Neue Messenger-App Ist der Google-Chat jetzt besser als WhatsApp?

ZÜRICH - «Allo» ist eine neue Chat-App von Google. Vieles erinnert an WhatsApp und den Facebook Messenger - kombiniert aber mit künstlicher Intelligenz.

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BLICK-Tester Attila Albert mit der neuen Chat-App "Allo" von Google. Sabine Wunderlin

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Wer heute noch eine Messenger-App auf den Markt bringt, muss schon etwas mehr bieten als WhatsApp oder der Facebook Messenger. Google versucht das mit «Allo», einer neuen Chat-App, heute für Android und iPhone veröffentlicht.

Für die Anmeldung genügt die Handynummer, ein Google-Konto ist nicht erforderlich, kann aber hinzugefügt werden. Erster Eindruck: Modernes Design mit viel Weiss, läuft schnell, vorhandene Kontakte tauchen automatisch auf.

Viele Funktionen sind ähnlich wie bei der Konkurrenz: Nachrichten verschicken und empfangen, Fotos oder Sticker (kleine lustige Bildchen) anfügen, den eigenen Standort senden - auch mit mehreren Personen gleichzeitig als Gruppe. 

Im Detail ist einiges besser: Auf Fotos lässt sich mit dem Finger zeichnen, z. B. ein Pfeil, um eine Stelle hervorzuheben. Text lässt sich vergrössern, indem man den «Senden"-Pfeil nach oben zieht - zum Beispiel, um eine Aussage zu betonen.

Von Snapchat abgeschaut: Ein vertraulicher Incognito-Modus, der besonders verschlüsselt ist. Diese Nachrichten werden nach einem Zeitraum, den Sie selbst festlegen, für alle gelöscht- zwischen fünf Sekunden und einer Woche ist möglich.

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Die neue Chat-App «Allo» von Google sucht z. B. Restaurants gleich selbst heraus. Google

Google Assistent mit künstlicher Intelligenz

Die tatsächliche Neuheit ist der Google Assistent, der wie ein unsichtbarer Dritter bei jedem Chat dabei ist und Hilfe anbietet. Künstliche Intelligenz, die Vorschläge aller Art macht, manche sicher hilfreicher als andere:

  • Eingehende Nachrichten und Fotos werden automatisch analysiert. Wenn es sich anbietet, formuliert der Assistent gleich mögliche Antworten vor - ein Tastendruck genügt, um sie abzusenden.

  • Kommt das Gespräch auf Dinge wie Hotels, Restaurants, Flüge oder Nachrichten, sucht der Assistent passende Internetseiten heraus, z. B. Bewertungen, Rufnummern, Öffnungszeiten.

  • Erledigungen aller Art kann der Assistent ebenfalls übernehmen, z. B. den Wecker stellen, Erinnerungen und Termine anlegen, Anrufe starten, eigene Fotos und E-Mails heraussuchen und anzeigen.

  • Bei Langeweile kann man den Assistenten bitten, lustige Fotos oder Videos herauszusuchen (er entscheidet sich meist für Katzen oder Hunde), einen Witz oder ein Gedicht - auch Spiele sind möglich.

Das ist durchaus faszinierend, auf Wunsch lässt sich auch separat nur mit dem Google Assistent chatten (ein bisschen wie Apples Siri). Das eingehende Material ist üppig, der Chatverlauf kann da manchmal schon etwas unübersichtlich werden. Eine grundsätzliche Frage: Empfindet man das als hilfreich oder etwas beängstigend.

Grösster Nachteil: Die heute veröffentlichte Version arbeitet auf Englisch, auch wenn das Menü teilweise bereits auf Deutsch übersetzt ist. Bedeutet: Der Google Assistent, die eigentliche Neuheit, reagiert deutlich seltener auf Signalworte - das wird sich erst ändern, wenn das Update auf Deutsch da ist.

Publiziert am 21.09.2016 | Aktualisiert am 06.12.2016
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2 Kommentare
  • Adrian  Müller 21.09.2016
    1. Schweizer Dialekt wird er nie verstehen. 2. ein automatischer Assistent heisst, dass irgendwo die Daten ausgewertet bzw. gespeichert werden. Mir ist dies zwar egal, da ich nichts zu verbergen habe, aber man kann es übertreiben. Es gibt soviel Konkurrenz wo auch einige besser ist als Whatsapp, doch Whatsapp haben fast alle in Europa sowie es ist wirklich einfach handzuhaben. Warum dann was neues?
    • Rolf  Wysshaar 22.09.2016
      Whatsapp sammelt auch alles und arbeitet mit facebook zusammen wo man sowieso jegliche Rechte am eigenen Foto verliert. Jetzt wirds noch schlimmer mit den neuen Richtlinien. Da werden aus dem Telefonbuch selbst Kontakte überwacht und ausgewertet , die selber gar nicht bei FB sind. Mir egal ob einige (im Moment) nicht mehr erreichbar sind. FB und Whatsapp wurden bei mir schon beide abgemeldet und deinstalliert.