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Google hat uns alle gluschtig gemacht. Doch wie lange man in der Schweiz noch auf das Nexus One warten muss. Niemand weiss es. Vielleicht ein paar Monate, vielleicht ein halbes Jahr. In Genuss des neuen Android-Handys kommen erst die Amerikaner, die Engländer sowie Hongkong und Singapur.
Einfach auf einer Ferienreise kaufen? Geht nicht so einfach. Denn das Nexus One gibts nicht im Laden, sondern nur im Internet. Und bestellen kann man nur von einem Computer aus den entsprechenden Ländern – und nur mit Versandadresse in den USA oder in England.
Natürlich hat die Internet-Community schnell herausgefunden, wie man diese Sperren umgeht. Mit kleinen Progrämmchen spielt man dem Google-Shop vor, dass der eigene Rechner in den USA oder in England steht. Und lässt sich das Gerät an eine virtuelle Postfachadresse liefern, die man ganz günstig via Internet erwerben kann (z.B. www.myus.com). In diesem Service inklusive ist die Weiterleitung aller Post, also auch des Google-Telefons.
Problem für Schweizer: Englische Anbieter versenden nur in den EU-Raum, US-Anbieter sind etwas teurer. Zudem könnte es sein, dass Google bald den Trick verhindert und gewisse Adressen einfach sperrt. Auch technisch ist das Ganze nichts für Anfänger. Wers trotzdem mit einem US-Anbieter versuchen will: hier gibts eine ausführliche Anleitung.
Viele User gehen auch über die bekannten Auktionsplattformen wie Ebay. Allerdings sind die Preise hoch (ca. 800 bis 900 Fr. pro Gerät ohne Versand) und wie seriös die jeweiligen Verkäufer sind, ist schwierig zu sagen. Jedenfalls werden haufenweise Geräte angeboten, die gar noch nicht im Besitz der Verkäufer sind. Achtung: Niemals ohne Sicherheiten eine Zahlung leisten, sonst sind schnell ein paar hundert Franken futsch.
So haben wir bestellt
Wir haben einen dritten Weg gewählt: Den Shoppingdienst Dollarpig.de, der von zwei in den USA lebenden Deutschen geführt wird (siehe Kasten). Obwohl sie eine Provision verlangen, sind sie nicht sehr viel teurer als über die anderen Kanäle. Vor allem nicht, wenn man ein Paypal-Konto hat. Denn so kann man statt einer Überweisung auf ein Eurokonto in Deutschland die Zahlung in Dollar über den Internet-Zahlungsdienst besorgen und profitiert zusätzlich von den günstigen Kursen.
Ganz billig ist der Vergnügen trotzdem nicht: 580 Dollar ist der Grundpreis des Geräts, der Versand je nach Geschwindigkeit zwischen 40 und 80 Dollar plus die Provision für Dollarpig von rund 50 Dollar. Für unsere Express-Bestellung kommen so 750 Franken zusammen. Plus die Zollgebühren und Mehrwertsteuer, die man bei der Lieferung des Kurierdienstes bezahlen muss. So kommt das Nexus One auf rund 800 Franken zu stehen. Wie teuer das Telefon dereinst in der Schweiz sein wird, kann man nur schätzen: 600 bis 700 Franken dürfen es auch sein.
Der Service hat übrigens tadellos geklappt. Anfrage in ein Formular auf der Webseite www.dollarpig.de schreiben. Dann bekommt man eine detaillierte Offerte. Wer zuschlägt, muss via Paypal oder auf ein Konto in Deutschland eine Vorauszahlung leisten. Rund eine Woche nach Bestellung liegt das Google Nexus One nun auf der Redaktion. Ein detaillierter Testbericht folgt in den nächsten Tagen!
play
Die Profi-Shopper Katja (31) und David White (30) von Dollarpig.de.