Rennspass mit Sensor-Power Ist das die Carrera-Bahn der Zukunft?

Real FX kombiniert moderne Technik mit der Slotcar-Tradition. Die Modell-Rennbahn macht schon Spass, hat aber noch Kinderkrankheiten.

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Die Entwicklung: Ursprünglich ist Real FX ein Kickstarter-Projekt aus England, das mit rund 100'000 Franken Startkapital erfolgreich mit Crowd-Funding finanziert wurde. Inzwischen hat es die Rennbahn in den normalen Spielzeug-Handel geschafft.

Die Idee: Die klassische Carrera-Bahn soll in die Zukunft geholt werden. Es braucht keine fixe Bahn oder Führungsschienen mehr, stattdessen halten Sensoren die Autos auf Kurs. Steuern kann man vollständig unabhängig.

Die Technik: Die Rennwagen funktionieren eigentlich wie normale ferngesteuerte Autos - man kann sie auch so nutzen. Sprich steuern und Gas geben mit der Fernbedienung. Zusätzlich haben sie zwei Lichtsensoren eingebaut, welche immer genau erkennen, wo auf der Fahrbahn sich der Flitzer befindet.

Der grosse Unterschied: Auf Knopfdruck kann man so ein Auto ganz selbstständig seine Runden drehen lassen. Übernimmt man selber das Steuer, gibt es je nach gewähltem Modus mehr oder weniger Hilfe. Das ganze erinnert so an ein Realität gewordenes Computerspiel.

Das macht Spass: Der Spieler hat tatsächlich viel Kontrolle, man kann überholen, den Gegner abdrängen. Und fliegt natürlich auch mal ins Kiesbett, von dort steuert man dann selber zurück auf die Strasse. Zudem kann schon im Starterpaket eine recht grosse Bahn in rund einem Dutzend Varianten gebaut werden.

Das ist richtig clever gemacht: Die Bahnteile sind dünn wie Papier, dementsprechend leicht und gut verstaubar. Zudem ist die ganze Bahn batteriebetrieben, braucht also keine Steckdose. Aufladbare Akkus muss man allerdings selber kaufen. Rundenzeiten und Platzierungen werden automatisch gezählt und kommentiert.

Das könnte problematisch sein: Lasche in den Schlitz, schon sind die Rennbahn-Stücke zusammengesteckt. Richtig stabil ist das nicht und wegen des dünnen Materials besteht die Gefahr, dass alles recht schnell abgenutzt ist. Kein Vergleich zu den stabilen Slotcar-Plastik-Bahnen.

Das nervt: Nicht immer arbeiten die Sensoren präzise. So landet auch mal das automatisch gesteuerte Auto neben der Bahn. Wenn man selber falsch lenkt und von der Spur abkommt, ist die Rückkehr auf die Bahn je nach Boden nicht ganz einfach, da die Sensoren je nach Beschaffenheit verrückt spielen. Auch die Soundeffekte sind mit der Zeit etwas aufdringlich, immerhin kann man sie leise stellen oder abschalten.

Das müsste verbessert werden: Sowohl die zwei Rennwagen als auch die Fernsteuerungen wirken wie billiges Plastikspielzeug - immerhin einigermassen stabil. Der Eindruck wird verstärkt durch die scheppernden Lautsprecher.

Unser Fazit: Alleine spielen kann man nur kurz, die Computersteuerung ist einfach zu langsam. Im Duell mit Freunden macht Real FX ziemlich Spass, auch wenn man dem Projekt anmerkt, dass es erst am Anfang steht. Die 230 Franken fürs Starterset bei Galaxus.ch sind also auf jeden Fall auch eine Investition in die Zukunft. Denn es wird bereits weiterentwickelt.

Publiziert am 27.05.2015 | Aktualisiert am 27.05.2015
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1 Kommentare
  • Daniel  Nenadic 27.05.2015
    Kann bei Franz Carl Weber live getestet und für 199.00 gekauft werden.