Smartwatcher sorgt für Sicherheit Schweizer Killer-App für die Apple Watch

Endlich eine wirklich sinnvolle Anwendung: Ein Zürcher Start-up hat eine Gratis-App entwickelt, die eine Smartwatch in einen Notrufknopf und ein Sicherheits-Gadget verwandelt.

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Die Idee ist so einfach wie clever - und doch ist bislang noch niemand darauf gekommen. Warum nicht die Smartwatch in ein Notrufsystem einbinden? Ein kleines Start-up aus Zürich hat genau das gemacht und eine App programmiert.

«Smartwatcher» heisst die Anwendungen. Sie bietet die Möglichkeit, bis zu zwölf Freunde als sogenannte «Watcher» zu hinterlegen. Löst man nun übers Handy oder die smarte Uhr mit einem Klick einen Alarm aus, bekommen alle Kontakte eine Benachrichtigung.

Gründer und CEO Morgan Cohen bei der Präsentation der App in Zürich. play
Gründer und CEO Morgan Cohen bei der Präsentation der App in Zürich.

Sie sehen auf einem Blick, wo sich die Person befindet, die einen Notruf abgesetzt hat. Und haben nun die Wahl: Mit einem Klick können sie beim Hilfesuchenden nachfragen, was los ist. Oder direkt die Rettungskräfte dorthin schicken.

Die Notruf-App lässt sich direkt ins Zifferblatt der Apple Watch integrieren (unten rechts). play
Die Notruf-App lässt sich direkt ins Zifferblatt der Apple Watch integrieren (unten rechts).

Die App lässt sich auf der Apple Watch sogar direkt in die selber konfigurierbaren Zifferblätter integrieren. So hat man einen Alarmknopf direkt auf dem Handgelenk. Nicht nur für Outdoor-Sportler oder Jogger ein Vorteil, die Uhr ist so auch ein schicker Ersatz zu den schon existierenden Notruf-Armbändern.

Eine weitere Funktion ist das «Continuous Watching». Hier gibt man eine Zeitdauer (Minuten oder Stunden) ein und wird danach regelmässig daran erinnert zu bestätigen, dass man okay ist. Unterlässt man dies, wird automatisch der Alarm ausgelöst. So können etwa Teenager daran erinnert werden, dass sie sich im Ausgang regelmässig melden sollen.

Gewisse Einschränkungen gibt es natürlich noch. So braucht es WLAN oder Mobilfunk-Empfang, um einen Alarm auszulösen. Die smarten Uhren brauchen also eine Verbindung zum Handy. Und man muss den Alarm aktiv auslösen, was nicht in jedem Notfall möglich ist.

In Zukunft sollen genau diese Probleme angegangen werden. Die Entwickler in der Schweiz arbeiten schon an den ersten Entwürfen. Einerseits sollen mehr Smartwatches unterstützt werden, auch solche mit integrierter SIM-Karte.

Mit einem Klick löst man den Alarm aus. play
Mit einem Klick löst man den Alarm aus.

Andererseits sollen die Sensoren der Geräte dazu genutzt werden, etwa Attacken oder Unfälle zu erkennen und so automatisch Notrufe absetzen zu können. Zudem soll bei einem Alarm automatisch eine Audioverbindung geöffnet werden, so dass die Freunde Umgebungsgeräusche hören können und es so leichter fällt, Fehlalarme zu entdecken.

«Smartwatcher» kann ab sofort im Google Playstore und auf iTunes heruntergeladen werden. Die App funktioniert mit dem Smartphone, aber auch mit der Apple Watch. Eine Version für Android Wear soll bald folgen.

Die Grundfunktionen sind gratis. Wer Funktionen wie die kontinuierliche Überwachung nutzen will, zahlt einen Franken im Monat oder zehn Franken für ein Jahr.

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Publiziert am 08.12.2015 | Aktualisiert am 08.12.2015
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3 Kommentare
  • Franz  Heini 08.12.2015
    Andere Zeitungen/Blogs haben bereits vor ca. 2 Monaten über dieses StartUp berichtet: http://globaltechbox.com/2015/10/19/game-changing-healthcare-startups-to-watch-out-for/
  • John  Doe aus Winterhtur
    08.12.2015
    Diese Funktion gibt es schon lange standardmäßig bei jeder Samsung Gear Gratis und besser. Auch unabhängig von dem Telefon bei entsprechenden Modellen. Automatische Auslösung klingt ja schön und gut, werden Sie aber noch lange nicht auf der Apple Watch hinkriegen. Ein Ersatz für Notruf-Armbänder ist die App definitiv nicht.
  • Mike  Wisler aus cham
    08.12.2015
    Entweder hat der Journalist eine Meise oder die Entwickler, ich lasse das mal offen. Eines der Aktuellen probleme ist,das ohne WLAN oder Mobilfunkempfang kein Alarm ausgelöst werden kann. Lösen möchte man dies zukünftig mit einer integrierten SIM Karte HÄÄÄÄÄ???