MacBook Pro im Test Portabler, aber reicht dem Profi die Power?

Das neue MacBook Pro ist erstaunlich leicht und dünn, bietet aber trotzdem zehn Stunden Akkulaufzeit. Ein tolles Gerät mit der Magie der Touch Bar – trotzdem sind viele Pro-User nicht zufrieden.

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Das neue MacBook Pro lässt sich bequem überallhin mitnehmen. Thomas Lüthi

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Das getestete MacBook-Pro-Modell mit 13-Zoll-Bildschirm ist wirklich ein erstaunliches Wunderwerk. Vollgepackt mit Technik und Akkupower für zehn Stunden. Und trotzdem ist das MacBook Pro deutlich kleiner, etwas dünner und ebenso leicht wie das MacBook Air. 1,37 Kilogramm sind so wenig, dass man das Notebook locker in die Tasche steckt und überallhin mitnimmt.

Unser Gerät in elegantem Space-Grau kommt mit voller Ausstattung. Das Display mit 2560 x 1600 Pixel Auflösung ist scharf, hell und spiegelt nur wenig. In der Grundausstattung ist ein Intel-i5-Prozessor mit acht Gigabite RAM an Bord, dazu 256 Gigabite Speicher. Das Topmodell hätte einen i7-Prozessor mit 16 Gigabite RAM und bis zu einem Terabite Speicher.

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Erstaunlich kompakt: Unten das MacBook Air, oben das neue MacBook Pro, beide mit 13-Zoll-Bildschirm. Thomas Lüthi

Dazu gibts vier neue Thunderbolt-3-Anschlüsse (USB-C), die universell zu gebrauchen sind. Sprich: Man kann an jedem Anschluss aufladen, Geräte oder ein Display anhängen. Im Test gut gefallen hat uns die zweite Generation der ultradünnen Butterfly-Tastatur. Sie fühlt sich etwas anders an als ein konventionelles Keyboard. Man hat sich aber schnell daran gewöhnt und tippt dann sanft und fliessend.

Das MacBook Pro kostet 2000 Franken

Wie immer bei Apple ist die Verarbeitung tadellos, das MacBook Pro wirkt rundum hochwertig. Was es mit Preisen ab 1999 Franken für die Version mit Touch Bar auch sein sollte. Das Einsteigermodell mit normalen Funktionstasten kostet 1699 Franken, hat aber einen schwächeren Prozessor und nur zwei Thunderbolt-Anschlüsse.

Diese Einsparung lohnt sich aber nicht – auch wenn man für ein besseres Modell vier bis fünf Wochen Wartefrist in Kauf nehmen muss. Denn die Touch Bar ist eine spannende Weiterentwicklung. Diese Leiste an der Stelle der Funktionstasten oben an der Tastatur ist eigentlich ein Touchscreen und kann beliebig belegt werden.

Über die Touch Bar kann man beispielsweise durch Bilder blättern. play
Über die Touch Bar kann man beispielsweise durch Bilder blättern. Tom Lüthi

 

Das wird auch schon richtig gut genutzt. Je nach Programm sieht man ganz andere Tasten, die jeweils auch noch wechseln, sobald man in einem bestimmten Bereich arbeitet. In einem Mail etwa kann man direkt Hervorhebungen im Text machen, formatieren oder Emojis einfügen. Auch Drittanbieter, sogar die Office-Pakete von Microsoft, unterstützen die Touch Bar. Oft kann man sogar selber einstellen, was genutzt werden soll.

Der Vorteil der Touch Bar: Man braucht weniger Mausklicks und kann sich sparen, in jedem Programm die Tastenkombinationen auswendig zu lernen. Bei der Fotobearbeitung etwa kann man den Vollbildmodus nutzen und über die Leiste die Aufnahme verändern – was man direkt und live im Grossformat mitverfolgen kann.

Einkaufen per Fingerabdruck-Scan

Ebenfalls ein Gewinn ist der Fingerabdruckscanner, der genauso funktioniert, wie man sich das vom iPhone gewohnt ist. Man kann damit das MacBook entsperren, aber auch im iTunes Store einkaufen. Sogar in anderen Online-Shops wird man per Touch-ID bezahlen können, sobald Apple Pay dort integriert ist.

Trotz des gelungenen Gesamtkonzepts gibt es von vielen Profi-Anwendern Kritik. Sie hätten sich ein weniger schlankes Design, dafür mehr Rechen- und Grafikpower fürs Geld gewünscht. Lieber mehr Gewicht, dafür 15 oder 20 Stunden Akkulaufzeit.

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Ein schönes, top verarbeitetes Notebook mit leuchtendem Display. Thomas Lüthi

An den Anschlüssen herumzumäkeln ist aber kurzsichtig. Klar wird man sich umgewöhnen müssen und nochmals viel Geld für Adapter ausgeben. Doch den USB-C-Anschlüssen, die alles können, gehört die Zukunft. Es braucht einfach etwas Zeit, bis die Branche alles umgestellt hat.

Unser Fazit: Das MacBook Pro kostet viel und bringt viel. Einige Nutzer hätten sich ein pro-mässigeres MacBook gewünscht, für die grosse Masse scheint das Paket aber zu stimmen. Der Neuling ist kurz nach Verkaufsstart schon das erfolgreichste Notebook des Jahres.

Rettet dieses Super-Phone Samsung? Publiziert am 18.11.2016 | Aktualisiert am 15.12.2016
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12 Kommentare
  • Heinrich  Zimmermann aus Fulenbach
    18.11.2016
    Eines weiss ich mit Bestimmtheit. Mit dieser Technologie mag sie auch noch so faszinierend sein habe ich noch nie meinen Magen der nach Futter verlangt voll gekriegt.
  • Pascal  Baumann 18.11.2016
    Für die Portable-Fraktion ist eher das Lüfterlose 12" MacBook geeignet. Für mehr Performance gibts das 15" MacBook Pro.
    Nette Hardwarevergleich. Oft wird aber auch vergessen, dass viele auch Apple wegen dem Betriebssystem kaufen.
  • Patrick  Steiner , via Facebook 18.11.2016
    Da gibt es von Lenovo eine viel Bessere alternative den Carbon X1
    Mehr Power und günstiger. Warum um Apple so ein Hype gemacht wird, verstehe ich nicht
    • Hans  Blattmann 18.11.2016
      Aber leider gibts noch kein Carbon X1 mit USB 3.1 (Typ C). Das ist ein Killer-Kriterium für diejenigen, die via externer SSD nahezu verzögerungsfrei virtuell Arbeiten wollen oder jene, die Videobearbeitung betreiben ohne die interne SSD füllen zu wollen. Schon lustig, Microsoft hat schon seit bald einem Jahr diesen Anschluss in ihren Lumia Phones verbaut. Genug Zeit wäre also für Lenovo da gewesen, diesen neuen, viel schnelleren Standard bereits dieses Jahr einzubauen.
    • Pascal  Baumann 18.11.2016
      Leider ist auf dem Lenovo kein Mac OS X drauf ohne gebastel ;)
  • Chris  Patton aus Biel
    18.11.2016
    Ach da kommen Sie wieder die Schwätzer und Apple Hasser. Ja die machen Lifestyle Produkte die mir im Pro Audio Bereich reichen. Kann nicht für Euch Grafik Leute sprechen. Bei den Anschlüssen gehen Sie den richtigen Weg, es wäre schön wenn eine Art Anschluss alles bedienen könnte, aber da hakt es bei vielen anderen noch. Also ich kenne beide Seiten sehr gut (Windows/Mac) und mir gefällt Design, Funktionalität, Workflow bei Apple nach wie vor besser.
  • Mike  Krüger 18.11.2016
    Apple verweigert allen, die negativ über sie berichten, kostenlose Testgeräte, die nach dem Test auch behaltet werden können. Ist x-fach im Internet so nachzulesen von betroffenen Personen und Seiten. Kein Wunder, ist es auch beim Blick ein erfolgreiches und gutes Notebook, obwohl alle gängigen Anschlüsse fehlen, der Akku schwächer und insgesamt die Leistung auch weniger geworden ist... Schade, dass der Blick da mitmacht. Und jetzt mal sehen ob der Kommentar überhaupt veröffentlicht wird...
    • Chris  Patton aus Biel
      18.11.2016
      Oh wie krass, ich wäre Hersteller und schenke meinen "Bashern" noch einen Rechner. Wissen Sie was, es gibt vor Release Beta Tester welche sicher kritisch sind aber nicht online über Konzerne abkotzen müssen, das nennt man richtiges Feedback was auch dem Hersteller nützt. Nach der Markteinführung braucht man keine Hasser mehr. Der Erfolg oder Flop kommt von alleine. So dumm sind die Kunden heute nicht mehr.
    • Marcel  Stierli aus Mérida, México
      18.11.2016
      So, und jene die ein Gerät beim Tester lassen tun genau was? Genau, so was nennt man Beeinflussung