LyfieEye im Test Die kleinste 360-Grad-Kamera der Welt

Seit kurzem erst gibts überhaupt 360-Grad-Kameras. Ein Start-up hat die Technik bereits als Aufsteck-Version fürs Handy miniaturisiert. Wir haben einen Prototypen getestet.

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Wir stehen erst am Anfang des grossen Virtual-Reality- und 360-Grad-Video-Booms. Rundumaufnahmen für Einsteiger sind eigentlich erst seit diesem Jahr problemlos möglich. Und schon kommen die ersten Kameras auf den Markt, welche die Video- und Fotowelt so richtig auf den Kopf stellen.

Die Minikamera kann direkt aufs Smartphone gesteckt werden. play
Die Minikamera kann direkt aufs Smartphone gesteckt werden.

LyfieEye: Kleiner als ein Tischtennis-Ball

eCapture aus Santa Clara (Kalifornien) ist ein solches Start-up, das mit der LyfieEye eine kleine Revolution vorstellt. Die kugelförmige Kamera ist kleiner als ein Tischtennis-Ball und lässt sich direkt auf ein Android-Handy aufstecken. Noch wenige Tage läuft die Crowdfunding-Kampagne. Die Finanzierung ist bereits gesichert, wer jetzt noch bestellt, bekommt die Kamera für rund 120 Franken.

BLICK durfte bereits einen Prototypen ausführlich testen. Ein sicheres Zeichen dafür, dass die Entwickler ihrem Produkt schon voll vertrauen. Die Inbetriebname ist denkbar einfach. Man kann die LyfieEye direkt aufs Android-Handy aufstecken, die passende Gratis-App aufstarten, schon sieht man das Live-Bild in 360-Grad-Ansicht.

Das Vorschaubild ist direkt live auf dem Handybildschirm zu sehen. play
Das Vorschaubild ist direkt live auf dem Handybildschirm zu sehen.

 

Strom bezieht die Cam vom Handy, als Speicher wird ebenfalls das Smartphone genutzt. Das alles ist ganz einfach, in der Vorserie kann man Foto oder Video auswählen und dann direkt auslösen. Drei Modi gibts, die jeweils die Helligkeit der Aufnahme verändern. Steht ein nahes Objekt im Zentrum, kann man den Vordergrund aufhellen. Bei Landschaften und Gebäuden den Hintergrund. Dazu gibts eine ausgewogene Einstellung.

Die kleinste 360-Grad-Kamera der Welt

Ein biegbarer Schwanenhals wird ebenfalls mitgeliefert - der ist durchaus sinnvoll. Montiert man die Kamera direkt an den USB-Anschluss, steckt sie eigentlich am falschen Ort - nämlich unten am Smartphone. Die App selber zeigt das Bild wie bei der Aufnahme quer an, das stiftet zusätzlich Verwirrung. Mit dem Biege-Kabel kann man die Kamera auf der Seite platzieren und sieht genau, was man aufnimmt. Muss es mal schnell gehen, braucht es das natürlich nicht - die LyfieEye nimmt ja sowieso alles rundherum auf.

Den Schwanenhals nutzt man, wenn man die Aufnahme genau ausrichten muss. play
Den Schwanenhals nutzt man, wenn man die Aufnahme genau ausrichten muss.

 

Im Testvideo kann man die Bildqualität des Prototypen sehen. Natürlich ist die Auflösung nicht überragend - aber für den Handybildschirm oder Facebook reicht das problemlos. Insgesamt geht das Verhältnis von Preis und Leistung durchaus in Ordnung - auch wenn man nicht 120 Franken wie bei Kickstarter, sondern später im Handel rund 150 Franken bezahlen wird.

Die Probleme bei der Synchronisation von Ton und Bild sollten bis dann hoffentlich auch behoben sein. Denn LyfieEye ist die wohl momentan kleinste 360-Grad-Kamera der Welt und sehr einfach zu bedienen. Rundum-Aufnahmen jederzeit und ultra einfach - dank des direkt angeschlossenen Smartphones kann man die Bilder und Videos auch sofort auf den sozialen Netzwerken teilen. Wird LyfieEye ein Erfolg, dürfte es dann sicher auch bald eine Version fürs iPhone geben.

Holen Sie sich die neue «BlickVR»-App

Mit der neuen Gratis-App «BlickVR» für iPhone und Android erleben Sie Videos, als wären Sie live dabei. Mit einer Virtual-Reality-Brille wird das Erlebnis noch intensiver. Die einfachste Variante ist ein so genanntes Cardboard, eine Kartonschachtel mit zwei Linsen.

Wir erklären Schritt für Schritt, wie's geht. 

  1. Laden Sie die App «BlickVR» für Android oder iPhone gratis herunter. Die Installation funktioniert ab iOS 8 und ab Android 4.1.
  2. Im Startbildschirm sehen Sie die neuesten 360-Grad-Videos. Über die Schaltfläche oben links rufen Sie das Menü auf.
  3. Sobald Sie ein Video gestartet haben, können Sie die Abspielart wählen. Das linke Symbol steht für die Cardboard, mit dem Handy-Symbol rechts können Sie das Video auch ganz ohne Brille anschauen. WLAN oder über Flatrate ist fürs Streaming empfehlenswert.
  4. Haben Sie Cardboard gewählt, startet das Video automatisch nach fünf Sekunden. Legen Sie das Handy mit dem Display zum Gesicht in die VR-Brille und halten Sie alles gut fest. Um sich umzuschauen, drehen Sie einfach den Kopf.
  5. Haben Sie Smartphone gewählt, können Sie das Video direkt auf dem Bildschirm anschauen. Mit dem Finger können Sie nach links, recht, oben oder unten streichen und sich so umschauen.
  6. Wer in besserer Qualität tiefer in die Videos abtauchen will, holt sich die App-Version für die Samsung-Brille Gear VR. Diese finden Sie direkt im Oculus-Store. Der Clou: Sie können die «BlickVR»-App direkt mit der Brille auf der Nase in einem dreidimensionalen Menü steuern.
Publiziert am 07.11.2016 | Aktualisiert am 07.11.2016
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1 Kommentare
  • Ria  Chuelo 07.11.2016
    Wenn ich das jetzt richtig gelesen habe, funktioniert die kleine Kugel nur zusammen mit dem Handy? Da gibt es also bereits kleinere Setups für 360° Aufnahmen, ich denke da z. B. an die Theta S, welche standalone in guter Qualität aufzeichnet.. Oh - btw: es schneit grad.. Wow, sorry, muss raus - JUHUI ,-)