So wird der Empfang besser Endlich richtig gutes WLAN zu Hause

Eine schlechte Verbindung oder sogar keine: Viele Heimnetzwerke sind am Anschlag. BLICK erklärt, wie Sie aus Ihrem drahtlosen Internet das Beste herausholen.

Ein richtig gutes WLAN zu Hause: Wir zeigen euch wie es geht play
Ruckelts beim Film-Streaming im Bett? Dann ist möglicherweise das schwache WLAN schuld. Getty Images

Aktuell auf Blick.ch

Top 3

1 Amazon Alexa erklärt Das kann die neue Super-App von Amazon
2 Lenovo Yoga Book im Test Was taugt der erste Laptop mit Touch-Tastatur?
3 Samsung und LG machens vor Diese Handys kann man falten!

Digital

Immer informiert - Abonnieren Sie den Blick-Newsletter!
Bitte geben Sie eine gültige E-Mail-Adresse ein.
Schön, dass wir Ihnen unsere BLICK News des Tages senden dürfen. Möchten Sie zusätzlich den BLICK Sport Newsletter erhalten?
teilen
teilen
0 shares
8 Kommentare
Fehler
Melden

Was für ein Ärger! Da zahlt man 50 oder gar 100 Franken im Monat für schnelles Internet. Und trotzdem kann man im Bett keinen Film streamen, und das Internetradio im Bad funktioniert nur zeitweise.

Das Problem: Die von den Anbietern gratis abgegebenen WLAN-Router sind häufig schwach. Fürs Wohnzimmer reichts problemlos, doch bei grösseren Wohnungen hat man längst nicht in jedem Zimmer eine stabile Verbindung. Gerade in Neubauten mit viel Stahlbeton ist das Signal oft miserabel.

«Typische Störfaktoren für den WLAN-Empfang sind Beton, Wasser, TV-Geräte, Mikrowellen oder andere WLAN-Router – zum Beispiel jene der Nachbarn», sagt Turan Ercin, der den Schweizer Ableger des Netzwerkspezialisten Netgear leitet.

Manchmal helfen einfache Massnahmen (siehe unten), manchmal ein sanftes Aufrüsten. Reicht das nicht, tauscht man am besten den vorhandenen WLAN-Router aus. BLICK hat den Test gemacht und den vom Internetanbieter bereitgestellten Zyxel-Router für rund 40 Franken durch den Netgear R7800 Nighthawk X4S ersetzt.

Wuchtiger Router, viel besseres WLAN

Der ist zwar mit rund 200 Franken nicht ganz günstig und mit seinen vier Antennen deutlich wuchtiger und auffälliger. Doch das Resultat ist frappant. In der Testwohnung deckte das WLAN vorher nur zwei von vier Zimmern ab. Mit dem neuen Router hat die ganze Wohnung inklusive Bäder Empfang.

Ein richtig gutes WLAN zu Hause: Wir zeigen euch wie es geht play
Der Netgear R7800 Nighthawk X4S sorgt für WLAN-Power, auch in einer grossen Wohnung.

 

Zwar fordern die Betonwände immer noch ihren Tribut, doch auch Videostreaming ist nun in der ganzen Wohnung möglich. Als netter Nebeneffekt hat man zudem das Gefühl, jederzeit auf die volle Leistung zugreifen zu können. Dies liegt unter anderem daran, dass der Router einen eigenen Prozessor hat, der die Datenströme steuert und dafür sorgt, dass auch mehrere Geräte gleichzeitig die volle Internetleistung nutzen können. 

Angst vor dem Wechsel muss man nicht haben, im Test klappte die Installation des neuen WLAN-Routers problemlos. Das alte Gerät ausschalten und von den Kabeln trennen, das neue anschliessen und aufstarten. Nun muss man nur noch über den Browser eines Computers oder eines Mobilgeräts die Installation bestätigen. Netzwerkname und Passwort sind voreingestellt – sollten danach aber unbedingt noch geändert werden.

Tipps für besseres WLAN

  • Router umplatzieren: Der WLAN-Sender sollte möglichst zentral sein. Wer also auch einen Anschluss im Gang hat, kann diesen nutzen. Je weniger Wände und Hindernisse im Weg sind, desto besser ist der Empfang. «Ecken sind nicht optimal, weil die Wände die Strahlenleistung minimieren», weiss Netgear-Experte Turan Ercin.
  • Antennen ausrichten: Lesen Sie in der Betriebsanleitung nach, wie die zwei, drei oder mehr Antennen des Routers ausgerichtet werden sollten. Das kann sich wie beim Radio lohnen.
  • WLAN ans Fenster: Will man auch auf dem Balkon oder im Garten Empfang haben, ist es am besten, den Sender direkt ans Fenster zu stellen. Dieses dämpft meist weniger als eine Mauer.
  • Nicht verstecken: Die Verlockung ist gross, den Router in einem Schrank oder hinter Gegenständen zu verstecken. Stellen Sie ihn besser auf ein Gestell oder auf einen Kasten – gut sichtbar und nicht hinter Gegenständen oder Büchern versteckt. Elektrische Geräte wie Funktelefone oder Mikrowellen können das Signal stören und sollten nicht direkt daneben stehen.
  • Nachmessen: Wer unsicher ist, kann verschiedene Varianten ausprobieren und mit dem Gratisprogramm HeatMapper von Ekahau.com die WLAN-Abdeckung der eigenen Wohnung kartografieren.
Ein richtig gutes WLAN zu Hause: Wir zeigen euch wie es geht play
Mit HeatMapper kann man selber genau ausmessen, wie gut der Empfang in jedem Raum ist.

 

  • Repeater nutzen: Ab rund 30 Franken gibt es sogenannte Repeater. Diese werden am Rand, aber noch innerhalb des Empfangs-bereichs an den Strom angeschlossen und verstärken das WLAN-Signal. Eine günstige Lösung, die allerdings schnell an Grenzen stösst.
  • Via Stromnetz überbrücken: Auf Powerline-Adapter ist beispielsweise Devolo spezialisiert. Die Daten werden dabei via Stromnetz übertragen. Der Sender in der Nähe des Internetanschlusses wird mit einer Steckdose verbunden, der Empfänger ebenfalls. Dieser, beispielsweise in einem entfernten Zimmer, fungiert als zusätzliches WLAN-Modul.

Schweizer machen Samsung-Uhr besser 

Publiziert am 06.12.2016 | Aktualisiert am 03.01.2017
teilen
teilen
0 shares
8 Kommentare
Fehler
Melden

8 Kommentare
  • Joller  Axel aus Bern
    06.12.2016
    Einfach Swisscom Router durch eine alternative tauschen... Ganz einfach!
  • David  Zerzuben aus Sion
    06.12.2016
    Wer Powerline als sinnvolle Möglichkeit in einem Beitrag erwähnt, kann man nicht ernst nehmen...
    • Meier  Ernst aus Erde
      07.12.2016
      Wieso? Habe Zuhause 4 Powerline-Adapter mit integriertem WLAN-Modul im Einsatz und gemessen an jedem zwischen 190-300 MBit/s. Das reicht für Streaming, selbst HD geht problemlos. Und diese Lösung hat einen weiteren Vorteil... WLAN-Abdeckung im ganzen Haus top, aber 20 Meter vom Haus entfernt fast nicht mehr brauchbar. Das zerschiesst nicht die WLANs der Nachbaren. Nicht so wie im Geschäft, da erschlägt das WLAN die WLANs der anderen Firmen rundrum.
  • Michael  Koch 06.12.2016
    Wenn schon Tipps, dann müsste man aber auch die manuelle Kanalwahl oder die Wahl eines 5Ghz Bandes erwähnen. Besonders in Mehrfamilienhäusern.
  • Lucio Silva  Safnanno aus San Vito Lo Capo
    06.12.2016
    Für Häuser und mehrgeschossige Wohnungen, was man ja hat, gibts Signalverstärker, der Nachteil ist nur, dass man den Laptop oders Smarthphone, wenn man rauf geht, neu peilen muss.
    • Nora  Stein 06.12.2016
      Einfach überall seinen Senf beitragen, obwohl keine Kenntnisse vorhanden sind. Besser einmal einen Schritt zurücktreten, und sich zuerst mit der komplexen Programmtechnik und diversen Protokollen zu befassen. Natürlich nur, wenn die Grundvoraussetzungen gegeben sind.
    • Meier  Ernst aus Erde
      07.12.2016
      Gleiche SSID+Passwort vergeben, unterschiedliche Sendekanäle wählen und schon rockt das WLAN über mehrere WLAN-Sender, auch ohne Unterbrüche.
    • Lucio Silva  Safnanno aus San Vito Lo Capo
      07.12.2016
      Heben Sie sich ihren frechen Kommentar auf für daheim, Nora, schliesslich habe ich ganz genau diese Technik und sie ist von Swisscom. Wahrscheinlich wohnen Sie in einer 1 Zi Wohnung und zapfen das Internet bei der Nachbarswohnung an.