Neue Huawei-Tophandys Davor fürchten sich Samsung und Apple

Zwei neue Flaggschiffe bringt Huawei bei uns auf den Markt. Wir haben das Mate S Force Touch und das Mate 8 exklusiv getestet. Und sind positiv überrascht.

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Bereits ist Huawei die Nummer 3 bei den Smartphone-Herstellern. In Europa ist die Marke erst seit fünf Jahren präsent - und holt kräftig auf. Nach der Mittelklasse zielen die Chinesen nun auch auf die Oberklasse, wo Apple und Samsung bislang das Sagen haben. 

Wir haben die zwei neuen Top-Geräte von Huawei getestet. Das Mate S wurde bereits an der IFA im letzten September vorgestellt - auch die Version mit Force Touch. Damit konnte der Hersteller den druckempfindlichen Touchscreen sogar noch vor Apple vorstellen. 

Das Huawei Mate S Force Touch (links) und das Mate 8. play

Das Huawei Mate S Force Touch (links) und das Mate 8.

 

Zu uns ist die Force-Touch-Version des Mate S allerdings erst jetzt gekommen. Und dies gleich als goldene Topversion mit 128 GB Speicher und Dual-SIM für 799 Franken. Das ist immerhin rund 300 Franken günstiger als ein vergleichbares iPhone. 

Trotzdem kann man getrost die Variante des 5,5-Zöllers ohne Force Touch ab rund 500 Franken kaufen. Die Qualitäten bleiben dieselben: Ein hochwertiges Metallgehäuse, dünn und 156 Gramm leicht, eine recht gute Kamera und eine übersichtliche Bedienoberfläche basierend auf Android.

Force Touch hingegen bringt nicht wirklich etwas. Apple hat dies viel besser gelöst. Denn bei Huawei unterstützen nur ganz wenige Menü-Punkte diese Funktion, beim iPhone schon recht viele der häufig benutzten Apps. Dort, wo Force Touch eingesetzt wird, bringt es dem Mate-S-Nutzer nicht viel. So kann man etwa die drei Buttons unten ausblenden und als Druckpunkte einrichten. Man gewinnt zwar so etwas Fläche auf dem Bildschirm, die Bedienung ist aber deutlich komplizierter. 

Das Aluminium-Gehäuse ist bei beiden Geräten erstklassig verarbeitet. play

Das Aluminium-Gehäuse ist bei beiden Geräten erstklassig verarbeitet.

 

Als echtes Highlight entpuppte sich im Test das Mate 8, das erst Anfang Jahr an der CES in Las Vegas vorgestellt wurde und das wir bereits exklusiv testen konnten. Das 6-Zoll-Phablet kostet bei uns rund 600 Franken - Ende Februar kommt es offiziell in die Schweiz und ist vorerst bei Digitec.ch erhältlich.

Das schlanke Aluminium-Gehäuse wiegt 185 Gramm, fühlt sich edel an und liegt gut in der Hand. Speziell gefällt, dass das helle Display fast keinen Rand mehr hat. Allerdings hätte man beim Flaggschiff mehr als HD-Auflösung mit 1920 mal 1080 Pixeln erwarten können. 

Dafür ist der Prozessor Spitzenklasse: Die Eigenentwicklung der Chinesen gehört zu den besten in den Benchmark-Tests. Im Alltag muss man das App-Symbol kaum berühren, schon ist das Programm offen. Android 6.0 Marshmallow läuft ultraschnell.

Trotz 5,5- und 6-Zoll-Display sind die zwei Smartphones dünn und recht leicht. play

Trotz 5,5- und 6-Zoll-Display sind die zwei Smartphones dünn und recht leicht.

 

Huawei hat die eigene Emotion-Oberfläche darübergelegt, die dem iOS von Apple ähnelt und im Test gut gefallen hat. Für Normalnutzer ist das System schick anzusehen und intuitiv benutzbar. Wer pures Android lieber hat, dürfte nicht ganz so begeistert sein.

Nicht nur beim Prozessor kann Huawei die Konkurrenz überflügeln, sondern auch beim Fingerabdruckscanner. So schnell und präzis hat bisher noch kein Scanner das Handy freigeschaltet. Und auch der Akku ist top: Er ist 4000 mAh gross und hält im Alltag zwei Tage. Auch weil Huawei einen zweiten, sparsamen Prozessor für Spezialaufgaben eingebaut hat. Fachmagazine attestieren dem Mate 8 sogar, das bislang ausdauerndste Smartphone zu sein.

Spezialfunktion: Mit dem Knöchel kann man auf dem Schirm eine Auswahl zeichnen und diese als Screenshot verschicken.  play
Spezialfunktion: Mit dem Knöchel kann man auf dem Schirm eine Auswahl zeichnen und diese als Screenshot verschicken. 

Die einzige wirkliche Schwäche ist die 16-Megapixel-Kamera. Sie ist zwar insgesamt durchaus in Ordnung. Mit dem iPhone 6, den Topgeräten von Samsung, Sony oder Microsoft werden die Bilder aber noch einen Zacken schärfer und ausgewogener.

Unser Fazit: Huawei ist inzwischen auch für Smartphones mit Vollausstattung eine ernsthafte Konkurrenz. Gerade das Mate 8 bringt zum fairen Preis Top-Features. Und belegt Spitzenplätze in den Bereichen, die im Alltag besonders wichtig sind: Akkulaufzeit, Systemleistung und gute Verarbeitung.  

Publiziert am 22.01.2016 | Aktualisiert am 22.01.2016
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9 Kommentare
  • Sebastian  Henze aus Zürich
    22.01.2016
    Endlich wird ein Geraet der Nummer 1 in China vorgestellt.
    Jetzt bin ich auf ein Geraet der Nummer 2 - Xiaomi - gespannt.
    Sehr gut wuerden sich folgende Geraete eignen:
    - Mi4c ab $200
    - Redmi Note 3 ab $160
    - Redmi ab $140

    Zum Bericht. Ich denke Huawai/Google wird beim Force-Touch noch schwer nachbessern. Ist ja ein reines Software-Problem und hat mit der Hardware nichts zu tun
  • Mosimann  Beat 22.01.2016
    Na ja - Schnäppchen sind das ja auch nicht gerade und der Support von Huawai kann man sowieso rauchen. Die Kameras sind auch nicht wirklich das Gelbe vom Ei, wenn man mal etwas detaillierter schaut. Die E-Mails die da z.T. nach Wochen zurückkommen, haben das Niveau von früher Primarschule. Da würde ich nie was kaufen.
  • Markus  Thomas aus Wittenbach
    22.01.2016
    Letzten Februar kaufte ich das Huawei honor6 in der Dualsim Version für rund 300 Franken inkl. 10000 mAmp. zusätzlichem Akku. Ich bin absolut zufrieden und werde wohl nur noch Huawei kaufen.
  • hans  meier 22.01.2016
    es würde mich freuen, wenn apple endlich abgelöst würde. apple ist die grösste abzockerfirma und bietet ausser kennwortforderung überhaupt nichts.
  • Geraldine  Häusermann aus Mühlethal
    22.01.2016
    Schlecht recherchiert meiner Meinung nach. XIAOMI ist deutlich weiter als HUAWEI. Topgeräte ab 120 CHF. HUAWEI bereits viel zu teuer, Displays schlecht, auch noch beim MATE.....