Neues Gadget im Video Die Apple Watch im ersten Hands-On

Die Apple Watch bietet keine Überraschungen, läuft aber überraschend rund und bietet clevere Details. Dies das Fazit nach dem ersten Kurztest.

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Design: Die Verarbeitung ist top, etwa beim wunderschönen Milanaise-Armband mit Magnetverschluss. Trotzdem wirkt die Watch für Uhrenfans zu sehr wie ein Gadget. Für zarte Frauenhände dürfte auch das kleinere 38-mm-Gehäuse noch zu wuchtig sein. Keine grosse Begeisterung also, aber halt auch Geschmackssache.

Grafiken: Sehr schön sind die Menüs, die runden App-Symbole und die unterschiedlichen Zifferblätter. Gefallen hat vor allem, dass man sie ganz einfach bis ins Detail selber konfigurieren kann. So wird genau das angezeigt, was man auf den ersten Blick sehen will.

Bedienung: Da macht Apple alles besser als die Android-Konkurrenz. Man findet sich sofort zurecht und der Touchscreen ist präzise. Hilfreich hilft die Krone, mit der man zoomen oder scrollen kann. Mit wenigen Klicks kommt man auch jederzeit wieder aufs Zifferblatt oder aufs App-Menü zurück. Ein Gewinn ist die Force-Touch-Geste. Die Apple Watch erkennt, wenn man fest auf den Bildschirm drückt. So kann man etwa einen Bereich auswählen und konfigurieren. Nur beim Scrollen über lange Listen, etwa bei Musiktiteln, stockt die Watch ab und zu ein wenig.

Akku: 18 Stunden Laufzeit verspricht Apple. Und hat dies auf einer speziellen Webseite auch gleich noch detailliert aufgeschlüsselt. So kann man wahlweise 3 Stunden telefonieren, 6,5 Stunden Musik hören oder 7 Stunden trainieren, bevor die Batterie wieder geladen werden muss. Ob das im Alltag reicht, werden ausführliche Tests zeigen müssen. Der Akku ist auf jeden Fall eine der Schwächen der Uhr.

Clevere Details: Für viele Probleme hat Apple gute Lösungen gefunden: So kann man auf Nachrichten ganz unterschiedlich reagieren. Mit vordefinierten Sätzen. Oder man nutzt die Spracherkennung Siri und diktiert eine Antwort. Diese wiederum kann man als Text oder als Audiodatei schicken. Auch dass man zu Hause das iPhone nicht in der Nähe haben muss, ist clever. Die Uhr nutzt, wenn Bluetooth nicht ausreicht, einfach das WLAN zur Verbindung mit dem Telefon.

Abhängigkeiten: Wirklich selbstständig ist die Apple Watch aber trotzdem nicht. So ist kein GPS integriert, fürs Tracking der Jogging-Strecke braucht es also weiterhin das Smartphone in der Tasche. Auch telefonieren kann man nur mit gekoppeltem iPhone. 

Kleine Gimmicks: Ein Highlight sind die neuen Kontaktmöglichkeiten. So hat man auf die 12 engsten Freunde schnellen Zugriff. Und kann ihnen etwa eine Zeichnung oder den eigenen Herzschlag schicken. Wirklich schön gemacht, wie sich diese Grafiken aufbauen und wie der Puls richtig schön spürbar ist. Es sind kleine, nette Ideen, die aber begeistern und den Unterschied ausmachen können. Etwa auch, dass man animierte Smilies versenden kann. Und mit einer Drehung der Krone bestimmt, ob sie lächeln, zwinkern, die Zunge rausstrecken oder weinen.

Preise: Da hat man schon 700 bis 1000 Franken für ein iPhone bezahlt. Und muss nochmals denselben Betrag für die Uhr ausgeben. Das ist schon happig. Denn die schönen Edelstahl-Gehäuse mit Metallarmband werden nicht zum Einstiegspreis von 400 Franken erhältlich sein. Die goldene, limitierte Watch Edition für über 10'000 Franken ist nur etwas für Neureiche mit Hang zu protzigen Gadgets. Die verbaute Technik ist überall genau dieselbe.

Fazit und Ausblick: Apple geht das Thema Smartwatch konsequent an. Die Apple Watch ist ein Zeitmesser mit unendlich vielen Möglichkeiten: von Navigation über Kommunikation bis zum drahtlosen Bezahlen. Sie läuft rund und wirkt durchdacht - wie man sich das von den Amerikanern gewohnt ist. Zwar fehlt ein Killer-Argument, warum man die Uhr unbedingt haben muss. Doch die Summe der gut umgesetzten Ideen in Kombination mit dem Apple-Hype wird ausreichen, um die Verkaufszahlen in die Höhe zu treiben. Auch weil überzeugende Smartwatch-Alternativen fehlen.

Publiziert am 10.03.2015 | Aktualisiert am 10.03.2015
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2 Kommentare
  • Georg  Kaiser , via Facebook 10.03.2015
    Also nicht wirklich Neues oder Innovatives unter der Apfelschale, aber weil der angebissene Apfel dahinter steht, verneigt sich die ganze Presseschar. Keiner traut sich, das unnütze Ding zu hinterfragen. Das Ganze hat nicht religiöse sondern sektiererische Züge...
  • Peter  Herzog 10.03.2015
    Mir ist nicht ganz klar - wenn ich sowieso für GPS und Telefonie etc. das Iphone dabei haben muss, für was genau benötige ich dann noch die Uhr? All das kann mein Iphone ja sowieso?!