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Kindle heisst das Gerät und ist ein tragbares E-Book-Lesegerät. Die Besonderheit: Mittels Mobilfunk können Bücher, Zeitungen oder Blogs auf den Bildschirm geladen werden – ein Computer, um digitalisierte Schriften herunterzuladen, ist überflüssig geworden.
Damit will Amazon die Lesewelt so revolutionieren, wie es dereinst der iPod von Apple schaffte. Das Gerät kostet daher auch – wie der erste iPod – 399 Dollar (445 Franken). Für die kabellose Übertragung der Daten sollen für die Benutzer keinerlei Kosten entstehen – zahlen muss der Leser erst beim Kauf der elektronischen Bücher.
Elektronische Bücher gibt es bei Amazon in der Regel für 9,99 US-Dollar (11,15 Franken); Abos für elektronische Ausgaben von Zeitungen (darunter die New York Times und das Wall Street Journal, aber auch Le Monde und die Frankfurter Allgemeine Zeitung) sollen 5,99 bis 14,99 US-Dollar pro Monat kosten, Magazin-Abos zwischen 1,25 und 3,49 US-Dollar pro Monat.
Noch eine weitere Besonderheit des Gerätes: Das Display arbeitet mit digitaler Tinte, der sogenannten E-Ink-Technik. Es ist also ähnlich zu lesen wie eine Zeitung und nicht ermüdend wie an einem Computerbildschirm.
Ob das Kindle nun eine Revolution des Leseverhaltens einleitet, bleibt abzuwarten. Schliesslich existieren schon mehrere E-Book-Reader auf dem Markt – durchgesetzt bei den Leseratten hat sich bisher aber keines. (num)