Multiroom-Lautsprecher Berliner mit Lausch-Angriff auf die Schweiz

Die Marke Raumfeld gibts zwar schon sei 2008. Doch nun wollen die Deutschen auch bei uns mit ihren drahtlosen Lautsprechern durchstarten. Ein erster Eindruck.

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Multiroom-Systeme sind im Trend. Musik via App-Steuerung in unterschiedliche Zimmer zu streamen, ist auch wirklich eine feine Sache. Es braucht keine Verdrahtung, nur Strom-Steckdosen. Und man kann auf jeden Lautsprecher andere Musik schicken - oder überall in der Wohnung das Gleiche hören.

Pionier in diesem Segment ist sicher Sonos. Philips, Samsung, Denon oder Sony haben inzwischen nachgezogen. Seit 2008 ist auch das Berliner Unternehmen Raumfeld mit von der Partie. Mit zwei Besonderheiten: Als Schwesterfirma des Hifi-Spezialisten Teufel kann man auf dreissig Jahre Audio-Erfahrung zurückgreifen. Und: Der Vertrieb erfolgt primär online über www.raumfeld.ch.

Bislang haben nur Insider aus der Schweiz die Lautsprecher bestellt - schliesslich musste man das mit der Verzollung und der Mehrwertsteuer selber regeln. Ab Juli soll nun ein echter Schweizer Raumfeld-Online-Shop entstehen, bei dem alles Administrative erledigt und ein fixer Verkaufsendpreis ersichtlich ist.

Zu Hause Probe hören

Doch warum sollte man Audio-Produkte kaufen wollen, die man nicht in einem Laden anhören kann? Weil man dies bei Raumfeld bequem zu Hause erledigt. Acht Wochen Probezeit räumt die Firma ein. Wem die Lautsprecher nicht gefallen, der schickt sie einfach zurück.

Übrigens: Raumfeld bietet auch sonst einen vorbildlichen Kundenservice. Man erreicht etwa den Kundendienst rund um die Uhr, auch am Wochenende. Und kann auch telefonisch bestellen, falls man das online nicht machen möchte.

Das Sortiment besteht momentan aus fünf verschiedenen Multiroom-Lautsprechern. Alle im typischen Raumfeld-Design: sehr kantig, aber unauffällig, zeitlos und schlicht. Entweder in Weiss oder in Schwarz. Der Sound ist übrigens ganz ähnlich abgestimmt, möglichst direkt und ohne Effekte.

Wer braucht noch die Grossen?

Wir haben das Line-up kurz Probe gehört. Der Einstieg in die Raumfeld-Welt startet beim One S für 250 Franken. Der kleine Lautsprecher ist wasserfest und darum ideal für Küche und Bad. Das Soundvolumen reicht problemlos für kleine Räume.

Der One M für 400 Franken ist zwar immer noch recht kompakt, lässt aber auf Wunsch die Wände des Wohnzimmers erzittern. Wer in normaler Auflösung MP3s hört oder Internet-Radio streamt, der ist damit eigentlich schon voll bedient.

Die Stereo Cubes (500 Franken), die Stereo M (900 Franken) und die massiven Stereo L (1500 Franken) erinnern an klassische Hifi-Lautsprecher und bieten jeweils noch mehr Klangdetails und Soundvolumen. Ideal für all jene, die auch über die entsprechenden Quellen verfügen.

Und das ist eine weitere Besonderheit von Raumfeld: Die Berliner richten sich nicht nur an eine Internet-affine Kundschaft, die Musik nur noch online konsumiert. Sondern - im Extremfall - auch an Schallplatten-Liebhaber. So haben alle Lausprecher einen USB-Eingang, um Medien anzuschliessen. Und - mit Ausnahme des kleinsten - einen klassischen Cinch-Eingang für Plattenspieler oder CD-Player.

Fazit: Die Raumfeld-Lautsprecher tönen überdurchschnittlich gut, sind aber nicht übermässig teuer. Auch die Bedienung über die App ist ansprechend gelöst. Grösster Kritikpunkt: dass man (wie bei anderen Systemen auch) total aufs Tablet oder das Smartphone angewiesen ist. Das Probehören zu Hause wird sicher viele Nutzer begeistern, andere wegen den potentiellen Rücksendeaufwands abschrecken. 

Publiziert am 12.04.2015 | Aktualisiert am 12.04.2015
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4 Kommentare
  • Beat  Hartmann , via Facebook 12.04.2015
    Es geht nichts über aktive selbst gebaute Lautsprecher. Class A-Verstärker mal 4 pro Box. Nicht ganz billig, löten sollte man auch können. Dafür kommt Qualität und manchmal die Polizei. Die Fenster sollten da schon ziemlich solide sein. Alternativ kann man auch einen Kopfhörer-Verstärker selbst bauen. Das ist zwar Aufwand und man muss die richtigen Teile kaufen, aber es tönt beispiellos.
    • Alois  Wellenbach 12.04.2015
      Leider nicht die Energiesparendste Variante, wer will denn beim heutigen Energiesparen Leistung verbraten ohne einen Ton dafür zu erzeugen?
  • rolf  sulzer 12.04.2015
    in den USA wurde bekannt, dass Hersteller diese "drahtlosen" Lautsprecher, mit mini-Mikrofonen bestücken, so dass man, in diesen Räumen in denen sich die Lautsprecher befinden, nicht nur hören, sondern unbemerkt auch Raumgeräusche abhören kann.
  • langes  Elend 12.04.2015
    Wenn man sich die verbaute Hardware anschaut, dann fragt man sich warum alle Anbieter da solche Mondpreise aufrufen. Auch die Raumfeld Geräte sind wie alles von Teufel mittlerweile China-Ware, und die verbaute Hardware rechtfertigt einen Preis der höchstens 1/3 von dem Preis ist den die aufrufen. Auch Sonos, Denon und Samsung sind total überteuert.