Action-Cam im Exklusiv-Test Mit der GoPro hart am Wind

Der Blick am Abend-Journalist Stephan Gubler durfte in San Francisco als einziger Schweizer die neue Hero 3 bereits testen.

  • Publiziert: 23.10.2012
  • Stephan Gubler
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GoPro ist Ausrüster von Oracle. Blick am Abend-Journalist Stephan Gubler mit der Hero3-Helmkamera auf dem Trainingsboot von America’s-Cup-Gewinner Oracle.

(André Häfliger)
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Selfmade-Man: GoPro-Gründer und CEO Nick Woodman.

(ZVG)

Die Geschichte von GoPro widerspiegelt die klassische Tellerwäscher-Karriere. Gründer Nick Woodman musste aus seinem VW-Bus Gürtel verkaufen, um die Firma zu starten.

Als passionierter Surfer wollte er eine Kamera entwickeln, die sich mit einem Bändel am Handgelenk befestigen lässt, um so Eindrücke hautnah einzufangen und mit Freunden zu teilen. 2004 gelang dieses Vorhaben. Die erste GoPro war noch nicht digital, sondern analog mit 35-Millimeter-Film.

Als Woodman auf der Rennstrecke eine Kamera mit Befestigung  für 100 Dollar mieten sollte, kam ihm die Idee, Befestigungsmöglichkeiten und Halterungen für so viele Sportarten wie möglich zu fertigen.

Bis heute hat GoPro mehrere Millionen dieser Action-Camcorder verkauft und ist der weltweit am stärksten wachsende Kamerahersteller.

Das ist für Woodman und sein von vier auf über 300 Mitarbeiter angewachsenes Team aber kein Grund, sich auf den Lorbeeren auszuruhen. Der neuste Coup heisst GoPro Hero 3 Black Edition. Wir dürfen die Kamera, wie es eben bei den Amis so ist, mit richtig viel Action und Show testen. Beim Tauchgang im Haifischbecken wird mir zwar etwas mulmig.

Hero3 filmt mit vierfacher HD-Auflösung

Die Black Edition filmt als erste Action-Cam mit 4K, also mit viermal höherer Auflösung als Full-HD. Dank besserer Leistung des Ultraweitwinkelobjektivs liefert die Kamera  selbst bei wenig Licht beeindruckende Resultate. Schwäche zeigt nur der kleine Akku, der beim Gebrauch der optionalen LCD-Touchscreen-Rückwand schnell schlappmacht.

Nach den Haien das nächste Abenteuer: Nur ­einen Tag nachdem America’s-Cup-Gewinner Oracle Team USA sein Rennboot gecrasht hat, dürfen wir in der Bucht von San Francisco auf dem AC 45 Trainingsboot mitfahren. Kein gemütlicher Törn, sondern harte Knochenarbeit. Grinden. Balancieren. Gewicht ausgleichen.

Und wieder fängt die Kamera, diesmal auf dem Helm befestigt, spektakuläre Bilder ein. Fotos werden neu mit bis zu 12 Megapixeln geknipst und landen dank WiFi direkt auf dem Smartphone – und von dort auf Youtube & Co.

Zum Glück verläuft unsere Ausfahrt in der San Francisco Bay im Gegensatz zu den Oracle-Seglern ohne Zwischenfall, und wir müssen nicht testen, ob das mitgelieferte Gehäuse wirklich bis 60 Meter Tiefe wasserdicht ist.

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