Neue Hardware Microsofts letzter Kampf gegen Apple

Microsoft bringt so viel Hardware wie nie auf den Markt. Wir hatten die ersten Gadgets bereits in den Händen.

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Digital-Redaktor Lorenz Keller mit dem neuen Surface.

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Statt nur auf Software setzt Microsoft so stark wie nie auf Hardware. Kein Wunder, denn der US-Hersteller ist wegen Apple und Google stark unter Druck. Der Siegeszug des iPhone etwa bedeutete den Niedergang der Windows-Telefone. iPad und Android-Tablets bedrohen den klassischen PC.

Die Mobile-Sparte von Nokia als Hauptabnehmer des alten Telefon-Betriebssystems musste gar übernommen werden. Nun baut Microsoft eben selber Handys. Das brandneue Flaggschiff heisst Lumia 950, wir haben es bereits kurz angetestet.

Das Smartphone kommt in zwei Grössen, wobei schon das normale 950 mit 5,2-Zoll-Bildschirm nicht gerade klein ist. Das XL hat sogar 5,7-Zoll. Beide Geräte sind 8,1 Millimeter dünn, das ist nur Mittelmass. Dafür sind die Telefone mit 150 und 167 Gramm angenehm leicht.

In technischer Hinsicht darf man sich auf das helle und mit 2560 x 1440 Pixeln hoch auflösende Display freuen. Ebenfalls top ist die 20-Megapixel-Kamera, die im ersten Test in schummriger Club-Beleuchtung exzellente Fotos machte. Neben 32 GB integriertem Speicher gibts einen Slot für Speicherkarten. Bis 200 GB (!) werden unterstützt. 

Neben der ausgezeichneten Kamera punktet das Gerät im ersten Test mit der Software. Neu läuft nämlich überall Windows 10 auf dem Computer, dem Tablet, aber auch auf dem Handy und sogar der Spielkonsole Xbox.

Sehr cool: Das Lumia 950 kann man über ein Dock mit Bildschirm und Tastatur verbinden. So wird das Handy zum PC. Die Apps passen sich automatisch der Grösse des Displays an. Der Prozessor schafft es locker, etwa Mail und Office gleichzeitig offen zu halten.

Schade, fühlt sich das Gerät mit Top-Technik nicht so edel an wie die Konkurrenz von Samsung oder Apple. Bei den Preisen ist Microsoft nicht billig, aber günstig. 599 Franken kostet das 950, das 950 XL 699 Franken.

Als weitere Neuheit kommt im November das Surface Pro 4 zu uns. Der clevere Mix aus Tablet und PC mit 12,3-Zoll-Touchscreen wurde weiter verbessert. So ist etwa der Stift magnetisch auf der Seite richtig gut befestigt - beim Vorgänger fiel er etwas zu leicht ab.

Technisch gibts eine grosse Auswahl an Prozessoren, bis hin zum PC-Standard, einem Intel Core i7. Gleichzeitig hat Microsoft das Surface 0,6 Millimeter dünner und 34 Gramm leichter gemacht.

Das Highlight ist weiterhin der Stift. Damit schreibt man direkt auf dem Touchscreen, neu mit 1024 Druckstufen. So stellt sich auf dem Bildschirm das Gefühl ein, als würde man mit einem Bleistift oder Filzstift auf Papier schreiben. Mit der Rückseite des digitalen Stiftes kann man sogar radieren. Dank des neuen Edge-Browsers kann man sogar direkt auf Webseiten Notizen machen und diese mailen oder teilen.

Der Mix aus Tablet und Laptop überzeugt rundum. Wirklich Geld sparen im Vergleich zu einem Laptop kann man aber nicht. Die günstigste Variante mit M3-Przessor und 128 GB Speicher kostet 999 Franken. Ein i5 mit 8 GB RAM und 256 GB Speicher schlägt schon mit 1499 Franken zu Buche. Und die Topversion, ein i7 mit 16 GB RAM und 512 GB Speicher, ist für 2499 Franken zu haben.

Die portable Arbeitsstation wird weitherum gelobt, ist aber noch nicht wirklich im Massenmarkt angekommen. Das ist der Konkurrenz natürlich auch aufgefallen. Apple kopiert daher mit dem iPad Pro das Konzept schonungslos – inklusive Stift.

Eigentlich gäbe es dann noch eine spannende Hardware-Neuheit. Doch Microsofts erstes Notebook namens Surface Book kommt bisher noch nicht zu uns. Das 13,1-Zoll-Gerät mit 12 Stunden Akkulaufzeit und Preisen ab rund 1500 Franken erscheint vorerst nur in den USA. Für die Schweiz muss zuerst das Layout der abnehmbaren Tastatur angepasst werden. Und das ist nicht ganz so einfach wie bei anderen Geräten, da hier viel Technik drin steckt. Ob das je gemacht wird, dazu will Microsoft nichts sagen.

Publiziert am 27.10.2015 | Aktualisiert am 27.10.2015
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1 Kommentare
  • Freddy  Düllmann , via Facebook 27.10.2015
    Der geneigte Author mag das als "Kampf" sehen, bzw. sogar als letzten ... Kampf. Ich persönlich sehe Microsoft jedoch eher erstarkt im Bezug auf Ihre Cross Plattform Strategie also Inklusive aller iOS, xOS, und Android Plattformen. Des weiteren haben Sie integral an den Cloud Diensten gearbeitet. Nun bringen Sie durchaus sehr Innovative und Spannende Hardware mit. Ich meinte der Ring wurde erst gerade freigegeben... wenn man dann schon unbedingt von Kampf sprechen will...