Schweizer gegen Apple und Co. Die erste smarte Swatch im Test

Nun steigt auch Swatch in den Markt der intelligenten Uhren ein. Die Touch Zero One ist gut gemacht und günstig – aber nur ein Nischenprodukt.

Aktuell auf Blick.ch

Top 3

1 Samsung und LG machens vor Diese Handys kann man falten!
2 Comeback mit neuen Phones HTC erfindet Touchbar fürs Handy
3 Gewinner und Verlierer der CES Nicht alle haben so abgeräumt wie die...

Digital

Immer informiert - Abonnieren Sie den Blick-Newsletter!
Bitte geben Sie eine gültige E-Mail-Adresse ein.
Schön, dass wir Ihnen unsere BLICK News des Tages senden dürfen. Möchten Sie zusätzlich den BLICK Sport Newsletter erhalten?
teilen
teilen
19 shares
9 Kommentare
Fehler
Melden

Die Idee: Swatch bringt nicht einfach eine einzige smarte Uhr auf den Markt – sondern eine ganze Serie. Für jede Zielgruppe ein eigenes Konzept. Den Anfang macht die Touch Zero One für Beach-Volleyballer. Weitere Watches sind schon in Planung: eine für Olympia, eine für Surfer und Skateboarder, eine für Skifahrer oder auch eine für Köche.

Eine zweite Linie von Swatch wird dann übrigens auch NFC integriert haben. Die drahtlosen Chips können fürs Bezahlen eingesetzt werden. Details dazu sind aber noch nicht bekannt, auch wie sehr sie den Sportuhren ähneln.

Da ist das Schweizer Produkt stark

Die Swatch Touch Zero One kostet nur 135 Franken – ein Drittel einer Apple Watch. Zudem hält die normale, auswechselbare Uhrenbatterie rund neun Monate. Neben einem Schrittzähler und Fitness-Funktionen hat der Schweizer Uhrenhersteller spezielle Volleyball-Features eingebaut.

So zählt die Uhr, wie viele Pässe, Smashes oder Bagger man geschlagen hat. Und wie stark diese waren. Natürlich wird auch gleich der Kalorienverbrauch berechnet. Als witziges Detail sieht man, was man sich nun dafür gönnen könnte, ein Glace oder ein Donut etwa. 

Die bunte Sportuhr mit der coolen App nimmt sich auch sonst nicht allzu ernst. So kann man auf Knopfdruck auch den Applaus messen: Die Uhr zählt, wie oft und wie heftig man klatscht.

Übrigens: Man braucht das Smartphone nicht immer in Reichweite zu haben. Die Watch zeichnet die Daten auf – und die wichtigsten Info sind auch direkt auf dem Display abrufbar.

Das gefällt im ersten Test nicht

Der monochrome Display ist leider schlecht abzulesen. Gerade auf dem Sand in der Sonne. Ebenfalls kein Knaller ist das Touch-Feld für die Bedienung. Ab und zu braucht es zwei Anläufe, bis die Fingergesten korrekt erkannt werden.

Da ist es natürlich auch nicht hilfreich, dass es mehrere Klicks braucht, bis man von einer Funktion auf die andere umgeschaltet hat. Und das muss man zwangsweise, da immer nur ein Feature aufs Mal nutzbar ist. Also entweder Schritte oder Schläge oder Klatschen aufzeichnen.

Auch die Synchronisierung via Bluetooth braucht mindestens fünf Klicks. Automatisch geht das nicht. Aus Stromspargründen wird die Verbindung nach wenigen Minuten wieder getrennt.

Unser Fazit: Die Touch Zero One, die es in vier Designs gibt, ist für Beachvolley-Fans ein trotz Schwächen gelungenes Gadget, dessen Preis-Leistungs-Verhältnis stimmt. Wer ein anderes Hobby hat, wird vielleicht bei einem der zukünftigen Modelle fündig.

Publiziert am 07.08.2015 | Aktualisiert am 07.08.2015
teilen
teilen
19 shares
9 Kommentare
Fehler
Melden

9 Kommentare
  • Jay  Gerber aus St. Gallen
    08.08.2015
    Da warte ich lieber auf die Volleyball-App für meine Apple Watch. So ein klobiges gelbes Ding, mit seltsamer Bedienung, will ich nicht an meinem Arm.
  • Nino  dos Santos aus Barcelona
    08.08.2015
    Wow, ist das eine komplizierts Fummelteil! Wer will denn wissen wieviele Schläger man in wieviel Min geschlagen hat?
    Antwort: Hayek jun.!
    Dieser drollige Glatzkopf sollte nicht immer Smartwatch sagen, es ist ein ganz normaler Actiontracker!
  • Kurt  Spalinger aus Wohlen
    07.08.2015
    Wer braucht denn sowas?
    Das wohl unnützeste Teil, das in diesem Jahr vorgestellt wurde...!
    Hoffentlich zeigt es auch noch die Realtime an.
    Da hat sich SWATCH aber nicht viel Neues einfallen lassen.
    • Guerino  Dal Santo , via Facebook 08.08.2015
      Sie urteilen wieder über etwas, das sie gar nicht kennen. Zuerst sich erkundigen und dann urteilen.
  • Ronald  Kunz aus Alterswil
    07.08.2015
    Meine persönliche Meinung: Jetzt wäre der richtige Zeitpunkt eine Innovative Uhr auf den Markt zu bringen. Keine 0815 bitte, die gibt es in jeder Wundertüte gratis. Hoffe doch schwer, dass die Schweizer Uhrenindustrie den innovativen upgrade schafft gegen die Konkurrenz. Wenn nicht, passiert kurz oder lang das gleiche wie mit Nokia und Co. nämlich der tiefe Fall ins Leere. Es steht viel auf dem Spiel in Zukunft, eine zweite Chance für die Uhrenindustrie Schweiz wird es nicht mehr geben.
  • Rochas  Esteban aus Bern
    07.08.2015
    Wieviele aktive Beachvolleyballer gibt es denn? Jeder BWL-Student im ersten Semester könnte erkennen dass diese Nische viel zu klein ist.
    Hayek junior hat sich mit diesen Smartwatches ein Ei gelegt, das wird nichts werden.
    • Kurt  Wirth 07.08.2015
      Swatch unterstützt die Beach-Volleyballer. Da macht es Sinn
    • Rochas  Esteban aus Bern
      07.08.2015
      Sponsoring ist das eine, Swatch macht das ja in vielen Sportarten. Aber warum eine Uhr herstellen für so eine kleine Zielgruppe?
      Und soll ein Hobbykoch, der Beachvolley spielt, dann zwei Uhren kaufen? Für Köche soll es ja auch eine Uhr geben. Ich verstehe die Strategie von Swatch wirklich nicht mit diesen klobigen Uhren.