Sicheres E-Banking So verhindert man den virtuellen Banküberfall

Die Bedrohnung ist so gross wie nie. Wer weiterhin sorgenfrei E-Banking nutzen will, darf ein wenig Aufwand nicht scheuen. Ein Experte sagt, was man tun muss.

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Mit raffinierten Phishing-Mails versuchen Cyber-Kriminelle, die E-Banking-Accounts von Privaten zu knacken. Ximagination

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Erpresser greifen Schweizer Webshops an, über die Webseite von «20 Minuten» verteilen Kriminelle Banking-Trojaner und Hacker dringen ins weltweite Zahlungssystem Swift ein. Auch wenn wohl in keinem der Fälle normale Nutzer zu Schaden kamen, verunsichern diese Nachrichten.

«Das spüren wir deutlich», sagt Wirtschaftsinformatiker Dominik Schupp von www.ebankingabersicher.ch. Die Webseite der Hochschule Luzern stellt wichtige Informationen rund um die Sicherheit beim Online-Banking zur Verfügung. Die Zugriffszahlen sind momentan hoch - und der Experte verzeichnet auch vermehrt Anfragen von Finanzinstituten.

Finanzberatung durch die Postfinance (Symbolbild) play
Eine Überlegung wert: Wer den Sicherheitscode selber genieren kann und nicht per SMS zugeschickt bekommt, muss nicht auch noch sein Smartphone speziell schützen. Keystone

Und die Sorge der Schweizer ist nicht ganz unbegründet. Aktuell macht etwa der gefährliche E-Banking-Trojaner «Retefe» die Runde, der sich in Zip-Anhängen von Spam-Mails versteckt und Login-Daten ausspioniert (siehe unten). 

Virenschutz ist fürs E-Banking zwingend

Wichtig beim E-Banking: Die bei uns verbreiteten Systeme gehören zwar im internationalen Vergleich zu den sichersten, aber nur, wenn der Nutzer keine Angriffsfläche bietet. Die Hochschule Luzern empfiehlt daher fünf grundlegende Massnahmen für jeden Computer: Backup machen, Virenschutzprogramm nutzen, Firewall aktivieren, laufend Updates machen und mit gesundem Misstrauen surfen.

Viele Kriminelle versuchen, private Computer mit infizierten Anhängen in massenhaft versandten Spam-Mails zu hacken. Diese sind oft nicht auf den ersten Blick als gefährlich zu erkennen. Daher sollte man unerwartet zugeschickte Mail-Anhänge auf keinen Fall öffnen, auch wenn sie vermeintlich von einem Freund kommen. Im Zweifel lieber rückfragen, ob er das Zip-, Word- oder PDF-Dokument wirklich selber geschickt hat.

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Guter Tipp: Die Webadresse seines E-Banking-Anbieters immer direkt selber in den Browser eintippen. Getty Images/Cultura Exclusive

Zusätzlich rät der Experte: «Die Webadresse fürs E-Banking seines Finanzinstituts immer manuell in den Browser tippen.» Und nach dem Ausloggen den Browser-Cache leeren. Was gerne vergessen geht: Für Banking- und Zahlungs-Apps auf dem Smartphone gelten die gleichen Sicherheitsmassnahmen wie für einen Computer. 

Fieser und gefährlicher Banking-Trojaner im Umlauf

«Retefe» heisst der Fiesling, der derzeit via Spam-Mail auch in der Schweiz sein Unwesen treibt. Wer die infizierte Zip-Datei im Anhang öffnet, hat den Trojaner wahrscheinlich auf dem Computer. Der verändert ein paar Systemeinstellungen und löscht sich dann selber wieder, was die Arbeit von Virenschutzprogrammen erschwert.

Will man nun auf die E-Banking-Webseite surfen, wird man auf eine gefälschte Homepage umgeleitet, welche die Passwörter den Kriminellen übermittelt. Zudem erhält man die Anweisung, eine vermeintliche Sicherheitssoftware auf dem Android-Smartphone zu installieren. Diese jedoch leitet die per SMS erhaltenen Zwei-Weg-Passwörter an die Betrüger weiter. Somit haben diese Kontrolle über den E-Banking-Account.

Dieses Handy killt das iPhone mit der Kamera 

Publiziert am 10.05.2016 | Aktualisiert am 14.07.2016
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  • Beat  Schuler 29.06.2016
    Ja so ist es halt, alles hat so 2 Seiten. Früher wurde einem das Portmonee geklaut, heute die Zugangscodes zum Ebanking. Was mich aber mehr stört, ist dass der Staat bald die totale Kontrolle über uns hat. Neben dem genau nachvollziehbaren Zahlungsverhalten, weiss er auch wann wir uns wo bewegt haben. Dem Natel sei es dank
  • Rosa  Hösli 10.05.2016
    Ich mache einmal im Monat einen Vergütunsauftrag. Die Rechnungen addieren, Datum schreiben, in Umschlag, einwerfen, Ende! Dauert 2 Minuten.
    Bis man sich beim E-Banking eingeloggt hat, bin ich fertig. Ohne Risiko! Denkt ihr die Bank steht dafür gerade, wenn das Konto gehackt wird? Denkste!
    • Marco  Weber 11.05.2016
      Ich mache einmal im Monat meine Rechnungen per E-Banking und ich mache jede Wette Sie brauchen länger als 2 Minuten! Und wer einfach ZIP Dateien von fremden E-Mails öffnet ist nach wie vor selberschuld!
  • Rudolf  Megert , via Facebook 10.05.2016
    Irgendwie funktioniert die Amerikanische Idee des Internets einfach nicht, oder genauer gesagt so gut wie die anderen Amerikanischen Ideen wie Cola, Zigaretten etc. was immer einer coden kann kann auch von anderen gehackt werden, das ist nichts als ein ewiger Wettlauf, und wer bezahlt all die Kosten fuer IT in unseren Administrationsgebaeuden?? Zuckerberg, die Buerokraten oder Hr. und Fr. Steuerzahler??
    • Fritz  Blasimann 10.05.2016
      Tja das Internet das sie meinen, wurde zwar von einem Amerikaner erfunden. Aber das geschah im CERN in Genf... in der Schweiz...
    • Andy  Honegger 10.05.2016
      Was soll an Cola schlecht sein? Muss ja nicht täglich literweise sein - aber ab und zu ist das ganz gut. Und Zigaretten wurden schon geraucht bevor es "Amerika" oder die USA gab. Ok, für die Sicherheit im Internet zahlt jeder selber. Für die Sicherheit meines Autos zahle ich ja auch selber. Und die Sicherheitsmassnahmen der Bahn zahle ich mit dem Billett mit. So ist das Leben.
    • Marco  Weber 11.05.2016
      Herr Megert, kann es sein das Sie eine leichte Abneigung gegen die USA haben? Oder mögen Sie den fortschritt an und für sich nicht?
  • Divico  Tigurin aus Neuchâtel-Hua-Hin
    10.05.2016
    Die Zukunft wird also rosig und da kommen uns welche die gar das Bargeld, angefangen bei den grossen Noten abschaffen wollen um uns den e-Zahlungsverkehr aufzuzwingen.
    Fortschritt ohne Grenzen....bis man halt doch eines Tages wieder an sie stösst.
    Meine "Matratze" bleibt also auf weiteres noch gestopft...mit allem was auch nur im entferntesten als Zahlungsmittel eingesetzt werden könnte;-)
    • Susanne  Reich 10.05.2016
      Früher hatte man in manchen Ländern mit Perlen bezahlt. Vielleicht legen Sie sich auch einen Vorrat davon an? Tauschgeschäfte werden zudem auch wieder aktueller. Schlimmer finde ich dieses künstliche Geld. Gut, kenne mich damit nicht aus, trotzdem frage ich mich, wie diese Währung gestützt resp. abgesichert wird. Ist dies nicht evtl. eher eine Art Schnellball-System, heisst funktioniert nur so lange wie es immer neue "Kunden" gibt?
    • H.  W. 10.05.2016
      Danke für den Hinweis. Fast so gut wie ein Trojaner, nur Ihrer plappert. Ich komme mal vorbei und schaue mir Ihre Matratze mal an. Falls Sie noch schreiben, der Schlüssel liegt unter der Türmatte, Herzlichen Dank;-)
    • Divico  Tigurin aus Neuchâtel-Hua-Hin
      10.05.2016
      @S.Reich. Ich habe tatsächlich Perlen wie einige Diamanten und sonstige Edelsteine, und wie es sich in meiner Branche gehört natürlich auch eine kleine Goldreserve. Façoniert wie auch unbearbeitet.
      @H.W. Wie es sich in unserer Branche gehört ist die Verpanzerung der Lokalität auf dem neuesten Stand.
      Das einzig fehlende Zahlungsmittel in der Reserve ist WIR. Aber wenn der "e-Fortschritt" sich weiter so rasant ausbreitet wird sogar dies eine Alternative;-)
  • Rüdiger  Simpson aus Züri
    10.05.2016
    Meine Tipps: Konten wo viel geld drauf ist, gar nicht über e-banking verfügbar machen, ich habe z.b. ein lohnkonto wo beim e-banking angeschlossen ist und ein sparkonto wo man über das e-banking gar nichts machen kann. Am 25. dann rechnungen zahlen und den monatlichen sparbeitrag gleich aufs sparkonto, so ist mein risiko bei max. CHF 2000. Und zweiter Tipp: Gratiskreditkarte bei Migros oder coop holen limite auf vielleicht chf 500 setzten und nur mit dieser kreditkarte im internet bezahlen.
    • Marco  Weber 11.05.2016
      Ein ganz einfacher Tipp ist: Nicht alles öffnen was man per E-Mail bekommt und auch nicht alles glauben was im Internet steht! So kann man 99 Prozent der Phising Fälle vermeiden!