahlt.
Fazit: Musik hören im Büro – schöner gehts nimmer.

www.last.fm
www.deezer.com

<a href="http://www.shoutcast.com">Retro-Style</a>

Früher nahm man seine Musik mit dem Kassettenrecorder vom Radio auf. Das gibts nun auch für den PC. Dazu brauchts den Music-Player Winamp und das Programm Streamripper. Aus Tausenden Internet-Radios von Rock bis Jazz kann man nun einen beliebigen Sender auswählen. Streamripper erkennt den Anfang und das Ende der Lieder, schreibt sie selbständig mit Titel und Künstler an und speichert sie als MP3-Datei auf der Festplatte ab. Wie früher muss man allerdings mit Soundfetzen und Radiojingles in den Liedern rechnen.
Fazit: Mit etwas Aufwand grosser Ertrag.

www.shoutcast.com
www.winamp.com
http://streamripper.sourceforge.net

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