Kommentar
Grosse SeifenblaseVon Roman Neumann,
VolontärEs scheint, als ob die «Myspace-Generation» ein wenig überbewertet wird. Natürlich wäre es vermessen, vor dem Erfolg von Myspace.com (immerhin war es Medienmogul Rupert Murdoch 580 Millionen US-Dollar wert) die Augen zu verschliessen, aber der ganze Hype um das Social Networking befremdet doch ein wenig. Wieviele Profile sind täglich in Gebrauch? Wieviele echte neue Freundschaften entstehen auf Myspace wirklich? Ich vermute: Es werden längst nicht so viele sein, wie angenommen. Hypes im Internet sind relativ schnelllebig.
Was im Vergleich zu Myspace allerdings nicht zu unterschätzen ist, sind die Foren zu den unterschiedlichsten Interessen. In Auto-Foren wird gefachsimpelt, im DVD-Forum über die besten Filme debattiert und in Computer- und Game-Plattformen umfangreich über jedes Bit und Byte diskutiert. So gibt es die grossen Internetforen erstens schon länger als Myspace, zweitens herrscht zum Teil ein richtiges Community-Leben, was bis zu Forentreffen im realen Leben «ausufert».
Aber auch dies sind wieder nur einige Zielgruppen, die die Internet-Community betreiben. Um eine ganze Generation mit einem Wort bezeichnen zu können, brauchts ein bisschen mehr als eine paar Internet-Seiten. Zum Beispiel ein paar Wörter. Wie wärs mit: «Wir – passen – nicht – in – Schubladen – Generation?